14.12.2019 - 01:41 | Lesezeichen | Startseite | Newsletter | Suche | Kontakt | Seite drucken | Sitemap   
 
   

Wo Sie neue
Boom-Börsen finden?!

 

  Geheime Aktien-Gewinnstrategie?!

      Menü

    Home

      Wissen

      Börsen-ABC
      Anlegerrecht


        Twitter & Facebook

        



Anzeige  


 

Suche

 


Kursabfrage

 



 
Kunst im Frühling


 


 

 

 

 

Weltmarktführer mit Wachstumsphantasie

Montag, 17. September 2012 um 08:29

Von Armin Brack

Ausgliederungen von Großkonzernen sind ein zweischneidiges Schwert. Häufig versucht der Mutterkonzern, damit nur ungeliebte und unprofitable Töchter loszuwerden. Nicht so bei ber Bayer-Auskopplung Lanxess. Die Aktie erwies sich quasi von Anfang an als Erfolgsstory.

Die Spezialität des seit 2005 eigenständigen Unternehmens sind synthetische Kautschuke für PKW- und LKW-Reifen. Hier ist Lanxess-Weltmarktführer. Mit der Strategie "Preis vor Menge" verstand es das Management, bisher sowohl in Boom- als auch in Bust-Phasen die Margen hochzuhalten.

Dabei profitieren die Leverkusener auch vom Trend zur Mobilität, die speziell in den Emerging Markets immer wichtiger wird. Oder anders ausgedrückt: Der weltweite Fahrzeugbau boomt und damit werden auch mehr Reifen nachgefragt.

Hinzu kommt, dass immer mehr Länder eine Reifen-Kennzeichnungspflicht einführen. Neben der Verbesserung der Sicherheit sollen so die CO2-Emissionen verringert und die Lautstärke der Fahrzeuge reduziert werden. Dafür werden höherwertige synthetische Kautschuksorten benötigt. Diese werden von Lanxess geliefert und bringen dem Unternehmen höhere Gewinnmargen.

Zumindest ist das normalerweise der Fall. Zuletzt hatten Analysten befürchtet, Lanxess könnte durch fallende Butadien-Preise auch die eigenen Verkaufspreise senken müssen. Butadien ist der Rohstoff bei der Herstellung dieser Kautschuksorten und für Lanxess ein wichtiger Kostenfaktor. Die Analysten vom Bankhaus Lampe schätzen, dass das Unternehmen 2011 rund 1,9 Milliarden Euro für den Kauf von Butadien ausgegeben habe.

Sehr gute Halbjahres-Ergebnisse

Mit der Bekanntgabe sehr guter Halbjahreszahlen vermochte das am 24. September in den Dax aufsteigende Unternehmen diese Bedenken aber zu zerstreuen.

Einige Branchenexperten rechnen nun sogar damit, dass Lanxess anlässlich einer Investoren-Konferenz am 19./20. September die langfristigen Gewinnziele auf EBITDA-Basis (EBITDA = Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) sogar anheben könnte. Bis 2015 wird ein EBITDA von 1,4 Milliarden Euro pro Jahr angestrebt.

Andererseits ist die Chemiebranche als klassischer Zykliker anfällig bei Konjunktureinbrüchen. Die neuesten Analystenstudien sind vor dem Hintergrund der sich zuletzt abkühlenden Weltkonjunktur für den Chemiesektor insgesamt sehr zurückhaltend, betonen aber meist auch, dass Lanxess als Spezialchemie-Unternehmen auch in einem solchen Szenario besser performen sollte als die Konkurrenz.

Doch Lanxess ist kein One-Trick-Pony. Mit dem biobasierten Spezialkautschuk Keltan Eco, der 2011 vom brasilianischen Standort Triunfo aus in den Markt eingeführt worden ist, setzt man auch umwelttechnologisch ein Zeichen. Das dabei verwendete Ethylen basiert auf dem nachwachsenden Rohstoff Zuckerrohr und nicht auf Erdöl. Ein weiteres wichtiges Produkt ist die Herstellung von Spezialchemikalien für die Herstellung von Kunststoff.

Interessant ist auch die fundamentale Bewertung. Lanxess ist mit einem 2012er-KGV von neun trotz des Anstiegs alles andere als teuer.

Ähnlich wie bei vielen Automobilzulieferern mit einstelligen 2012er-KGVs preist der Markt hier bereits rückläufige Gewinne und eine deutliche Konjunkturabkühlung ein. Kommt es anders, ergibt sich ein deutliches Kurspotential.

Fazit: Lanxess ist weltweit führend bei synthetischen Kautschuken und seit der Ausgliederung aus dem Bayer-Konzern 2005 eine große Erfolgsgeschichte. Der Trend zur Mobilität in den Emerging Markets und die Reifen-Kennzeichnungspflicht spielen dem Unternehmen in die Karten.

Risiken liegen in der starken Zyklik bei Chemiefirmen, der Lanxess aber durch seine Spezialisierung nur teilweise ausgesetzt ist. Sowohl fundamental als auch charttechnisch erscheint die Aktie vielversprechend.

Der obige Text spiegelt die Meinung der jeweiligen Autoren wider. Instock übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche rechtliche oder sonstige Ansprüche aus.

 

Anzeige


 


 
 
 
 
 
 
 
       
     


© 1999 - 2018 by instock.de | Mediadaten | Impressum | Datenschutz