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Gibt die US-Notenbank noch mehr Zucker?

Mittwoch, 12. September 2012 um 08:14

Von Stefan Böhm
Es sieht derzeit so aus, als würden Athens Politiker den Verhandlungspoker wieder auf die Spitze treiben. Auch dies drückt neben schwachen China-Daten am Montag auf die Kurse. Die eher enttäuschenden US-Arbeitsmarktdaten vom Freitag konnten dagegen die Wall Street nicht bremsen. Die Argumentation ist wieder einmal: Schlechte Zahlen erhöhen die Wahrscheinlichkeit für ein neues Programm zum Kauf von Anleihen (QE3) durch die US-Notenbank.

Und da könnten die Börsianer durchaus richtig liegen. In seiner Rede am 31. August hob Fed-Chef Ben Bernanke seine Besorgnis über die Schwäche am Arbeitsmarkt hervor und eine Woche später werden unschöne Zahlen veröffentlicht. Da ließe sich eine Untätigkeit der Fed nur schwer rechtfertigen. Zu welcher Art von Maßnahmen die Fed greift, ist aber ungewiss – ebenso wie die Reaktion der Börsen darauf. Wir denken: Bernanke ist so gut darin, bei den Akteuren an den Märkten auf die richtigen Knöpfe zu drücken, dass eine komplette Enttäuschung sehr unwahrscheinlich ist. Eine derzeit viel gehandelte Möglichkeit ist der zeitlich und im Volumen unbegrenzte Ankauf von Anleihen. Das Programm würde dann enden, wenn das Wirtschaftswachstum anzieht und die Arbeitslosigkeit sinkt. Der besondere Charme dabei: Diese „Verstetigung“ könnte die in den vergangenen Jahren extremen Schwankungen an den Märkten verringern.

Konjunkturdaten aus China enttäuschen

Fast noch mehr Sorgen als die USA bereitet derzeit China, wir wollen daher etwas genauer auf dieses Thema eingehen: Die am Wochenende veröffentlichten Wirtschaftsdaten für August enttäuschten jedenfalls erneut. Die Wachstumsrate in der Industrieproduktion fiel mit +8,9 Prozent auf den niedrigsten Stand seit Mai 2009 zurück. Hinter dieser immer noch beeindruckend wirkenden Jahresrate verbirgt sich ein sehr moderater Monatszuwachs von +0,8 Prozent. Die Zahlen legen jedenfalls nahe, dass sich die Wachstumsrate des BIP im dritten Quartal weiter von 7,6 auf 7,4 Prozent verringert. Aus Sicht der deutschen Exportfirmen besonders bedenklich ist aber der überraschende Rückgang bei den Importen. Zudem zeigten die an sich robusten Einzelhandelsdaten eine Schwäche bei den Autoabsätzen. Das ist ein wichtiger Grund dafür, dass die deutschen Autoaktien zuletzt unter Druck standen.

Immobilienmarkt erholt sich

Doch an den China-Zahlen ist nicht alles schlecht. So ist die Schwäche bei den Exporten zwar unerfreulich, aber weit vom Einbruch im Jahr 2008 entfernt. Und vor allem: Die Maßnahmen von Notenbank und Regierung greifen. Der Immobilienmarkt hat sich im August zum dritten Mal in Folge verbessert, das zeigt sich an den gestiegenen Häuser-Verkaufszahlen. Durch den Rückgang bei der Bautätigkeit gibt es mehr Balance zwischen Angebot und Nachfrage – mit der Folge, dass die Preise wieder steigen. Besonders macht aber die Zunahme bei den geplanten staatlichen Investitionsprojekten Hoffnung auf mehr Wachstum. Offenbar will Peking die Konjunktur eher über mehr Ausgaben und andere fiskalische Maßnahmen ankurbeln als über eine Lockerung der Geldpolitik. Trotz ihrer Schwäche haben die chinesischen Konjunkturdaten für August daher ihr Positives: Die Wahrscheinlichkeit, dass Peking noch aktiver in der Wachstumspolitik wird, ist gestiegen – und das ist gut für den Aktienmarkt.

Fazit: China ist ein Risiko für die Weltkonjunktur, aber auch eine große Chance. Kommt dort das Wachstum wieder mehr in Schwung, dann zieht das ganz Ostasien und schließlich auch den Rest der Welt mit nach oben.

Stefan Böhm ist Chefredakteur des DaxVestor.

Der obige Text spiegelt die Meinung der jeweiligen Autoren wider. Instock übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche rechtliche oder sonstige Ansprüche aus.

 

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