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Geht die Rallye weiter?

Montag, 10. September 2012 um 08:42

Von Stefan Böhm
Was für eine Börsenwoche! Der S&P 500-Index stieg in den USA auf den höchsten Stand seit vier Jahren und der Dax erreichte am vergangenen Freitag mit Kursen über 7.200 Punkten das höchste Niveau seit August 2011. Und warum das alles? Vor allem weil EZB-Chef Mario Draghi die von ihm selbst geweckten Erwartungen erfüllt hat – damit hatten viele dann doch nicht gerechnet. 

Die EZB soll mit der Möglichkeit ausgestattet werden, unbegrenzt Anleihen der Krisenstaaten zu kaufen. Das allerdings nur unter bestimmten Bedingungen. So euphorisch wie die Börsen sollten wir deswegen aber nicht sein. Die Eurokrise ist damit natürlich alles andere als gelöst, denn das Hauptproblem bleibt die politische Umsetzung von Reformen. Aber das war schon ein sehr starkes Signal der EZB, den Euro mit allen Mitteln verteidigen zu wollen. Den Märkten flößt das Vertrauen ein, dass die Krise den Tiefpunkt durchschritten hat – zumindest was die Märkte selbst betrifft. Und man darf auch nicht vergessen: Viele Trader haben auf dieses positive Signal gewartet, weil sie hoffen, bei einer möglichen Rallye Geld verdienen zu können.

Konjunkturdaten überraschten positiv

Die vergangene Börsenwoche war auch deshalb so rund, weil überwiegend gute Konjunkturdaten die positive Stimmung unterstützten. So stiegen die Auftragseingänge in der deutschen Industrie im Juli wieder überraschend stark um 0,5 Prozent gegenüber dem Vormonat. Vor allem aber gaben die Zahlen aus den USA Auftrieb: Nachdem am Dienstag noch der ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe enttäuscht hatte, legte der entsprechende Indikator für den Dienstleistungssektor stärker zu als erwartet, und zwar von 52,6 auf 53,7 Punkte. Enttäuschend fielen dagegen die Arbeitsmarktdaten für August aus – die Beschäftigung stieg nur um 96.000. Das bremste die Wall Street am Freitag aus. In der neuen Woche werden sich die Blicke auf die Sitzung der US-Notenbank richten.

Der Autozulieferer und führende Reifenhersteller Continental kehrt am 24. September in den Dax zurück. Der Aufstieg gab dem Titel allerdings schon in den vergangenen Wochen Auftrieb, so dass das daraus resultierende Kurspotential weitgehend ausgereizt scheint. Auch der Chemiekonzern Lanxess steigt in den Dax auf. Das Unternehmen entstand vor zehn Jahren durch die Abspaltung von Bayer. Charttechnisch ist die Aktie dabei, wie schon 2011 und im Mai 2012, die Widerstandszone bei 63/64 Euro zu testen. Ein Anstieg auf ein neues Allzeithoch ist auch wegen der starken operativen Entwicklung zu erwarten. MAN gehört inzwischen zu mehr als 75 Prozent VW. Dadurch erfüllt der LKW-Konzern nicht mehr die Voraussetzungen für die Dax-Mitgliedschaft. Da VW seine Anteile derzeit nicht weiter aufstocken muss und der LKW-Markt zudem schwächelt, fiel der Titel deutlich zurück. Auch Metro fliegt wie MAN am 24. September aus dem Dax. Die nicht unerwartete Meldung schadete der Aktie aber nicht – im Gegenteil: Es gab in der vergangenen Woche einen Kurssprung. Dazu hat ein wenig auch die Ankündigung des Vorstands beigetragen, die baldige Wiederaufnahme in den Dax anzustreben. Charttechnisch wäre allerdings erst ein Anstieg über die Marke von 25 Euro – dort verläuft auch die langfristige Abwärtstrendlinie – ein Befreiungsschlag.

Fazit: Ob sich an den starken Kursanstieg eine längere Börsenrallye anschließt, ist offen. Es wird sicher auch wieder Rückschläge geben. Charttechnisch hat sich der Dax nach dem erneut erfolgreichen Test der Unterstützung bei 6.900 Punkten und dem anschließenden Knacken der Widerstände bei 7.100 und 7.200 Punkten den Weg nach oben frei gemacht. Der Index kann nun die Marke von 7.400 Punkten ins Visier nehmen.

Stefan Böhm ist Chefredakteur des DaxVestor.

Der obige Text spiegelt die Meinung der jeweiligen Autoren wider. Instock übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche rechtliche oder sonstige Ansprüche aus.

 

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