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Paragon: Jetzt einsteigen?

Freitag, 7. September 2012 um 08:36

Von Armin Brack

Im Oktober 2009 war die im Prime Standard notierte Paragon AG praktisch tot. Ein Insolvenzverfahren war beantragt, die Aktie des Autozulieferers stürzte bis auf 0,81 Euro ab. Wenige Monate später wurde das Insolvenzverfahren aufgehoben. Im Anschluss schoss die Aktie bis auf 13,79 Euro Anfang 2011 empor. Ein Plus von 1.600 Prozent binnen nur 18 Monaten. Nach einer längeren gesunden Konsolidierung könnte jetzt der Kursturbo wieder zünden, meinen Analysten.

Ein Wunder? Wohl eher harte Arbeit und striktes Kostenmanagement. Dazu das Glück, dass die Autobranche noch nicht von der Schuldenkrise im Euroraum angesteckt worden ist und die deutschen Hersteller vor allem in den USA, China und Russland ihre Marktstellung festigen und ausbauen konnten.

Paragon entwickelt, produziert und vertreibt Produkte im Bereich der Automobilelektronik und ist Direktlieferant der Automobilindustrie. Zum Portfolio des Unternehmens zählen Artikel in den Bereichen Luftqualität, Antriebsstrang, Akustik, Cockpit, Schrittmotoren, Media-Interfaces und Bedienung.

Halbjahreszahlen besser als erwartet

Die jüngsten Zahlen für das erste Halbjahr 2012 belegen, dass das Unternehmen sich weiter auf gutem Weg befindet. So kletterte der Umsatz in den ersten sechs Monaten um knapp 13 Prozent auf 37,6 Millionen Euro, das operative Ergebnis (EBIT) von 4,9 auf 5,0 Millionen Euro. Der Überschuss blieb mit 3,6 Millionen Euro konstant.

Dabei gilt es allerdings zu berücksichtigen, dass Paragon weiter in die Zukunftssicherung investiert und insgesamt 1,3 Millionen Euro für neue Patente, die Instandhaltung, den Umbau des Gebäudes in St. Georgen und diverse Fertigungsabläufe aber auch den Ausbau der eigenen Entwicklungskapazitäten ausgegeben hat.

Plangemäß wurde auch die Eigenkapitalquote des Unternehmens im ersten Halbjahr 2012 auf 31,4 (Vorjahr: 18,2) Prozent erhöht. Auch die Verschuldung konnte von 18,2 auf 13,4 Millionen Euro zurückgefahren werden. Die Nettoverschuldung sank auf 5,7 (Vorjahr: 8,3) Millionen Euro.

Der allgemeine Wachstumskurs spiegelt sich auch im Aufbau der Belegschaft wider: Ende Juni 2012 beschäftigte Paragon an vier Standorten in Deutschland 378 Mitarbeiter (davon 71 in Delbrück), das waren 45 mehr als zwölf Monate zuvor. Hinzu kommen 60 Leiharbeiter.

Auch für die Zukunft geht Paragon von einer robusten Entwicklung der Automobilindustrie aus, insbesondere bei den Premium-Herstellern, die Paragon vor allem beliefert.

Ähnlich der Unternehmensprognose kann deshalb nach derzeitigem Stand für das Gesamtjahr 2012 von einem Umsatzwachstum im oberen einstelligen Prozentbereich und einer im Vorjahresvergleich konstanten EBIT-Marge ausgegangen werden.

Fazit: Paragon hat glänzende Zukunftsperspektiven, kann von steigenden Auftragsvolumina in den neuen Segmenten E-Mobilität und Karosserie-Kinematik profitieren. Voraussetzung dafür ist, dass die deutschen Autobauer auch in den nächsten Jahren in den wichtigen Automärkten in Übersee, Asien und Russland ihre ohnehin schon sehr starke Marktstellung verteidigen können.

Weitere Bedingung für anhaltendes Wachstum ist auch, dass finanziell weitere Fortschritte gemacht werden. Die Nettoverschuldung muss noch drastisch sinken, ohne dass notwendige Investitionen aufgeschoben werden müssen. Auf Crashkurs wie vor drei Jahren sollte Paragon aber nicht mehr geraten. Für die Aktie heißt das kurzfristig: Der Weg zum Jahreshoch von 10,77 Euro ist freigeräumt.

Armin Brack ist Chefredakteur des Geldanlage-Report.

Der obige Text spiegelt die Meinung der jeweiligen Autoren wider. Instock übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche rechtliche oder sonstige Ansprüche aus.

 

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