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Gold & Silber: Neue Rallye

Dienstag, 28. August 2012 um 09:57

Von Armin Brack

In meinem Premium-Brief Nebenwerte-Trader haben wir das erfolgreiche Musterdepot vor wenigen Tagen um ein Silber-Turbo-Bull-Zertifikat ergänzt. Nach monatelanger Langeweile bei den Edelmetallen stehen die Zeichen nun charttechnisch und fundamental auf Sturm.

Der Gold- und Silberbulle marschiert inzwischen schon seit knapp zehn Jahren. Mit der Erholungsrallye 2003 nach dem Platzen der Internetblase begann auch der lange Anstieg bei Edelmetallen. Dieser hat Gold von 320 auf 1.900 US-Dollar je Unze geführt, Silber von 5 auf knapp 50 US-Dollar. Die vorläufigen Hochs wurden im Mai 2011 markiert. Es folgte eine heftige Abwärtsbewegung mit anschließender Konsolidierung.

Seither heißt die Eine-Million-Dollar-Frage für Edelmetalljünger und solche, die es werden wollen: Haben wir die Bullenmarkt-Hochs bereits gesehen oder handelt es sich derzeit nur um eine weitere Verschnaufpause auf dem unaufhaltsamen Weg nach oben?

Eines ist klar: Ein Geheimtipp ist Gold schon lange nicht mehr. Verwandte und Bekannte aus meinem Umfeld kaufen Goldbarren, -münzen oder die immer beliebter werdenden Goldplättchen. Goldhändler sprießen wie Pilze aus dem Boden und wollen den Leuten ihren Goldschmuck abkaufen – und wenn es nur der Goldzahn ist.

Das alles sind eher Kontraindikatoren, die dafür sprechen, dass wir uns Nahe am Hochpunkt der Edelmetall-Hausse befinden.

Nichts ist mehr wie es war

Andererseits: Seit der großen Finanzkrise 2009 hat sich das Investitions-Umfeld dramatisch verändert. Das Misstrauen gegenüber Banken ist so groß wie lange nicht mehr. Über den Ansehensverlust und die Angst vor dem Zerfall des Euro können Sie täglich in Ihrer Tageszeitung lesen.

Apropos: Es gibt eine neue Protest-Aktion gegen die Einführung des Europäischen Stabilitätsmechanismus, kurz ESM. Unterzeichnen können Sie hier: http://www.stop-esm.org Die Trading-Group GmbH unterstützt die Aktion. Wir befürchten, dass Deutschland mittelfristig zu Europas alleinigem Zahlmeister werden wird, nachdem mittelfristig auch Frankreich – nach der Wahl des Sozialisten Francoise Hollande zum Präsidenten – zu einem Nehmerland mutieren dürfte.

Aber zurück zum eigentlichen Thema: Unsicherheit und Angst bei Anlegern sind der Nährboden auf dem Gold und Silber weiter gedeihen werden. Die Mittelzuflüsse in die physisch hinterlegten Gold- und Silber-ETFs beschleunigten sich zuletzt wieder. Der weltgrößte Silber-ETF, der iShares Silver Trust, hat seine Bestände alleine in der vergangenen Woche um gut 51 Tonnen erhöht. Der ETF ist übrigens inzwischen auch in Deutschland handelbar und eine gute Variante, um vom steigenden Silberpreis zu profitieren.

Der einzige – allerdings bedeutende – Nachteil ist die fehlende Währungsabsicherung. Beim aktuellen Anstieg des Gold- und Silberpreises war wieder die alte, klassische Korrelation mit dem US-Dollar feststellbar. Steigende Edelmetallpreise werden von einem schwächeren US-Dollar im Verhältnis zum Euro begleitet.

Das wiederum liegt zum einen daran, dass die Anleiherenditen für Spanien zuletzt deutlich sanken, was man als eine kleine Entspannung der Eurokrise interpretieren kann. Gleichzeitig nimmt aber die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Quantitative Easing-Runde in den USA zu. Darauf deutet zumindest das Protokoll der FED-Sitzung hin. Dies würde zu einer deutlichen Ausweitung der US-Geldmenge führen und den US-Dollar somit im Verhältnis zum Euro schwächen.

Gut vorstellbar ist damit für die kommenden Monate ein anhaltend freundlicher Aktienmarkt, begleitet von steigenden Edelmetallpreisen und einem gegenüber dem US-Dollar nachhaltig stärkeren Euro.

In einem solchen Szenario müssten Edelmetall-Anleger aus dem Euroraum währungsgesichert in Gold und Silber investieren. Ansonsten würde der starke Euro einen Teil der potentiellen Kursgewinne von Gold und Silber (die ja in US-Dollar notieren) wieder auffressen. Oder anders formuliert: Gold und Silber würden in Euro weniger stark steigen als in US-Dollar.

Quanto-Zertifikate als Problemlösung

Eine Lösung des Problems bieten die Quanto-Zertifikate auf Gold und Silber. Eines der beliebtesten ist das der RBS (früher ABN Amro) mit der WKN A0AB82 (für Silber) und A0AB84 (für Gold). Diese sind so konstruiert, dass Währungsverluste neutralisiert werden und europäische Anleger in den vollen Genuss der Kurssteigerungen kommen können.

Einige weitere Punkte sprechen für eine Fortsetzung der Rallye. In Südafrika weiten sich die Arbeiter-Streiks in verschiedenen Platin-Minen aus. Das Land ist auch einer der größten Goldproduzenten der Welt. Möglich, dass künftig auch Goldminen von Streiks betroffen sind und dadurch eine Verknappung des Angebots an physischem Gold entsteht.

Die Historie zeigt zudem, dass wir ab Ende August/Anfang September in eine saisonal starke Phase für Edelmetalle kommen. Das könnte die Preise zusätzlich anheizen.

Hauptargument für eine Edelmetall-Investition ist aber aus meiner Sicht die Charttechnik. Gold und Silber waren zu Jahresbeginn stark unter Druck gekommen, markierten gleich Anfang Januar ein lokales Tief, erholten sich, fielen wieder zurück, um dann Ende Mai ziemlich exakt am Tief von Anfang Januar bei rund 1.530 US-Dollar je Unze (Gold) zu konsolidieren. Seither ging es in einer für die vergangenen Jahre ungewöhnlich engen Spanne (1.540 bis 1.640 US-Dollar) seitwärts.

Am 21. August gab es dann einen ungewöhnlich starken Aufwärtsimpuls, in dessen Folge sowohl Gold als auch Silber nach oben ausgebrochen sind und damit ein charttechnisches Kaufsignal lieferten. Zugleich gelang der Ausbruch aus einer Dreiecksformation, die aus der Abwärtstrendlinie seit den Hochs im vergangenen Jahr und der Unterstützungslinie im Bereich 1.530 US-Dollar gebildet wurde.

Wie üblich läuft Silber in die gleiche Richtung wie Gold, allerdings mit deutlich stärkerer Dynamik. Aggressive Anleger setzen daher auf Silber, konservative auf Gold.

Rein charttechnisch ist nun der Weg frei in Richtung der alten Hochs, wobei der Weg für Silber noch ungleich weiter ist. Hier hatte die Top-Bildung im Frühjahr 2011 definitiv Züge eines Climax Top nach parabolischem Anstieg, wobei häufig ein sehr langfristiger Hochpunkt generiert wird.

Hinfällig ist das bullische Szenario bei Gold, wenn die Unterstützung bei 1.522 US-Dollar je Unze nicht halten sollte. Bei Silber liegt diese Unterstützung bei 26,02 US-Dollar.

Goldbubble ja oder nein?

Bleibt abschließend immer noch die Frage zu klären, ob wir uns nun in einer Goldblase befinden oder nicht. Wie relativ hier die Sichtweisen sind, machte Erste Bank-Analyst Ronald Stöferle jüngst in einem Interview deutlich: "Im 4. Quartal belief sich die Nachfrage (in Deutschland) auf 39,7 Tonnen Gold, was 0,5 Gramm beziehungsweise 20 Euro pro Kopf entspricht. Die quartalsweisen Ausgaben für Knabbergebäck oder Klopapier liegen wohl bei einem Vielfachen", so Stöferle wörtlich. Geht es danach, könnte der Goldbulle noch einen weiten Weg vor sich haben.

Fazit: Nach monatelanger Seitwärtsbewegung haben Gold und Silber nun charttechnische Kaufsignale erzeugt. Es steht zudem die saisonal starke Phase für Edelmetalle bevor. Streiks in Südafrika könnten für einen Angebotsengpass sorgen.

Anleger, die vom Anstieg profitieren möchten, können auf Gold- und Silber-ETFs setzen. Eine interessante Alternative sind währungsgesichterte Quanto-Zertifikate.

Armin Brack ist Chefredakteur des Geldanlage-Report.

Der obige Text spiegelt die Meinung der jeweiligen Autoren wider. Instock übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche rechtliche oder sonstige Ansprüche aus.

 

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