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Schon zu viel Optimismus in den Kursen?

Montag, 20. August 2012 um 08:15

Von Stefan Böhm
An den Börsen herrscht Sommerflaute: Die Umsätze waren in den vergangenen Tagen äußerst niedrig und die Kursausschläge haben stark abgenommen. Das erhöht allerdings das Risiko, dass es bei einem Ausbruch aus der engen Trading-Range in die eine oder andere Richtung zu einer starken Kursbewegung kommt. Offenbar warten viele Akteure lieber ab, was die US-Notenbank und die EZB bei Ihren Sitzungen Ende August beziehungsweise im September entscheiden.

Die Spekulationen darüber, ob die US-Notenbank am 31. August ein neues Programm zum Aufkauf von Anleihen (QE 3) verkündet und damit auch den Börsen weiteren Auftrieb gibt, werden immer heißer. Jede einzelne Konjunkturnachricht wird dahingehend abgeklopft, ob sie eine solche Entscheidung wahrscheinlicher macht oder nicht. Eine etwas hysterische Spekulation, wie ich finde. Wir denken: Die Fed wird nicht die große Keule auspacken – dafür besteht kein Grund. Die Wirtschaftsdaten zeigen zwar eine unerfreulich geringe Konjunkturdynamik, aber auch keine Stagnation. Die Einzelhandelsumsätze und die Industrieproduktion waren im Juli stärker als erwartet, allerdings getrieben von einigen Sondereffekten. Auch vom Immobiliensektor gibt es gute Nachrichten – und besonders das trieb die Wall Street in den vergangenen Tagen an.

Europa in der Rezession

Die Wirtschaft in der Eurozone dagegen wird im Jahr 2012 schrumpfen – aller Voraussicht nach. Allerdings wird die Rezession mit etwa -0,3 Prozent verglichen mit der miesen Stimmung wegen der Eurokrise relativ mild bleiben. Und 2013 dürfte es wieder aufwärts gehen. Aber es gibt große Unterschiede zwischen den Ländern, das zeigten auch die BIP-Zahlen für das zweite Quartal. Die stärkste Schrumpfung mussten Portugal, Griechenland und Italien hinnehmen. Deutschland und Frankreich überraschten zwar mit +0,3 beziehungsweise 0,0 Prozent positiv, aber die Rezession aus den Ländern an der Peripherie schwappt zweifellos auf Kerneuropa über. Und die vorauslaufenden Indikatoren deuten auch auf ein schwaches zweites Halbjahr hin. Trotzdem: Es könnte schlimmer sein und wenn die Eurokrise nicht weiter eskaliert – aber nur dann – könnte die Eurozone als Ganzes gesehen mit einem blauen Auge davon kommen.

Von den Unternehmen kamen teils gute Nachrichten: Merck KGaA meldete überraschend starke Quartalszahlen und der Vorstand erhöhte daraufhin die Umsatzprognose für das Gesamtjahr. Die Gewinnseite wird zwar noch durch Kosten für das Programm zur Effizienzsteigerung belastet, aber das wird nicht so bleiben. Die Aktie brach durch den wichtigen Widerstand bei 86,50 Euro und kann bis 95 Euro zulegen. Vom Vorstand des Netzwerkausrüsters Cisco kam ebenfalls ein starkes Statement: Cisco habe genügend finanzielle Stärke um die Dividende zu erhöhen UND ins Unternehmen zu investieren. Den zuletzt entlassenen Mitarbeitern dürfte das sauer aufstoßen. Die Aktie des angeschlagenen Netzwerkausrüsters legte aber zu und hat das Anfang Mai geöffnete charttechnische Gap bei 18,50 US-Dollar geschlossen. Nun kann es weiter aufwärts gehen.

Fazit: Die Börsianer bleiben in guter Stimmung und suchen sich unter den Neuigkeiten vor allem die positiven heraus. Der Dax ist erstmals seit dem 3. April wieder über die Marke von 7.000 Punkten gestiegen und unterzieht nun die Widerstandszone zwischen 7.000 und 7.180 Punkten einem Test. Die aktuelle Datenlage ist eigentlich nicht gut, aber an den Börsen wird die Zukunft gehandelt – und da setzen viele derzeit auf Optimismus. Das ist aber riskant, denn es wird Rückschläge geben!

Stefan Böhm ist Chefredakteur des DaxVestor.

Der obige Text spiegelt die Meinung der jeweiligen Autoren wider. Instock übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche rechtliche oder sonstige Ansprüche aus.

 

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