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Ist die Luft bald raus?

Montag, 13. August 2012 um 08:15

Von Stefan Böhm
Die Aktienmärkte bleiben derzeit stark. Viele Anleger setzen weiterhin darauf, dass die Notenbanken zusätzliche Liquidität freigeben und dass die Eurokrise nicht eskaliert. Der Dax kletterte in den vergangenen Tagen weiter nach oben und auch die Wall Street legte zu. Die Zuwächse waren aber moderat. Selbst die eine oder andere negative Nachricht konnte die Stimmung nicht entscheidend trüben. Vor allem die Konjunktur in der Eurozone bleibt schwach. Und auch in Deutschland gingen die Auftragseingänge und die Industrieproduktion im Juni stärker als erwartet zurück, die Exporte enttäuschten ebenfalls. Im zweiten Quartal dürfte unter dem Strich zwar ein kleines Wachstum stehen, aber die Aussichten für die zweite Jahreshälfte deuten auf anhaltende Stagnation hin – bestenfalls.

Hoffen auf China

Die Börsen wurden vor allem von der Hoffnung getrieben. Diesmal ist es erneut die Hoffnung, dass China mehr unternimmt, um das Wachstum anzukurbeln. Die Inflationsrate ist im Juli deutlich von 2,2 auf 1,8 Prozent gefallen und die Produzentenpreise sind sogar seit Monaten rückläufig. Gleichzeitig hat sich die Wachstumsdynamik weiter verringert: Die Industrieproduktion lag nur um 9,2 Prozent über der des Vorjahres – das ist die niedrigste Expansionsrate seit drei Jahren. Auch in den Einzelhandelsumsätzen ist der abnehmende Preisdruck nicht zu spüren, sie enttäuschten ebenfalls. Ein richtiger Hammer waren aber die Zahlen zur Handelsbilanz: Die Exporte lagen im Juli nur 1 Prozent über dem Niveau des Vorjahres. Das ist so schlecht, dass Befürchtungen über eine harte Landung der chinesischen Wirtschaft die Börsenkurse am Freitag weltweit drückten – Hoffnung auf mehr Zinssenkungen und Ausgabenprogramme hin oder her.

Konkreteren Anlass zur Hoffnung als Peking geben da schon die Quartalszahlen aus Europa. Wie in den USA so haben auch auf dem alten Kontinent 60 Prozent der Unternehmen die Erwartungen übertroffen, darunter beispielsweise Novo Nordisk und Nestlé, deren Aktien auf neue Allzeithochs stiegen. Die Rezession in einigen Ländern Europas spüren die Unternehmen allerdings schon, viele können dies aber durch ein verstärktes Engagement in den Schwellenländern kompensieren. Jedenfalls haben die Berichte der Unternehmen erst einmal die schlimmsten Befürchtungen in Bezug auf die Rezession in Europa zerstreut – und das zu Recht.

Fazit: Die Zuwächse beim Dax waren in den vergangenen Tagen nur noch gering. Die Luft wird charttechnisch gesehen umso dünner, je mehr sich der Index der starken Widerstandszone bei 7.000/7.100 Punkten nähert. Auch der Dow Jones und andere Indizes stehen an oder kurz vor wichtigen Widerständen. Es bräuchte konkrete Impulse, um diese zu überwinden. Doch woher sollen die im Moment kommen?

Stefan Böhm ist Chefredakteur des DaxVestor.

Der obige Text spiegelt die Meinung der jeweiligen Autoren wider. Instock übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche rechtliche oder sonstige Ansprüche aus.

 

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