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K+S: Skepsis übertrieben

Mittwoch, 1. August 2012 um 09:58

Von Stefan Böhm
Der Pessimismus ist aus der K+S-Aktie gewichen. Befürchtungen hinsichtlich einer neuen Absatzkrise bei Kali- und Magnesiumprodukten, wie wir sie 2008 und 2009 gesehen haben, dürften sich nicht bewahrheiten. Dazu beigetragen, die Ängste zu vertreiben, haben auch die überraschenden Eckdaten, die K+S am Montag veröffentlichte.

Jahresausblick bekräftigt

Dank eines starken Geschäftsverlaufs im Ausland und hohen Vorbestellungen aus Europa erhöhten sich Umsatz und Gewinn im zweiten Quartal deutlich. Für die Anleger fast noch wichtiger war die Bestätigung der Jahresprognose. Im Geschäftsjahr 2011 erwirtschaftete K+S einen Umsatz von 4 Milliarden Euro. 2012 soll der Umsatz in etwa auf dem gleichen Niveau liegen, genauer gesagt zwischen 3,9 und 4,2 Milliarden Euro. Während im Salzgeschäft Rückgänge erwartet werden – allerdings gilt es ein starkes Vorjahr in diesem Segment zu berücksichtigen – rechnet K+S bei den Kali- und Magnesiumprodukten jetzt mit einem steigenden operativen Ergebnis. Dies ist umso überraschender, da der kanadische Konkurrent Potash erst kürzlich mit einer Gewinnwarnung die Anleger verschreckte. Offenbar ist es Potash nicht im gleichen Maß wie K+S gelungen, die derzeitigen Markttendenzen auszunutzen. So gibt es in den USA und anderen Ländern, die derzeit von einer Dürre heimgesucht werden, bei vielen Landwirten starke Anreize, die wetterbedingten Verluste durch einen höheren Einsatz von Düngemitteln auf einer möglichst großen Fläche zu kompensieren.

Mit dem Verkauf von K+S Nitrogen hat K+S einen Schnitt vollzogen. Das Unternehmen steht jetzt nur noch für Kali und Salz. Während bei Salz in den vergangenen Jahren durch diverse Zukäufe Wachstum produziert wurde, will man diese Strategie nun auch für den Kalibereich umsetzen. Der Wegfall des Bereichs Nitrogen ist verkraftbar, da dieser Markt der margenschwächste im Portfolio von K+S war. Nur 7 Prozent Marge im Vergleich zum Salz mit 12 und Kali mit 35 Prozent machen dies deutlich. In anderen Worten: Durch die verstärkte Fokussierung auf den Kalimarkt und die gleichzeitige Aufgabe margenschwacher Bereiche wird die neue K+S AG ein deutlich profitableres Unternehmen.

Kali-Kapazitäten steigen, Nachfrage ebenfalls

Das erste Projekt in diesem Bereich ist das Greenfield-Projekt Potash Kanada, mit dem die Kali-Kapazitäten ab 2015 um jährlich bis zu 2 Millionen Tonnen erhöht werden sollen. Derzeit verfügt K+S über eine Kaliproduktion von 7 Millionen Tonnen jährlich. Dass die K+S-Aktie dennoch eine vergleichsweise deutlich schlechtere Performance als die Hauptkonkurrenten Potash und Uralkali zeigte, ist umso unverständlicher, da beide Unternehmen Produktionskürzungen vornehmen mussten, während K+S ohne diese Maßnahmen auskam. Zudem prognostiziert der internationale Düngemittelverband (IFA) 2012/13 ein um 6 Prozent stärkeres Wachstum beim Kali als 2011/12, als die Nachfrage mit +0,4 Prozent stagnierte. Das Wachstum kommt laut IFA vor allem aus Asien und Lateinamerika.

Fazit: Der Agrarsektor ist durch die starken Preissteigerungen bei Mais, Sojabohnen und Weizen wieder in den Blickpunkt geraten. Und hohe Agrarpreise lassen tendenziell die Düngemittelnachfrage steigen. Zudem baut K+S das margenstarke Kaligeschäft aus. Charttechnisch hat die K+S-Aktie mit dem Ausbruch über den Widerstand bei 40 Euro ein neues Kaufsignal generiert, das den Weg bis zur Widerstandszone bei 44/45 Euro frei macht.

Stefan Böhm ist Chefredakteur des DaxVestor.

Der obige Text spiegelt die Meinung der jeweiligen Autoren wider. Instock übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche rechtliche oder sonstige Ansprüche aus.

 

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