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Anleger sollten nicht zu viel erwarten

Montag, 30. Juli 2012 um 08:20

Von Marc Nitzsche
EZB-Präsident Draghi hat angekündigt, den Euro mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln verteidigen zu wollen. Börsianer werteten das als Versprechen für neue expansive geldpolitische Schritte. Und weil man ähnliche quantitative Lockerungsmaßnahmen (im Englischen quantitative easing oder abgekürzt QE genannt) auch von der amerikanischen Notenbank erwartet, reagierten die Aktienmärkte zum Ende der abgelaufenen Woche darauf sehr freundlich.

Immer geringere Halbwertszeiten

Die Logik hinter diesem Denken der Anleger und diesem Kursverhalten erschließt sich allerdings nüchtern betrachtet nicht unbedingt. Denn zum einen verpuffen Maßnahmen dieser Art immer schneller und unter dem Strich hat die expansive Geldpolitik den Aktien- und Rohstoffmärkten zuletzt schon nicht mehr allzuviel gebracht. Zum anderen deuten diese fast schon verzweifelt anmutenden Stützungsmaßnahmen an, wie aussichtslose die volkswirtschaftliche Ausgangslage sein muss. Die Weltwirtschaft, oder besser gesagt die Staatsfinanzen, müssen schon in einem erbärmlichen Zustand sein, wenn Notenbanker mehr oder weniger offensichtlich ihre bisherigen Glaubensgrundsätze verraten und Geld drucken, als gäbe es kein Morgen mehr. Diese Bestandsaufnahme lässt auch nicht gerade auf eine bald wieder boomende Weltwirtschaft schließen. Und das wiederum spricht nicht gerade für eine rege Rohstoffnachfrage. Vielleicht dämmert das auch schon den meisten Marktteilnehmern, denn die Reaktion bei den Rohstoffpreisen auf die Draghi-Äußerungen ist zunächst relativ verhalten ausgefallen.

Fester Dollar als Bremse

Sollten demnächst tatsächlich neue geldpolitische Ankurbelungsschritte verkündet werden, dann kann das kurzfristig die Preise im Rohstoffsektor zwar stützen. Wunderdinge sollte man deswegen aber nicht erwarten. Mit einer dauerhaft wieder höheren Risikobereitschaft unter der Anlegerschaft kann jedenfalls nicht gerechnet werden. Am Rohstoffmarkt müssen wir uns vielmehr vermutlich auch für das zweite Halbjahr auf ein relativ schwieriges Umfeld einstellen. Zu kämpfen haben dürften die Rohstoffpreise insbesondere dann, falls der Dollar weiter anziehen sollte. Und weil die EU zur Behebung ihrer Probleme in der Peripherie eigentlich auf einen schwachen Euro angewiesen ist, spricht einiges dafür, dass genau das passieren wird.

Marc Nitzsche ist Herausgeber des Rohstoff-Trader.

Der obige Text spiegelt die Meinung der jeweiligen Autoren wider. Instock übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche rechtliche oder sonstige Ansprüche aus.

 

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