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Dax-Rallye kann weitergehen

Montag, 30. Juli 2012 um 08:01

Von Stefan Böhm
So funktioniert das Prinzip Hoffnung: Nachdem EZB-Chef Draghi eine stärkere Rolle der EZB bei der Eurorettung ins Spiel brachte, beendete der Dax seine Talfahrt und zog wieder über die 6.600-Punkte-Marke nach oben. Befeuert wurde die Rallye am Freitag noch durch Bekräftigungen von Merkel und Hollande, den Euro sichern zu wollen. An den Märkten herrschte daraufhin die Devise: „Da muss jetzt auch was kommen!“ Na, wenn man sich da mal nicht täuscht. Immerhin: Die EZB unter Draghi wird wohl zu Anleihekäufen greifen, wenn nötig. Und nötig ist es in der Tat. Stark in den Hintergrund rückte dabei die Quartalssaison, obwohl in der vergangenen Woche ein wahrer Zahlenregen auf die Anleger niederprasselte.

Direkte EZB-Interventionen?

Die EZB werde „alles Erforderliche“ zur Rettung der Währungsunion tun, sagte Chefnotenbanker Mario Draghi auf einer Konferenz in London. Die EZB sei bereit, innerhalb ihres Mandats den Euro zu erhalten. Besonders ein Satz ließ aufhorchen: Sollte die „Funktion der geldpolitischen Transmissionskanäle gestört sein, fällt das in unser Mandat“. Damit meint Draghi nichts anderes als direkte Anleihekäufe der EZB und letztendlich das, was auch die US-Notenbank Fed und die Bank of England praktizieren: Die Staatsfinanzierung mit der Notenpresse. Die Wirkung von Draghis Worten zeigte sich sofort am Devisenmarkt. Der gebeutelte Euro stieg kräftig an. Euro/US-Dollar sprang von 1,2150 aufmehr als 1,2350 Dollar und hat sich damit deutlich vom Tief bei 1,2050 Dollar erholt. Wie die EZB letztendlich am Markt aktiv werden wird, ist faktisch eher nebensächlich. Für die Anleger ist in der momentanen Situation nur wichtig, dass die Notenbank die Unsicherheit aus dem Markt nimmt – und genau dies scheint Draghi erst einmal gelungen zu sein.

Gemischte Unternehmensbilanzen

Die Eurokrise ließ die Quartalssaison in den Hintergrund rücken – zu Unrecht, denn es gab viele interessante Zahlen. SAP und Daimler konnten gefallen, bei VW ist die Wachstumsstory ebenfalls noch intakt. Allerdings waren manche Anleger enttäuscht, dass die Wolfsburger die Jahresprognose nicht anhoben. Das wäre zur Zeit aber wohl etwas zu viel des Guten gewesen. In den USA sorgten Boeing und Caterpillar mit positiven Überraschungen und Prognoseanhebungen für gute Stimmung. Katzenjammer herrscht dagegen bei den Zyklikern wie MAN und auch bei Siemens spürt man den weltweiten Konjunkturabschwung. Harte Zeiten brechen auch für Bankaktien an. Immerhin konnten sich unsere Leser über mehr als 100 Prozent Gewinn mit einem Short-Zertifikat auf die Deutsche Bank freuen. Der Online-Spieleanbieter Zynga, ein wichtiger Facebook-Partner, enttäuschte die Anleger mit miesen Zahlen und auch Facebook selbst konnte mit den Quartalszahlen die hohe Bewertung der Aktie nicht rechtfertigen. Selbst bei Apple zeigen sich Kratzer in der Wachstumsstory.

Fazit: Die Unternehmen – zwar nicht alle, aber viele – sind immer noch sehr erfolgreich. Die Gewinne steigen weiter, wenn auch nicht mehr so stark wie noch vor einigen Monaten. Oftmals werden die Gewinnsteigerungen aber hauptsächlich durch Kosteneinsparungen erzielt. Im Moment spielt das allerdings kaum eine Rolle, denn alles schaut nach Europa, wo sich eine entscheidende Wende andeuten könnte. Gibt es glaubhafte Lösungen für die Krise, dürften die Kurse noch viel stärker anziehen.

Stefan Böhm ist Chefredakteur des DaxVestor.

Der obige Text spiegelt die Meinung der jeweiligen Autoren wider. Instock übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche rechtliche oder sonstige Ansprüche aus.

 

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