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Angst vor Nahrungsmittelkrise ist zurück

Montag, 23. Juli 2012 um 14:00

Von Marc Nitzsche
Das Wetter sorgt weiter für Kapriolen an den Agrarrohstoffmärkten. Die Preise für Mais, Weizen oder Sojabohnen sind so stark nach oben geschossen, das in den Medien schon wieder eifrig darüber diskutiert wird, ob uns eine neue Nahrungsmittelkrise droht. Zudem wird heftig über Sinn und Unsinn von Bio-Kraftstoffen debattiert. 

Und in den nächsten Wochen dürfte über diese Themen noch viel mehr zu berichten sein. Denn wenn man der US-Wetterbehörde NOAA glaubt, hält die Dürre noch bis Ende Oktober an. Im Negativfall sorgt El Nino sogar bis Jahresende für Trockenheit. Damit dürfte dann nicht nur die laufende Ernte noch weiteren Schaden nehmen, sondern auch die Ernte im nächsten Jahr wäre gefährdet. Kritisch ist die Lage auch deshalb, weil die in den USA teuerste Dürre seit 1956 immer weitere Gebiete erfasst und auch die Anbaugebiete in Australien und Russland unter zu wenig Regen leiden.

Lage noch nicht so schlecht wie 2008

Die Vereinten Nationen zeigen sich besorgt, vergleichen die aktuelle Situation aber noch nicht mit der in den Jahren 2007 und 2008. Noch sind die Lagerbestände für Weizen nicht so niedrig wie damals und vor allem ist der speziell für viele Entwicklungsländer so wichtige Reispreis noch nicht entscheidend gestiegen.

Gebannt ist die Gefahr deswegen aber noch nicht. Denn oft folgt der Preis für Reis dem für Weizen mit einer gewissen zeitlichen Verzögerung. Stark steigende Nahrungsmittelpreise haben 2008 bekanntlich in einigen Entwicklungsländern zu regelrechten Hungerrevolten geführt. Dazu muss man auch wissen, dass in einigen asiatischen Ländern die Preise für Lebensmittel bis zu 60 Prozent vom Konsumentenpreisindex ausmachen.

Einen Rückschlag dieser Art kann die ohnehin schon angeschlagen wirkende Weltwirtschaft sicherlich nicht auch noch gebrauchen. Auch deshalb ist es verständlich, dass jetzt wieder die Diskussionen über die Bio-Kraftstoffe hoch kochen. Zum Verständnis: Die Ethanol-Industrie verbraucht alleine 40 Prozent der US-Maisernte. Vor diesem Hintergrund sehen sich Skeptiker bestätigt, die schon lange vor den preistreibenden Effekten von Bio-Kraftstoffen warnen. Politiker sollten sich darüber Gedanken machen. Aber vielleicht regelt ja auch einiges der Markt, hat doch das Ethanol zuletzt seinen Preisvorteil gegenüber Benzin bereits eingebüsst.

Marc Nitzsche ist Herausgeber des Rohstoff-Trader.

Der obige Text spiegelt die Meinung der jeweiligen Autoren wider. Instock übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche rechtliche oder sonstige Ansprüche aus.

 

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