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War es das schon wieder?

Montag, 23. Juli 2012 um 09:07

Von Stefan Böhm
Der Konjunkturoptimismus ist in der vergangenen Woche gestiegen und wurde befeuert durch überwiegend besser als erwartet ausgefallene Quartalszahlen. Zwar kürzten einige Unternehmen ihre Umsatzprognose für 2012, wie zum Beispiel Intel oder Alcatel-Lucent, insgesamt zeigen sich aber nur wenig Bremsspuren in den Bilanzen. Und dass ein Unternehmen wie der Kraftwerksbauer Alstom über steigende Auftragseingänge berichtet, spricht nun wirklich gegen eine konjunkturelle Abwärtsspirale. Die teils schwach ausgefallenen US-Konjunkturdaten und neue Sorgen um Spanien bremsten den Optimismus dann allerdings zum Wochenschluss.

Trotz guter Quartalszahlen: Der kräftige Kursanstieg an den Börsen, vor allem auch beim Dax, überrascht. Der Grund dafür ist, dass auch Anlageprofis nicht frei von Stimmungen sind. Und die Berichterstattung der vergangenen Monate über die Eurokrise, die Konjunktursorgen in China und die Lähmung der US-Wirtschaft hat ihre Spuren hinterlassen. Viele Börsianer rechneten daher mit negativen Überraschungen bei den Quartalszahlen. Doch es kam anders: 70 Prozent der 100 US-Unternehmen, die bisher Zahlen vorgelegt haben, konnten die Erwartungen übertreffen. Nun überdenken viele Anleger ihre skeptische Einstellung und kaufen – getrieben vom Zwang, Rendite zu erzielen – Aktien. Aber wieso behaupten sich die Unternehmen so erstaunlich gut?

Unternehmen sind krisengestärkt

Ein Grund dafür ist, dass die Unternehmen heute viel vorsichtiger sind als bei der Rezession 2008/09. Damals befanden sich die Lagerbestände auf einem hohen Niveau und viele Vorstände waren nach einer langen Aufschwungphase noch auf anhaltendes Wachstum gepolt. Heute ist das anders. Nach vier Jahren einer sich hinschleppenden immer wieder an- und abschwellenden Finanzkrise sind die Unternehmen krisengestärkt. Die Unternehmensziele haben mehr Augenmaß. Auch wurden die Kostenstrukturen vielfach auf Vordermann gebracht, so dass bei zunehmendem Gegenwind nicht gleich auf Kürzungen gesetzt werden muss. Das gilt natürlich nicht für alle Unternehmen, aber es gilt für die Mehrzahl. Doch vor Euphorie sollten wir uns hüten: Die Probleme sind nach wie vor da, am Aktienmarkt wird derzeit nur ein übertriebener Pessimismus korrigiert.

Fazit: Die Stärke des Dax seit Ende Juni ist beeindruckend: Der Index konnte sich erst über der Unterstützung bei 6.400 Punkten behaupten und dann den starken Widerstand bei 6.650 Punkte überwinden. Zum Wochenschluss ist der Index aber am Widerstand bei 6.750 Punkten gescheitert. Denn: So gut ist das fundamentale Umfeld auch wieder nicht. Und die nächsten negativen Nachrichten kommen bestimmt.

Stefan Böhm ist Chefredakteur des DaxVestor.

Der obige Text spiegelt die Meinung der jeweiligen Autoren wider. Instock übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche rechtliche oder sonstige Ansprüche aus.

 

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