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Investmentchancen im Rohstoffland

Mittwoch, 18. Juli 2012 um 08:15

Von Stefan Böhm
Kasachstan? Ach ja, das Land in Asien, irgendwo hinter Russland. Die meisten von uns dürften eine eher vage Wahrnehmung des rohstoffreichen Landes haben, das rund siebenmal größer als Deutschland ist. Das mit nicht einmal 17 Millionen Menschen jedoch sehr dünn besiedelte Land erlebte seit der Unabhängigkeit von der Sowjetunion 1991 einen rapiden Aufschwung, der vor allem auf dem Rohstoffreichtum basiert. Neben Industrie- und Edelmetallen ist vor allem die Ölindustrie einer der Treiber der kasachischen Wirtschaft.

Zwar ist Kasachstan nicht immun gegen die Schwankungen der Weltwirtschaft, jedoch hat sich das Land als relativ stabil gezeigt. Das Wachstum wird 2012 mit geschätzten 5,9 Prozent weiterhin hoch bleiben, höher zumindest als in vielen anderen Emerging Markets und auf Augenhöhe mit Ländern wie Indien. Der große Bruder Russland wurde in den vergangenen Jahren sogar abgehängt. Selbst 2009, als Russland mit einem Wirtschaftseinbruch von minus 7,9 Prozent tief in die Rezession rutschte, konnte Kasachstan weiter wachsen. Die Volkswirte des Internationalen Währungsfonds prognostizieren auch für dieses und nächstes Jahr Wachstumsraten im Bereich von 6 Prozent und damit deutlich höhere Raten als in Russland. Dennoch muss man zur Kenntnis nehmen, dass das Wachstum damit deutlich unter dem langjährigen Schnitt der vergangenen zehn Jahre von mehr als 9 Prozent liegt. Nichtsdestotrotz ist die Transformation der kasachischen Volkswirtschaft bislang überwiegend ein Erfolg.

Wirtschaftliche Entwicklung schreitet fort

Um die Abhängigkeit von den Rohstoffen zu verringern, wurden Investitionen in den weiteren Ausbau der Wertschöpfungskette angestoßen, so in die Hüttenindustrie, die Chemie, die Düngemittelproduktion und andere Bereiche. Die Krise in Europa hat seit 2008 sogar eher positive Auswirkungen gezeigt, denn durch die ultralockere Geldpolitik der EZB, der Fed und der Bank of England ist viel Liquidität im Markt, die auch in Direktinvestitionen in die Emerging Markets fließt. 2011 flossen 812 Milliarden Euro in die Schwellenländer und damit fast so viel wie im bisherigen Rekordjahr 2008. Angesichts der strukturellen Schwächen in vielen Industrieländern sehen sich viele Unternehmen geradezu in die Emerging Markets hineingedrängt – die Globalisierung schreitet zweifelsohne weiter voran. Auch in der Landwirtschaft ist Kasachstan ein wichtiger Player. Das Land versorgt sich nicht nur komplett selbst, sondern exportiert wichtige Agrarrohstoffe wie beispielsweise Getreide.

Im Vergleich zu anderen Emerging Markets ist der Aktienmarkt jedoch noch eher unterentwickelt. Zu den meistgehandelten Aktien zählen Rohstoffwerte und Banken. Ein Investment in kasachische Aktien ist daher sogleich auch eine Positionierung auf dem Rohstoffmarkt. Charttechnisch hat der in Euro an der Wiener Börse berechnete Kazakh Traded Index nach einer langen Talfahrt bei 450 Punkten einen Boden ausgebildet und einen Angriff auf den Widerstand bei 500 Punkten gestartet. Ein Ausbruch über diese Marke wäre ein starkes charttechnisches Signal für ein Ende der Baisse.

Fazit: Rohstoffe und die sich entwickelnden Industriezweige machen Kasachstan zu einem attraktiven Investmentstandort. Mit einem Indexzertifikat kann man auf einfache Art in vier Rohstoff- und zwei Bankaktien des Landes investieren. Hauptrisiko ist eine Verschärfung der Wirtschaftskrise im Westen, von der sich das Land nicht komplett abkoppeln kann. Für ein Investment sprechen dagegen die niedrige Bewertung der im Index enthaltenen Aktien und der Rückgang der Inflation, welcher der Notenbank neuen Spielraum für eine Lockerung der Zinsen einräumt.

Stefan Böhm ist Chefredakteur des DaxVestor.

Der obige Text spiegelt die Meinung der jeweiligen Autoren wider. Instock übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche rechtliche oder sonstige Ansprüche aus.

 

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