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Eine Hoffnung ersetzt die andere

Montag, 16. Juli 2012 um 08:06

Von Stefan Böhm
An den Märkten werden derzeit große Hoffnungen auf die US-Notenbank gesetzt. Ein weiteres Programm zum Aufkauf von Anleihen soll eine neue Liquiditätsspritze bringen. Doch da ist man wohl etwas zu optimistisch. Das in der vergangenen Woche veröffentlichte Protokoll der Fed-Sitzung zeigte einen stark gespaltenen Zentralbankrat. Es gibt erhebliche Zweifel am Nutzen eines solchen Programms. Bei der nächsten Sitzung Anfang August ist nicht mit entsprechenden Maßnahmen zu rechnen. Allerdings: Sollte sich die Konjunkturlage deutlich verschärfen, dann würden die Notenbanker sicher tief in ihre Werkzeugkiste greifen. Trotzdem sorgte das Protokoll erst einmal für Ernüchterung an den Aktienmärkten.

Die weltweit veröffentlichten Konjunkturdaten fielen in der vergangenen Woche allerdings recht gemischt aus. In Großbritannien und Italien gab es im Mai einen überraschend deutlichen Anstieg der Industrieproduktion und das gilt auch für die EU insgesamt. Das zerstreute erst einmal die Befürchtungen, die konjunkturelle Abwärtsspirale könnte an Dynamik gewinnen. Dafür enttäuschten aber die Arbeitsmarktdaten aus Australien. Und die Notenbank in Südkorea verstärkte mit einer überraschenden Zinssenkung eher die Unsicherheit an den Märkten, als zur Beruhigung beizutragen.

Hoffen auf Peking

Überhaupt Asien: Dieser wichtige Wachstumsmotor macht derzeit genau genommen die größten Sorgen. Chinas Wirtschaft expandiert so langsam wie seit Jahren nicht mehr und das lässt die ganze Region schwächeln. Im zweiten Quartal hat sich die Wachstumsrate für das BIP von 8,1 auf 7,6 Prozent reduziert. Doch in China gilt – wie auch global – es ist eher mit einer langsamen Abschwächung der Konjunktur zu rechnen als mit einem Einbruch. Paradoxerweise haben die Börsen auf die eigentlich schwachen Daten aus China positiv reagiert. Tenor: Die Regierung in Peking müsste nun erst recht Maßnahmen zur Wachstumsstimulierung ergreifen. Doch solche Spekulationen sind häufig kurzlebig.

SAP veröffentlichte am Donnerstag überraschend die Eckdaten für das zweite Quartal – und die konnten überzeugen. Noch kurz zuvor hatten schwache Zahlen von Konkurrenten aus der Softwarebranche auf den Kurs von SAP gedrückt. Die Aktie legte deutlich zu und stieg wieder über den Widerstand bei 48 Euro. Es besteht Potential bis 51 Euro. Das beruhigte die Börsianer zwar etwas, insgesamt herrscht aber Unsicherheit vor der Quartalssaison: In den USA könnte es erstmals seit drei Jahren im Durchschnitt einen Gewinnrückgang geben. Da halten sich die Anleger mit Käufen lieber erst einmal zurück.

Fazit: Allen Widrigkeiten zum Trotz konnte der Dax wieder über die Marke von 6.500 Punkten steigen. Das Hoffen auf China ersetzte zum Wochenschluss das Hoffen auf die US-Notenbank. Doch letztlich sind das alles nur Hoffnungen. Starke Kursausschläge sind je nach Datenlage jederzeit möglich, aber am wahrscheinlichsten ist derzeit eine volatile Seitwärtsbewegung des Index.

Stefan Böhm ist Chefredakteur des DaxVestor.

Der obige Text spiegelt die Meinung der jeweiligen Autoren wider. Instock übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche rechtliche oder sonstige Ansprüche aus.

 

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