28.02.2020 - 12:41 | Lesezeichen | Startseite | Newsletter | Suche | Kontakt | Seite drucken | Sitemap   
 
   

Wo Sie neue
Boom-Börsen finden?!

 

  Geheime Aktien-Gewinnstrategie?!

      Menü

    Home

      Wissen

      Börsen-ABC
      Anlegerrecht


        Twitter & Facebook

        



Anzeige  


 

Suche

 


Kursabfrage

 



 
Kunst im Frühling


 


 

 

 

 

Sicherheit für Ihr Depot in der Urlaubszeit

Mittwoch, 11. Juli 2012 um 16:15

Von Thomas Grüner
Die Aktienmärkte zeichnen sich seit jeher durch eine erhöhte Volatilität gegenüber anderen Anlageklassen aus. Den Menschen macht diese Angst. Um den befürchteten Schwankungen nicht „hilflos ausgeliefert zu sein“, werden Orderzusätze wie Stopp-Loss-Limits von Anlageberatern empfohlen und auch in den Medien angepriesen. Das Konzept klingt verlockend. Dabei wird bei Erreichen einer bestimmten Verlustschwelle automatisch ein Verkauf des gehaltenen Wertpapiers ausgelöst und damit im wörtlichen Sinne der Verlust begrenzt – dies soll dem Anleger eine Art Sicherheitsgefühl vermitteln. Gerade in der Urlaubszeit sollen Stopp-Loss-Limits den Anleger vor bösen Überraschungen nach der Heimkehr schützen. Grünes Licht für einen unbeschwerten Urlaub?

Das Prinzip einer Stopp-Loss-Strategie mutet recht sympathisch an – setzt man beispielsweise das Niveau bei 15 Prozent an, so wird das Portfolio niemals Werte enthalten, die sich unterhalb dieser Verlustschwelle bewegen. Nüchtern betrachtet bleibt allerdings auch festzuhalten: Stopp-Loss-Limits generieren keinesfalls Erträge. Viel mehr wird ein sicherer Verlust in Kauf genommen und jegliche Chancen auf eine Kurserholung werden eliminiert. Folgende Problemstellung muss analysiert werden: Wenn der Einsatz von Stopp-Loss-Limits bei einer Schwelle von 15 Prozent hilfreich für Ihr Portfolio ist, wäre es eventuell ja noch gewinnbringender, die Verluste schon bei 10 Prozent einzugrenzen. Wo liegt im finalen Schritt dann die optimal gewählte Verlustgrenze, um die Performance tatsächlich nachhaltig zu verbessern? Diese Frage kann Ihnen niemand beantworten. Ein klarer Hinweis auf die Tatsache, dass dieses Konzept grundlegend nicht funktioniert. Anschließend stellt sich nämlich die entscheidende Frage: Wie und wann soll die freigewordene Liquidität wieder investiert werden? In dieselbe Aktie, nur zu einem späteren Zeitpunkt? Wenn ja – zu welchem Einstiegsniveau? Alternativ eine andere Aktie aus einem komplett anderen Sektor? Gleichgültig wie sie sich entscheiden – es gibt keine Gewissheit darüber, wie der erlittene Verlust am schnellsten wieder aufgeholt werden kann. Aktien haben keine serielle Korrelation!

Gegenbeispiele

Starke Korrekturen ziehen oftmals starke Aufwärtsbewegungen nach sich – die Kurserholung erfolgt dabei unmittelbar. Wer in diesen Phasen „ausgestoppt“ wird, verzeichnet sichere Verluste und verfolgt die Gegenbewegung nur von der Seitenlinie. Heftige Bewegungen an den Aktienmärkten – beispielsweise verursacht durch externe Schocks – sind dabei nicht selten. Wer am 11. September 2001 oder während des Erdbebens in Fukushima im März 2011 im Urlaub weilte und nach wenigen Wochen zurückkehrte, der fand die Aktienmärkte nahezu unverändert – und sein Depot deutlich in Mitleidenschaft gezogen. Fast alle Stopp-Loss-Limite hätten zwischenzeitlich gegriffen und das Depot tief im Minus geleert. Ist das sinnvoll?

Fazit: Der systematische Einsatz von Stopp-Loss-Limits soll Anleger in Sicherheit wiegen. In Wirklichkeit birgt diese Strategie allerdings zusätzliche Risiken und erhöht dazu noch die Transaktionskosten. Die Stopp-Loss-Strategie ist bei Investoren weit verbreitet – und dennoch nachweislich nicht profitabel. Nutzen Sie die Mathematik! Denken Sie bei Ihren Aktieninvestments lieber langfristig und vertrauen Sie auf die Wachstumsaussichten ausgewählter Unternehmen – und lassen Sie sich nicht durch natürliche Schwankungen von diesem Weg abbringen.


Fragen zum Beitrag beantworte ich gerne per eMail an feedback@gruener-fisher.de.

Thomas Grüner ist Firmengründer und Geschäftsführer der Vermögensverwaltung Grüner Fisher Investments GmbH. Weitere Informationen unter
www.gruener-fisher.de

Der obige Text spiegelt die Meinung der jeweiligen Autoren wider. Instock übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche rechtliche oder sonstige Ansprüche aus.

 

Anzeige


 


 
 
 
 
 
 
 
       
     


© 1999 - 2018 by instock.de | Mediadaten | Impressum | Datenschutz