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Aktien vor neuen Tiefschlägen?

Montag, 21. Mai 2012 um 09:26

Von Stefan Böhm
Was soll man davon halten? In Griechenland gibt es am 17. Juni erneut Wahlen und die extreme Linke führt die Umfragen an. Gleichzeitig dreht die EZB bei einigen griechischen Banken den Geldhahn zu und die Griechen beginnen damit, Bargeld zu horten. Ist das der Anfang des griechischen Euro-Austritts beziehungsweise -Rauswurfs? Sicher kann man sich da nicht sein, jedoch sehe ich bei einem Wahlsieg von Syriza eine relativ große Wahrscheinlichkeit für dieses Szenario. Sicher ist nur, dass die Zeit bis zu den Wahlen an den Märkten zur Hängepartie werden wird.

Gemischte Konjunkturnachrichten

Wo würden wohl die Aktienmärkte stehen, wenn es die Unsicherheiten um Griechenland & Co. nicht geben würde? Wahrscheinlich ein ganzes Stück höher, denn die große Mehrzahl der Unternehmen steht gut da; das haben auch die Quartalszahlen gezeigt. Die zuletzt veröffentlichten BIP-Daten für Deutschland brachten ebenfalls eine positive Überraschung. Im ersten Quartal wuchs das BIP um 0,5 Prozent gegenüber dem Vorquartal und damit deutlich stärker als die erwarteten +0,1 Prozent. Die zweitwichtigste Volkswirtschaft der Eurozone, Frankreich, schaffte immerhin noch eine Null, während Italien und Spanien erwartungsgemäß in der Rezession stecken. Überraschend gute BIP-Daten kamen auch aus Japan.

Wachstum durch Ausgabenprogramme?

Dort wuchs die Wirtschaft im ersten Quartal um 1,0 Prozent gegenüber dem Vorquartal und damit etwas stärker als erwartet. Der Grund für das japanische Wachstum ist neben den Exporten der starke Anstieg der Staatsausgaben – Wasser auf die Mühlen derjenigen, die auch in Europa Konjunkturprogramme fordern. Der neue französische Präsident Hollande wie auch seine deutschen Parteifreunde von der SPD wollen das ohne neue Schulden schaffen. Es sollen die ungenutzten Milliarden aus EU-Programmen eingesetzt werden. Da fragt man sich schon, was ist das für ein System, bei dem offenbar viele Milliarden Euro nicht dem Zweck zugeführt werden, für den sie gedacht sind. Und: Die Länder, die bislang großzügig gefördert wurden, sind zumeist auch die größten Sorgenkinder der aktuellen Krise. Ohne grundlegende Reformen am System besteht die große Gefahr, dass auch diese Milliarden letztlich nutzlos verbuddelt werden.

Fazit: Die anhaltende Unsicherheit um die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in der Eurozone hat den Dax unter die Unterstützung bei 6.350 Punkten bis zu einem Tief bei 6.250 Punkten gedrückt. Das ist charttechnisch ein negatives Zeichen. Es ist damit zu rechnen, dass die gedrückte Stimmung trotz positiver Unternehmens- und Konjunkturnews aus Deutschland bis zu einer Klärung der Lage in Griechenland – egal wie diese dann ausfällt – anhält.

Stefan Böhm ist Chefredakteur des DaxVestor.

Der obige Text spiegelt die Meinung der jeweiligen Autoren wider. Instock übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche rechtliche oder sonstige Ansprüche aus.

 

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