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Rückschlag nur ein Intermezzo?

Samstag, 24. Mrz 2012 um 08:03

Von Stefan Böhm
Sind die 7.000 Punkte nach wenigen Tagen schon wieder Geschichte? Diese Frage kann derzeit noch nicht beantwortet werden. Der Dax fiel am Donnerstag erstmals seit dem 13. März wieder unter die 7.000 Punkte-Marke und setzte damit zur erwarteten Korrektur an. Auslöser für die Gewinnmitnahmen waren unerwartet schwache Konjunkturdaten aus Deutschland.

Der Einkaufsmanagerindex fiel im März um 2,1 auf 48,1 Punkte und somit unter die Wachstumsschwelle von 50 Punkten. Zwar befindet sich die Produktion noch im Wachstum, doch die Auftragseingänge gingen im März erneut zurück. Die schlechte Entwicklung steht im Widerspruch zum Ifo-Geschäftsklima, das zuletzt unerwartet stark steigen konnte. Am Montag wird es daher spannend, denn pünktlich zum Wochenstart gibt es dann die neue Ifo-Umfrage, die dabei helfen wird, die Konjunktursorgen zu zerstreuen – oder aber noch zu verstärken. Etwas besser lief es dagegen im Dienstleistungssektor. Der Einkaufsmanagerindex für diesen Bereich fiel im März um 1 auf 51,8 Punkte.

Was macht die Europäische Zentralbank?

Aus der EZB gab es zuletzt Anzeichen dafür, dass die Notenbank den Krisenmodus bald beenden wird – zumindest ein bisschen. So könnte der Aufkauf von Pfandbriefen demnächst auslaufen, worauf vor allem die Bundesbank Wert legen dürfte. Die deutschen Notenbanker fühlen sich bekanntlich mit der hyperexpansiven Geldpolitik überhaupt nicht wohl und suchen Wege zum Ausstieg aus den geldpolitischen Notmaßnahmen. Nach der zweimaligen Flutung des europäischen Bankensystems mit Liquidität durch die EZB ist eine weitere Hilfe für den Pfandbriefsektor auch nicht mehr notwendig. Nichtsdestotrotz kann man davon ausgehen, dass die EZB wieder zu allen möglichen Stützungsmaßnahmen zurückkehren wird, sollte dies wieder nötig werden. Auch nach dem Griechenland-Schuldenschnitt ist die Schuldenkrise noch nicht vorüber. Vor allem in Portugal gibt es nach wie vor Krisensignale, die zur Vorsicht mahnen. Wie auch in den anderen Wackelstaaten sind hier vor allem Wachstumsimpulse gefragt, um der Misere Herr zu werden.

Nach einem Gewinnrückgang 2011 erwartet Metro-Chef Koch 2012 nur stagnierende Erträge. Der Verkauf der Töchter Kaufhof und Real wurde überraschenderweise vorerst abgesagt. Damit enttäuscht der Handelskonzern weiterhin seine Aktionäre. Bei den Elektronikmärkten will Metro nun mit Kampfpreisen Marktanteile einfahren. Die Aktionäre sind jedoch skeptisch – zu Recht. Die Aktie fiel erneut unter die Unterstützung bei 30 Euro.

Fazit: Mit dem Rutsch unter die 7.000 Punkte hat der Dax zwar ein negatives Chartsignal geliefert. Erst bei einem Schlusskurs unter 6.850 Punkten würde die Chartampel aber auf Rot schalten. Ob es zu einer tiefergehenden Korrektur kommt, ist jedoch fraglich. Konjunktursorgen auf der einen Seite und eine Liquiditätsschwemme auf der anderen Seite neutralisieren sich. Da immer noch viele Anleger wenig oder gar nicht investiert sind, halten wir das Abwärtspotential für begrenzt.

Stefan Böhm ist Chefredakteur des DaxVestor.

Der obige Text spiegelt die Meinung der jeweiligen Autoren wider. Instock übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche rechtliche oder sonstige Ansprüche aus.

 

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