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Ägypten und der Suezkanal

Montag, 7. Februar 2011 um 10:18

Von Marc Nitzsche
Die globalen Nachrichten behandelten in den vergangenen Tagen überwiegend nur ein Thema: Ägypten. Es scheint, als taumelt ein arabisches Regime nach dem anderen. Das tunesische Staatsoberhaupt konnte dem Druck nicht mehr standhalten und floh ins Exil. Nun rebelliert das ägyptische Volk. Das Ziel ist, wie auch in Tunesien, der Sturz des Staatschefs.

Es herrscht die Sorge, dass dies zu einem Trend werden könnte und somit zu weiteren Unruhen in den anderen arabischen Ländern. Die Unzufriedenheit in den meisten Staaten im Nahen Osten ist hoch. Es herrscht eine hohe Arbeits- und Perspektivlosigkeit in der Gesellschaft. Deshalb kann es durchaus vorkommen, dass wir in den nächsten Wochen von Unruhen in Jemen hören könnten, jedoch sind da die möglichen Auswirkungen auf die Weltwirtschaft belanglos.

Bedeutung des Suezkanals

Der Sueskanal gehört zu den wichtigsten Transportrouten weltweit. Konflikte in dieser Region könnten zu einer Blockade oder einer Schließung des Kanals führen und hätten enorme Auswirkungen auf die Wirtschaft. Die Wahrscheinlichkeit, dass es zu einer Schließung des Sueskanals kommen könnte, ist im Moment aber sehr gering. Die Stabilität Ägyptens würde dadurch nur noch mehr gefährdet werden.

Der Sueskanal ist 192 Kilometer lang und ermöglicht den Import von Rohöl und Waren nach Europa. Der Kanal wird pro Jahr ungefähr 20.000 Mal durchfahren und sichert Ägypten Einnahmen von ingesamt rund 5 Milliarden Dollar. Eine Fahrt kann bis zu 500.000 US-Dollar kosten. Ausgerechnet in dieser Region finden die aktuellen Unruhen statt.

Eine Schließung des Kanals würde zu enormen Umwegen in den Schiffahrtsrouten führen. Schiffe müssten dann um Afrika (Kap der guten Hoffnung) fahren, was einer Extrastrecke von 9.600 Kilometer entspricht und zwei Wochen länger dauern würde. Die zusätzlich anfallenden Kosten würden zwangsweise den Preis der importierten Waren und des Rohöls um ein Vielfaches nach oben treiben.

Die Sorgen um einen möglichen schlechten Ausgang der Unruhen kann man aktuell am hohen Preis des Rohöls Sorte Brent feststellen. Der März-Kontrakt für ICE Brent notierte im Hoch bei 103 Dollar. Der steigende Preis lässt sich somit unter anderem auf eine steigende Unsicherheit zurückführen. Eine Stabilisierung der Lage in Ägypten würde höchstwahrscheinlich auch den starken Öl-Preisanstieg beruhigen.

Marc Nitzsche ist Herausgeber des Rohstoff-Trader

Der obige Text spiegelt die Meinung der jeweiligen Autoren wider. Instock übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche rechtliche oder sonstige Ansprüche aus.

 

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