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Wirtschaft wächst langsamer

Mittwoch, 25. September 2019 um 19:34

Von Thomas Grüner
Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass die Weltwirtschaft derzeit nicht auf vollen Touren läuft. In den vergangenen Monaten haben sich die Wirtschaftsdaten aus der Eurozone, Großbritannien, Japan, China und zumindest teilweise auch in den USA abgeschwächt. Anleger sehen sich mit besorgniserregenden Trends konfrontiert: Chinas Fabriken und Verbraucher geraten ins Straucheln, da die Wachstumsraten der Industrieproduktion und der Einzelhandelsumsätze zurückgehen. Der Brexit belastet die britische Wirtschaft – kein Ende ist in Sicht. Deutschland wandelt am Rande der Rezession und leidet unter der industriellen Schwächephase. Die Eurozone wächst langsamer, in Japan belastet eine bevorstehende Steuererhöhung die inländische Nachfrage zusätzlich. Handelt es sich nur um eine Wachstumsdelle oder sind doch eindeutige Hinweise auf eine bevorstehende globale Rezession gegeben?

Ein Bullenmarkt verträgt eine Menge

Eine Wachstumsdelle ist aus unserer Sicht weitaus wahrscheinlicher. Im Rahmen einer wirtschaftlichen Expansion treten regelmäßig Zwischenphasen mit verlangsamtem Wachstum auf. Schließt sich eine erneute Beschleunigung an, können sich die Aktienmärkte kräftig nach oben bewegen. Die jüngste Schwäche weist mehrere Merkmale auf, die mit vorangegangenen Verlangsamungen – wie 2011 bis 2012 und 2015 bis 2016 – zusammenhängen. Damals wie heute wurden die Anleger von globalen Rezessionsängsten heimgesucht, erst verursacht durch die Eurokrise, dann durch Chinas Durststrecke und den Ölpreis-Kollaps, aktuell sind Brexit-Sorgen und der Handelskrieg die Stimmungstöter. Vor allem im Rahmen der Eurokrise hatten die Märkte zahlreiche BIP-Rückgänge in wichtigen Volkswirtschaften zu verkraften, darunter Deutschland, Spanien, Frankreich, Italien, Großbritannien, Japan und die USA. Einige, einschließlich der Eurozone, landeten offiziell in der Rezession. Auch im Verlauf der Jahre 2015 und 2016 ächzte die Industrie rund um den Globus unter der wirtschaftlichen Verlangsamung.

Der globale Bullenmarkt wurde dadurch jedoch nicht aus der Bahn geworfen, obwohl die Aktienmärkte jeweils von heftigen Korrekturen durchgeschüttelt wurden. Damals wie heute diente das globale fundamentale Umfeld als ultimative Stütze, welches weitaus robuster ist als von vielen Marktteilnehmern angenommen wird. Ebenso sind die dunkelsten Momente im laufenden Bullenmarkt dadurch vereint, dass die negativen Entwicklungen einfach nicht durchschlagskräftig genug waren, um tatsächlich eine Rezession auf globaler Ebene hervorzurufen.

Erwarten Sie weitere Geduldsproben

Wer Aktien langfristig hält, bringt sich in eine hervorragende Position, um auch ambitionierte Anlageziele zu erreichen. Warum macht es dann nicht einfach jeder? Weil die Schmerzen, die man ertragen muss, manchmal hoch sind. Wirtschaftliche Schwächephasen, die von sinkenden Kursen und schlechter Stimmung begleitet werden, gehören zu den härtesten Geduldsproben. Erst im Nachgang stellen sich diese dunklen Momente als hervorragende Einstiegszeitpunkte heraus, nicht als Momente, in denen man am Aktienmarkt das Handtuch werfen sollte. Solange das fundamentale Umfeld die niedrige Erwartungshaltung schlagen kann, ist es nicht an der Zeit, sich vom Aktienmarkt abzuwenden – eine treffende Beschreibung der heutigen Situation.

Fazit: Das Kalenderjahr 2019 wird aller Voraussicht nach als sehr positives Börsenjahr in die Bücher eingehen. Wie viele Anleger haben sich dabei so richtig wohlgefühlt, während sie diese Rendite einstreichen? Der unbeliebte Bullenmarkt geht weiter – und behält sich alle Möglichkeiten vor, weiterhin positiv zu überraschen.

Fragen zum Beitrag beantworte ich gerne per E-Mail an feedback@gruener-fisher.de.

Thomas Grüner
ist Gründer und Vice Chairman der Vermögensverwaltung Grüner Fisher Investments. Weitere Informationen unter www.gruener-fisher.de.


Der obige Text spiegelt die Meinung der jeweiligen Autoren wider. Instock übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche rechtliche oder sonstige Ansprüche aus.

 

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