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2018 – ein verlorenes Jahr?

Donnerstag, 25. Oktober 2018 um 09:16

Von Thomas Grüner
Die Kursrückgänge der vergangenen Wochen haben ihre Wirkung nicht verfehlt. Die Stimmung unter – insbesondere deutschen – Anlegern hat sich merklich abgekühlt. Diverse Crash-Warnungen machen in den Medien die Runde. Alle alten Ängste werden wieder aus den Schubladen gekramt. Dabei ist eigentlich nicht viel passiert. Wie passt das zusammen?

Korrektur bisher moderat

Vergleicht man das Börsenjahr 2018 mit dem Verlauf der einzelnen Jahre in den vergangenen Jahrzehnten, dann ist das bisherige Jahr sehr unspektakulär. Die Volatilität ist nicht besonders hoch. Schon gar nicht im Vergleich zur Spätphase des Bullenmarktes der 90er Jahre. Schauen Sie sich einmal die Kursverläufe der Jahre 1997 oder 1998 an. Verglichen mit 2018 waren damals extreme Kursverluste und extreme Zwischenkorrekturen zu verzeichnen. Unmittelbar nach Ende der Korrekturen in diesen beiden Jahren nahm der Bullenmarkt wieder beschleunigt an Fahrt auf.

Aufwärtspotential entsteht fast immer aus positivem Überraschungspotential. Positive Fakten werden ignoriert. Vermeintliche Negativpunkte und Sorgen werden übergewichtet beziehungsweise überzogen dargestellt. Genau diese Konstellation beobachten wir derzeit. Noch vor wenigen Wochen feierten die US-Börsen den längsten Bullenmarkt der Geschichte. Wenige schwache Tage reichten jetzt bereits aus, um die große Skepsis zurückkehren zu lassen. Die berühmte „Wall of Worry“, die Mauer der Angst, ist schon wieder beträchtlich gewachsen. Für die kommenden Monate eine positive Ausgangslage!

Bankprognosen werden gekippt

Man sieht an den Prognosen der Banken für 2018 wieder wunderbar, dass deren Erwartungshaltung stark an der kurzfristigen Entwicklung der Märkte hängt. Die bisherigen Rückgänge bewirkten bereits eine spürbare Revision ihrer Jahresziele nach unten. Diese Korrelation konnte man in den vergangenen Jahren auch schon beobachten. Auch dieser Zusammenhang spricht für eine gute Ausgangslage und Überraschungspotential im positiven Sinn.

Richten Sie Ihren Fokus immer auf die maßgeblichen Faktoren. Lassen Sie sich dabei vom täglichen Mediengetöse und kurzfristigen Schwankungen nicht ablenken. Donald Trump ist quasi der Prototyp dieser Entwicklung. Unser Zeitgeist von sich immer schneller verbreitenden und immer unsinnigeren Nachrichten treibt viele Anleger in den gefühlten Wahnsinn. Trump macht sich dabei diese Hyperaktivität zu Nutze. Er füttert die Welt mit kurzfristigen Nachrichten, setzt die Themen in den täglichen Diskussionen und nutzt das für seine Ablenkungsmanöver aus. Tappen Sie nicht in diese Fallen!

Nüchterne Vergleiche

Vergleichen Sie die heutige Stimmung anhand möglichst neutraler Kennzahlen und Faktoren mit dem Bullenmarkt der 90er Jahre: Nach 9,5 Jahren Bullenmarkt herrschte damals im Jahr 2000 Goldgräberstimmung, eine Rekordzahl von unsinnigen IPOs machte die Runde und fast jeder Anleger befand sich im Rausch, in der absolut optimistischen Ecke. Und heute? Vergleichen Sie selbst.

Fazit: Das derzeitige Sentiment erscheint viel zu skeptisch. Alle positiven Faktoren werden als zu schön, um wahr zu sein betrachtet oder ignoriert. Wirklich gefährliche Euphorie kann in diesem Muster überhaupt nicht entstehen. Auch wenn 2018 nicht allzu positiv in die Börsengeschichte eingehen wird, die Welt wird sich weiterdrehen und der globale Bullenmarkt vermutlich noch geraume Zeit bestehen bleiben.

Fragen zum Beitrag beantworte ich gerne per E-Mail an feedback@gruener-fisher.de.

Thomas Grüner
ist
Gründer und Vice Chairman der Vermögensverwaltung Grüner Fisher Investments. Weitere Informationen unter www.gruener-fisher.de.

Der obige Text spiegelt die Meinung der jeweiligen Autoren wider. Instock übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche rechtliche oder sonstige Ansprüche aus.

 

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