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Jahr der falschen Ängste

Donnerstag, 15. Dezember 2016 um 10:16

Von Thomas Grüner
Zeit für ein erstes Resümee: Das bisherige Börsenjahr 2016 ist von einer anhaltenden, skeptischen Grundstimmung geprägt. Bereits der missglückte Jahresauftakt mit erheblichen Turbulenzen an den chinesischen Börsen sorgte für eine frühe Katerstimmung und dämpfte die Prognosen der Experten für 2016. Man stelle sich nun vor, jemand hätte Anlegern in dieser Phase einen Blick in die Zukunft gewährt und enthüllt, was das Börsenjahr 2016 mit sich bringen wird.

„Albträume“ wurden wahr

Im ersten Quartal stürzt der Ölpreis unter 30 US-Dollar pro Barrel, der Crash im Energiesektor erreicht neue Ausmaße. Im weiteren Jahresverlauf sorgt die skandalträchtige Deutsche Bank wieder für Aufsehen und steht sinnbildlich für einen krisengebeutelten Finanzsektor. Brexit – zur Jahresmitte entschließt sich Großbritannien, die EU zu verlassen. Die Euroskepsis erreicht erneut besorgniserregende Dimensionen, die reformwillige Regierung in Italien wird durch das Referendum im Dezember ausgebremst. Im Hintergrund schwebt das Damoklesschwert der Fed-Zinserhöhung über den Märkten und die Flüchtlingskrise tobt weiter. Der neue Präsident der USA heißt Donald Trump. Ist die Welt verrückt geworden? Wahnsinn?

Der Stoff, aus dem die Alpträume der Anleger gemacht sind: Brexit, Italien, Trump – diesen Ereignissen wurde selbst isoliert betrachtet die Tragweite eingeräumt, einen veritablen Crash hervorzurufen. Und nun ist sogar das komplette „Worst-Case-Szenario“ Realität geworden! Und die Märkte? Gut gelaufen! Sind auch die verrückt geworden?

Wie so oft neigte der Markt dazu, die Mehrheit der Anleger zu überraschen. Gestützt auf robuste Fundamentaldaten – die in der allgemeinen Krisendiskussion bisher nur selten wahrgenommen wurden – setzt sich der globale Bullenmarkt unbeeindruckt fort. Die positive Entwicklung im vierten Quartal sorgt gut zwei Wochen vor Jahresende sogar für eine respektable Entwicklung auf Jahressicht. Das „Jahr der verschwindenden Unsicherheit“, wie wir es zu Beginn des Jahres 2016 bezeichnet haben, zieht weiter seine Kreise. Hätten Sie das für möglich gehalten?

Probleme werden gelöst

Kaum etwas wird so heiß gegessen wie es gekocht wird: China vollzieht weiterhin seinen Wandel zur Dienstleistungsgesellschaft. Großbritannien wird sich erst 2017 dazu bequemen, die zweijährige Verhandlungsfrist mit der EU zu beginnen. Trump hat die Welt nicht unmittelbar in eine Krise gestürzt, sondern stellt gerade erst seine Regierungsmannschaft zusammen. Die italienische Übergangsregierung agiert im Sinne von Matteo Renzi und setzt selbstverständlich auf den Verbleib in der EU. Natürlich sind nicht alle Probleme restlos gelöst – allerdings haben sich die vielfältigen Crash-Ängste als absolut ungerechtfertigt herausgestellt und den Märkten stets Raum für positives Überraschungspotential gegeben. Ein typisches Muster: Der reife Bullenmarkt kann weiterhin an der berühmten Mauer der Angst emporklettern.

Fazit: 2016 wird als ein Jahr der ständigen Crash-Furcht in die Börsengeschichte eingehen. Viele Anleger hatten reihenweise schlaflose Nächte. Wie kann man als Anleger in diesen „unruhigen Zeiten“ bestehen? Neben der entscheidenden Auswahl der richtigen Anlageklasse bleiben erfolgreiche Anleger in kritischen Phasen diszipliniert, geduldig und lassen sich nicht durch panische Medien beirren. Das übergeordnete Bild im Auge behalten und global diversifizieren – ein guter Vorsatz für 2017, um den kommenden Herausforderungen erfolgreich entgegenzutreten.

Der Kapitalmarktausblick für 2017 von Grüner Fisher Investments ist fertiggestellt. Sie können diese detaillierte Studie unter www.gruener-fisher.de kostenlos anfordern.

Fragen zum Beitrag beantworte ich gerne per E-Mail an feedback@gruener-fisher.de.

Thomas Grüner
ist Firmengründer und Chief Investment Officer der Vermögensverwaltung Grüner Fisher Investments. Weitere Informationen unter www.gruener-fisher.de.


Der obige Text spiegelt die Meinung der jeweiligen Autoren wider. Instock übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche rechtliche oder sonstige Ansprüche aus.

 

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