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Diversifizieren – aber richtig

Donnerstag, 13. Oktober 2016 um 10:25

Von Thomas Grüner
Schieflagen und böse Fehlentscheidungen können in Anlegerdepots auf vielfältige Art und Weise entstehen. Das eine Extrem: Einzelpositionen (vermeintliche Lieblingswerte des Anlegers) werden mit einem sehr hohen prozentualen Anteil ins Depot gekauft. Für das Gesamtportfolio ergibt sich dadurch eine stark erhöhte Schwankungsbreite, resultierend aus einer mangelnden Diversifikation. Die langfristige Strategie gerät leichter aus dem Fokus, da die Wahrscheinlichkeit kurzfristiger Turbulenzen höher ist.

Das andere Extrem: Überdiversifikation durch den massiven Einsatz von Investmentfonds. Gängige, breit aufgestellte Fonds bestehen aus mindestens 100 Wertpapierpositionen. Wer also 20 verschiedene Fonds in seinem Portfolio hält, besitzt zwangsläufig mehr als 2000 Einzelwerte. Mangelnde Transparenz führt folgerichtig zu einem strategischen Durcheinander: Einzelwerte befinden sich zwei-, drei oder mehrfach im Depot. Der eine Fondsmanager kauft Wertpapier XY zu, der andere Fondsmanager verkauft. Eine sinnvolle strategische Ausrichtung im Hinblick auf den langfristigen Anlageerfolg geht zwangsläufig verloren. Die Wahrheit und der nachhaltige Erfolg liegen wie so oft „in der Mitte“.

Optimale Diversifikation

Auf der Suche nach dem optimalen Diversifikationsgrad für das eigene Portfolio ist natürlich nicht nur die Anzahl der Werte entscheidend, sondern vor allem auch die Korrelation der Wertpapiere untereinander. Diversifikationseffekte entstehen nur dann, wenn sich die enthaltenen Wertpapiere in gewissen Marktphasen nicht gleichläufig entwickeln. Nur so entsteht eine Volatilitätsreduktion, ohne die langfristige Performance nachhaltig zu beeinflussen.

Leider tendieren viele Anleger bei ihrer Portfoliodiversifikation dazu, sich auf gewisse „Aktientypen“ zu konzentrieren. In der Regel handelt es sich dabei um Länder, Sektoren oder Subsektoren, die sich in der Vergangenheit sehr gut entwickelt haben. Durch die hohe Korrelation der Wertpapiere untereinander wird der Portfolioerfolg nicht wie gewünscht auf mehrere Standbeine verteilt. Zudem steigt die Gefahr einer schnellen Enttäuschung, wenn sich der gewählte Schwerpunkt unter Marktniveau entwickelt. Ein sinnvoller Lösungsansatz: Der globale Investmentansatz mit sorgfältig ausgewählten Gewichtungen. In diesem Zusammenhang hilfreich: Eine ebenso sorgfältig ausgewählte, unveränderliche Benchmark.

Benchmark richtig interpretieren

Für die Mehrheit der Anleger erfüllt eine Benchmark vor allem einen Zweck: Grundlage für Performancevergleiche. Um für die eigene Strategie einen echten Mehrwert darzustellen, sollte die Benchmark allerdings nicht auf diesen Sachverhalt reduziert werden. Ständige Performancevergleiche können sogar negative Effekte auf das eigene strategische Handeln bewirken: Man vergleicht ständig, setzt sich selbst unter Druck, will Rückstände schnell aufholen, erhöht das Risiko im Portfolio und verlässt damit die Grundidee der ursprünglichen Strategie.

Deshalb ist es empfehlenswert, die ausgewählte Benchmark nicht als reine Performance-Messgröße zu interpretieren, sondern vor allem als Bauplan für die strategische Zusammensetzung Ihres Depots. Eine gut strukturierte Benchmark ist wie eine gute Richtschnur für ein global diversifiziertes Portfolio.

Fazit: Grobe Fehler zu vermeiden ist das oberste Prinzip der Geldanlage. Ein gut diversifiziertes Depot ist immer global aufgestellt. Die sorgfältig ausgewählte Benchmark dient Ihnen dabei als Orientierung und sollte nicht auf reine Performancevergleiche reduziert werden.

Fragen zum Beitrag beantworte ich gerne per E-Mail an feedback@gruener-fisher.de.

Thomas Grüner
ist Firmengründer und Chief Investment Officer der Vermögensverwaltung Grüner Fisher Investments. Weitere Informationen unter www.gruener-fisher.de.


Der obige Text spiegelt die Meinung der jeweiligen Autoren wider. Instock übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche rechtliche oder sonstige Ansprüche aus.

 

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