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Glück und Zufall sind keine guten Strategien

Donnerstag, 8. September 2016 um 10:04

Von Thomas Grüner
Anleger fürchten sich vor Volatilität, obwohl sie eigentlich die wichtigste Triebfeder für die langfristige Outperformance der Aktienmärkte ist. Wie kann man als Anleger also diese „Schmerzen“, die durch Wertschwankungen verursacht werden, erträglicher gestalten? Mit einem global diversifizierten Aktienportfolio! Viele Anleger strukturieren ihr Portfolio nicht ausgewogen und setzen ungerechtfertigte Schwerpunkte. Mangelnde Diversifikation wird in volatilen Phasen zum Risiko.

Wer als deutscher Aktienanleger – typischerweise – den Heimatmarkt bevorzugt, kann sich kurzfristig betrachtet sicherlich über äußerst erfolgreiche Phasen freuen. Immerhin gilt seit 1988: Im Schnitt steigt der Dax in einem positiven Jahr um 23,97 Prozent. Aber auf der Gegenseite gilt eben auch: In einem negativen Jahr verliert der Dax im Schnitt 19,67 Prozent. Das geht besser und weniger schwankungsanfällig, wenn man eine nachhaltige Strategie verfolgen will.

Faktor Glück ausblenden

Wie ich in meiner vorangegangenen Kolumne geschrieben habe, bilden klar definierte Anlageziele eine unverzichtbare Basis für den langfristigen Anlageerfolg. Nachhaltigkeit, Emotionslosigkeit und ein übergeordneter strategischer Plan sind ebenso notwendig. Glück, Pech und Zufall sind dagegen Faktoren, die keinen Einfluss darauf haben sollten, ob die Anlageziele erreicht werden können oder nicht.

Im Jahr 2016 sind Rohstoffe (ja, Rohstoffe) mit 14 Prozent Zuwachs innerhalb der MSCI World-Sektoren führend. In Brasilien feiern Währung und Aktienmärkte ein furioses Comeback. Mehr US-Tech, weniger europäische Banken. Die Zutaten für ein hervorragendes Erfolgsrezept im Jahr 2016! Steckt hinter einem Depot, das sich extrem auf diese Themen fokussiert, eine überlegene Investmentstrategie? Glück! Schließt der Dax das Börsenjahr 2016 mit +5 Prozent, +10 Prozent oder mit einer Nullrunde ab? Zufall! In der kurzfristigen Betrachtung sind die Faktoren Glück oder Zufall nicht zu unterschätzen – es bleibt für Anleger deshalb extrem wichtig, zwischen diesen zufälligen Komponenten und einer nachhaltigen Strategie klar zu unterscheiden.

Globale Diversifikation führt zum Ziel

Die langfristigen Renditechancen würden den Ansprüchen der Anleger vollauf genügen – dennoch schaffen es nur wenige Anleger langfristig auf die Gewinnerseite. Mein Partner Ken Fisher nennt den Aktienmarkt deshalb den „großen Erniedriger“. Denn der Markt versteht es, die Anleger zu ärgern und an ihre Grenzen zu führen. In Korrekturen und zähen Seitwärtsphasen hadern Anleger mit dem Zwischenergebnis. Auch in Aufwärtsphasen kann jede Menge Unzufriedenheit erzeugt werden – es gibt in jeder Phase ein Land oder einen Sektor, der besonders gut läuft und den eigenen Erfolg in den Schatten stellt. Angst und Gier im Wechselspiel!

Wie wechselt man also auf die Gewinnerseite? Ein mächtiges Instrument, um sich den Herausforderungen besser stellen zu können, ist die globale Diversifikation. In kritischen Phasen kann die hohe Volatilität abgefedert werden, regionale Bärenmärkte bleiben eingegrenzt. In Aufwärtsphasen gilt es zudem, die eigene Gier im Zaum zu halten – Disziplin ist gefragt.

Fazit: Wer Emotionen ausblendet, schafft Nachhaltigkeit. Wer Nachhaltigkeit erzeugt, macht den eigenen Anlageerfolg unabhängig von den Faktoren Glück und Zufall. Langfristig bestraft der Markt diejenigen, die Glück und Zufall mit Strategie verwechseln und ständig den heißen Themen hinterherjagen. Belohnt werden disziplinierte und nachhaltig agierende Anleger. Sie haben die Wahl!

Fragen zum Beitrag beantworte ich gerne per E-Mail an feedback@gruener-fisher.de.

Thomas Grüner
ist Firmengründer und Geschäftsführer der Vermögensverwaltung Grüner Fisher Investments GmbH. Weitere Informationen unter www.gruener-fisher.de.


Der obige Text spiegelt die Meinung der jeweiligen Autoren wider. Instock übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche rechtliche oder sonstige Ansprüche aus.

 

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