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Lahmes zweites Halbjahr oder „nie ruhige Zeiten“?

Donnerstag, 4. August 2016 um 13:22

Von Thomas Grüner
Das erste Halbjahr 2016 war in vielerlei Hinsicht ein echter Härtetest für die Nerven der Anleger. Brexit, China, Öl-Crash, Terror, Amok und ein drohender US-Präsident Trump. Wenig überraschend: Eine skeptische Grundhaltung ist immer noch vorherrschend. Ein wesentlicher Bestandteil des Updates der Kapitalmarktprognose von Grüner Fisher Investments ist es, die Marktstimmung einzufangen und den aktuellen Marktkonsens zu ermitteln. Dies geschieht mittels gesammelter Bankprognosen und einer groß angelegten Umfrage unter Privatanlegern, bei denen es sich zum größten Teil um „echte“ Marktteilnehmer handelt.

Aktien, Anleihen, Gold und Öl

Wie ist es um die Erwartungshaltung der Marktteilnehmer für das zweite Halbjahr 2016 bestellt? Die Prognosen der Banken und Privatanleger unterscheiden sich nicht wesentlich voneinander. Wie auch in den vorangegangenen Jahren ist ein erstaunlicher Gleichlauf zwischen „interessierten Privatanlegern“ und „professionellen Analysten“ zu beobachten.

Den Indizes Dax, EuroStoxx und S&P 500 wird bis zum Jahresende ein Zuwachs von 3 bis 8 Prozent zugetraut. Einmal mehr wurde die „neue“ Erwartungshaltung allerdings stark von der tatsächlichen Entwicklung im bisherigen Jahresverlauf beeinflusst: Die Verschiebung der Umfragewerte vom ersten zum zweiten Halbjahr entspricht im Wesentlichen der bisherigen Kursentwicklung 2016.

Negative Zinsen für zehnjährige Bundesanleihen haben die Umfragewerte auf ein extremes Niveau verschoben. Im Durchschnitt wird ein leichter Anstieg der Zinsen erwartet – eine Hoffnung, die schon seit vielen Jahren regelmäßig enttäuscht wurde. Der Ölpreisverfall gipfelte im Februar 2016 und drückte die Preisprognosen teilweise auf 10 bis 15 US-Dollar pro Barrel. Gold gehört dagegen zu den positiven Überraschungen 2016. Nach Jahren der enttäuschenden Wertentwicklung und zahlreichen haarsträubenden Fehlprognosen ist der Optimismus zurück.

Was sind die Prognosen wert?

Je eindeutiger sich die Medien und Anleger auf ein Szenario festlegen, desto unwahrscheinlicher wird dessen tatsächlicher Eintritt. Die Konsensmeinung als unwahrscheinliche Variante auszuschließen und sich auf die Suche nach „Prognose-Lücken“ und faktengestützten Alternativen zu begeben, bildet bei Grüner Fisher Investments seit Jahrzehnten die Basis für strategisch erfolgreiche Investmententscheidungen. Fakt ist auch, dass an der Börse der Durchschnittswert in einzelnen Jahren selten erreicht wird, sich viel eher aus zahlreichen Extremwerten zusammensetzt.

Die Ermittlung des Marktkonsenses ist essentiell, weil er die Basis für die Suche nach lohnenswerten Alternativen liefert. Für langfristig orientierte Anleger ist bei der Durchsicht verschiedenster Prognosen auch sehr wichtig, dass keine falsche Botschaft vermittelt wird: Wo sich die Märkte zum 31.12.2016 befinden, ist nahezu irrelevant – es sei denn, Ihr Anlagehorizont endet genau zu diesem Zeitpunkt. Ansonsten ist es für den nachhaltigen Anlageerfolg entscheidend, sich auf übergeordnete Faktoren zu konzentrieren – die in der Regel weit über das Kalenderjahr 2016 hinausreichen.

Fazit: Für 2016 gilt: Der globale Bullenmarkt ist intakt, hat nichts von seinem positiven Überraschungspotential verloren und kann sich auf günstige wirtschaftliche Rahmenbedingungen stützen. Das sind die entscheidenden Faktoren für Anleger bei der Festlegung ihrer langfristigen Strategie. Die Prognosen für 2016 sind hilfreich, um die Marktstimmung auszuwerten, aber sollten keinesfalls als übergeordneter Investitionsratgeber herangezogen werden.

Fragen zum Beitrag beantworte ich gerne per E-Mail an feedback@gruener-fisher.de.

Thomas Grüner ist Firmengründer und Geschäftsführer der Vermögensverwaltung Grüner Fisher Investments GmbH. Weitere Informationen unter www.gruener-fisher.de.


Der obige Text spiegelt die Meinung der jeweiligen Autoren wider. Instock übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche rechtliche oder sonstige Ansprüche aus.

 

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