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Jetzt wissen wir es!

Freitag, 8. Januar 2016 um 22:28

Von Bernd Niquet

In der Silvesternacht ist in Köln genau das passiert, was viele Gegner des Zuzugs von weiteren Ausländern nach Deutschland als Schreckensszenario an die Wand gemalt haben: „Da kommen lauter junge Männer ohne Begleitung, die werden sich unsere Frauen und Mädchen holen.“

Das wurde als dumm, als naiv und als krankhafte Angst gebrandmarkt und versichert, so etwas sei völlig aus der Luft gegriffen. Jetzt ist es jedoch trotzdem geschehen. Wie geht man damit um?

Ich denke, wir sollten den Tatsachen klar in die Augen sehen. Das bedeutet: Eindeutig aussprechen, was der Fall ist, und gemeinsam nach Lösungen suchen, das Problem zu bekämpfen.

An Lösungsvorschlägen sehe ich keinen Mangel. Bei den Tatsachen denke ich hingegen immer öfter an George Orwells Zimmer 101 aus dem Roman „1984“. Jeder, der Augen im Kopf hat und Fähigkeit besitzt, zu sehen, konnte anhand der veröffentlichten Handyvideos erkennen, dass es sich bei der Menschengruppe, um die es geht, nahezu ausschließlich um junge Männer mit Migrationshintergrund handelt.

Doch wie in Orwells Zimmer 101 verlangt die innere Partei jetzt von ihren Bürgern, etwas anderes gesehen zu haben, als sie wirklich gesehen hat. Wir sollen also unseren Augen nicht mehr trauen, dafür jedoch dem, was die Politik und die meisten Medien sagen.

Auf „Spiegel Online“ finde ich sogar einen Beitrag, der mir erklärt, warum das so ist. Da erklärt jemand ziemlich genau, der Autor heißt Benjamin Maack, warum es bei uns keine freie Berichterstattung gibt und warum es auch keine geben soll. Ich finde das so erstaunlich, dass ich Ihnen daraus jetzt zitieren möchte:

„Der Kölner Polizeipräsident Wolfgang Albers spricht von Tätern, die ’überwiegend aus dem nordafrikanischen beziehungsweise arabischen Raum’ stammen. Diese Informationen sind wichtig für die Polizei. Doch in der Bevölkerung scheinen diese Angaben hauptsächlich Angst, Wut und Vorurteile zu schüren … Das hilft keinem. Nicht den Opfern, nicht der Polizei, nicht den Menschen in diesem Land. Niemand, der nicht Zeuge oder Opfer dieser Taten war, kann zur Klärung dieser Vorfälle beitragen. Vorverurteilungen instrumentalisieren lediglich die Erlebnisse der Opfer.“

Das heißt also: Nachrichten, die negative Emotionen schüren können, helfen niemandem und sollten daher wohl unterbleiben. (Vielleicht sollten wir das in der nächsten Regierungs- oder Finanzkrise auch so machen.)

Oder hier: Viele Menschen „regen sich darüber auf, dass über ’mutmaßlich rechtsextreme’ Verbrechen geschrieben wird, jetzt aber wieder niemand aufsteht und sagt: ’Die Ausländer waren's.’ Diesen Menschen kann man ganz leicht erklären, warum dies nicht geschieht: weil es Unsinn ist. Es gibt in Deutschland Zehntausende, die nicht aussehen wie das Klischee vom Deutschen und die doch seit Generationen hier leben, hier aufgewachsen sind, unsere Sprache sprechen, hier arbeiten, einen deutschen Pass haben. Ja, es gibt auch Flüchtlinge. Aber wer diese Menschen pauschal verdächtigt, hilft nicht bei der Aufklärung dieser Fälle, er spielt Rechten in die Hände.“

Wer also sagt, dass die Täter, die sich dort zusammenrotteten, einen Migrationshintergrund besitzen, verdächtigt Menschen pauschal und spielt den Rechten in die Hände. Auch solche Meldungen sollten demnach wohl ebenfalls unterbleiben.

Ich verstehe das nicht, aber vielleicht bin ich auch zu antiquiert für die heutige Zeit. Ich denke Tatsachen sind Tatsachen und Meinungen sind Meinungen. Man sollte das klar unterscheiden. Tatsachen sind etwas Objektives. Sie MÜSSEN genannt werden. Karl Popper sagt: „Eine Aussage ist genau dann wahr, wenn sie mit den Tatsachen übereinstimmt.“

Bewertungen hingegen sind immer subjektiv. Da teile ich die Bewertung des Autors Maack. Hier ist durchaus Zurückhaltung angebracht, bis wir Genaueres wissen. Ein Bogenschlagen zu Flüchtlingen ist daher derzeit illegitim. Ich sehe allerdings auch nirgendwo in den Teilen unserer Presse, die sich den von Herrn Maacks geschilderten Imperativen widersetzt, dass das geschehen ist.

Quintessenz: In einer aufgeklärten Demokratie dürfen wir NIEMALS objektive Tatsachen mit subjektiven Meinungen vermischen – um dann anschließend die objektiven Tatsachen mit Rücksicht auf die ihnen unterschobenen subjektiven Meinungen unter Verschluss zu halten.

Ich vermute jedoch, dass das dem linken Mainstream scheißegal ist, wenn es ihm dadurch nur gelingt, die eigenen Dogmen noch etwas weiter aufrecht zu erhalten.

Anregungen oder Kritik bitte an Bernd Niquet.

 

******* DAS ENDE EINES LANGEN ZYKLUS *** NEUES BUCH *******

Bernd Niquet, „IN TIEFSTEN SCHICHTEN“, Engelsdorfer Verlag, Leipzig 2015, 327 Seiten, 16 Euro, ISBN 978-3-95744-926-9.

Am besten portofrei direkt beim Verlag bestellen: www.engelsdorfer-verlag.de/db/autorwerke.php

Der obige Text spiegelt die Meinung der jeweiligen Autoren wider. Instock übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche rechtliche oder sonstige Ansprüche aus.

 

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