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Riskantes Sicherheitsdenken

Donnerstag, 22. Oktober 2015 um 09:57

Von Thomas Grüner
Medien verarbeiten die Wertentwicklungen der jüngsten Vergangenheit. Ist diese Entwicklung positiv, werden bestimmte Anlageklassen, Sektoren oder Länder als „sicher“ und „empfehlenswert“ eingestuft. Ist sie negativ, werden die Prädikate „unsicher“ und „riskant“ vergeben. Ein guter Indikator für zukunftsorientierte Investoren? Keineswegs!

Diese Einschätzungen setzen oftmals falsche Signale für die Zukunft. Sie verleiten zu emotionalen Entscheidungen und zu ungerechtfertigt gesetzten Schwerpunkten. Märkte blicken nun mal in die Zukunft. Wer rückwärts gerichtete Marktanalysen als Entscheidungsgrundlage für seine langfristig orientierte Strategie benutzt, wandelt die ursprüngliche Intention seiner Entscheidungen oftmals ins exakte Gegenteil: Statt Risiken zu reduzieren und auf „sichere“ Investitionen zu vertrauen, wird das Gesamtrisiko für das Portfolio erhöht.

2011 als warnendes Beispiel

Nach Überwindung des absoluten Tiefpunkts im März 2009 kam zaghafter Optimismus im Jahr 2011 an die Aktienmärkte zurück. Schnell ließ der Markt mit der Korrektur ab Sommer 2011 wieder Zweifel an dieser Entscheidung aufkommen: 2011 wurde ein letztendlich holpriges Jahr für Aktien, parallel dazu die Edelmetalle Gold und Silber mit neuen Rekorden. Genug Anreiz für Analysten und Medien, den Aktienmarkt erneut als „gefährlich“ zu kennzeichnen. Gold und Silber galten damals als vermeintlicher Stabilisator, als „konservatives Gegenstück“ zum spekulativen Aktienmarkt. Das ging gründlich schief. Genau zu diesem Zeitpunkt begann ein bis heute andauernder Bärenmarkt – nach jeder gängigen Definition – im Gold- und Silbersektor. Die angedachte Absicherung des Depots mit Gold und Silber ging völlig daneben.

Blick in die Zukunft

Die gut gelaufenen Aktienmärkte lieferten auch in den vergangenen Jahren wieder zahlreiche Beispiele für den gefährlich einseitigen Blick in den Rückspiegel. Trügerische Sicherheit: Verheißungsvolle Länder und Sektoren enttäuschen, lauthals kritisierte Länder und Sektoren überraschen positiv. Die hoch gelobten Schwellenländer, die zu Beginn des Bullenmarkts äußerst dynamisch starteten, konnten die Erwartungen in den Folgejahren nicht erfüllen. Die Diskussion um die Anhebung der Schuldenobergrenze trübte die Stimmung in den USA – in der Folge entwickelten sich die US-Aktienmärkte trotzdem zum absoluten Zugpferd des laufenden Bullenmarkts. Selbst wer sich in dieser hervorragenden Zeit für Aktien ausschließlich im Aktienmarkt bewegt hat, war aufgrund dieser „falschen Fährten“ nicht vor nachhaltigen Renditeeinbußen geschützt.

Wie begrenzt man Risiken also in der Realität? In den Rückspiegel schauende Medien ignorieren ist eine Sache, aber sicherlich kann man auch nicht automatisch darauf schließen, dass kriselnde Anlagen zum Outperformer und hochgelobte Anlagen zum Rohrkrepierer der Zukunft werden. Umsichtige Diversifikation ist deshalb gefragt. Machen Sie die Auswahl der Anlageklassen zur übergeordneten strategischen Entscheidung. Antizipieren Sie die Marktentwicklung verschiedener Sektoren und analysieren Sie in Ruhe – frei von der Hektik, die durch Medien gerne verbreitet wird.

Fazit: Behalten Sie stets das Gesamtrisiko Ihres Portfolios im Auge! Lassen Sie sich nicht durch Analysen und Stimmungen blenden, die rein auf vergangenen Wertentwicklungen basieren. Sind Edelmetalle per heute noch gefährlich und beispielsweise zukunftsträchtige Biotech-Aktien jetzt empfehlenswert? Vielleicht die nächste falsche Fährte, die Ihren langfristigen Anlageerfolg bedroht. Vor allem globale Diversifikation hilft Ihnen dabei, einseitige Risiken zu vermeiden!

Fragen zum Beitrag beantworte ich gerne per E-Mail an feedback@gruener-fisher.de.

Thomas Grüner
ist Firmengründer und Geschäftsführer der Vermögensverwaltung Grüner Fisher Investments GmbH. Weitere Informationen unter www.gruener-fisher.de.


Der obige Text spiegelt die Meinung der jeweiligen Autoren wider. Instock übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche rechtliche oder sonstige Ansprüche aus.

 

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