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Sind wir denn noch ganz bei Trost?

Freitag, 11. September 2015 um 22:30

Von Bernd Niquet

Erneut spielt Deutschland eine Sonderrolle in Europa, wie schon so oft in unserer Geschichte. Fast alle anderen Länder machen zumindest zeitweise die Grenzen dicht, die Deutschen hingegen kommen an die Bahnhöfe und applaudieren Flüchtlingen, die niemand anders nehmen möchte.

Mehrere Tage habe ich nicht ferngesehen, doch als ich Mitte der Woche wieder einmal den Fernseher anschalte, erschrecke ich: Überall dasselbe Thema und überall dieselben Meinungen. Ich möchte an dieser Stelle keine unzutreffenden Vergleiche bringen, aber das ist klar eine Meinungsdiktatur, Durchhaltefernsehen.

Doch warum werden uns die Ereignisse ausschließlich unter einer dicken Einheitssoße an Betroffenheit serviert, warum reden wir jetzt nicht offen? Wir sind doch ein freies Land oder gilt das jetzt nicht mehr?

Wenn wir die Flüchtlingszuströme in unser Land als humanitäre Maßnahme bezeichnen würden, die jedoch nicht ewig andauern kann, fände ich das super. Dass jetzt jedoch überall behauptet wird, was gegenwärtig geschieht, wäre genau das, was wir brauchen, macht mich stutzig.

Ich habe lange Zeit Ökonomie studiert und dort sogar promoviert, doch ich kenne kein Modell, das den massenhaft Zuzug von Menschen mit problematischen Qualifikationen in ein Land mit grassierender Arbeitslosigkeit behandelt. Das soll sich ja phantastisch rechnen, höre ich immer wieder, weil bei uns die Bevölkerung abnimmt.

Komisch, dass das erst einmal Milliarden kostet. Wir wenden jetzt also drei oder fünf oder zehn Milliarden auf, und das wahrscheinlich in jedem Jahr, doch welche Jobs wollen wir denn unseren Neubürgern bieten? Und was soll dann an wen zurückfließen? Entstehen diese plötzlich aus sich selbst heraus? Ich habe da große Zweifel. Und bin gespannt auf ein Modell, das uns diese Gewinne vorrechnet.

Mittlerweile wird von einer großen Völkerwanderung gesprochen, eine These, die ich teile. Wer allerdings wenigstens Grundkenntnisse in Geschichte besitzt, weiß, dass so etwas noch nie unblutig abgelaufen ist. Der gegenwärtige Zustrom von Flüchtlingen nach Deutschland wird oft mit der Zuwanderung der Hugenotten nach dem Widerruf des Ediktes von Nantes im Jahre 1685 verglichen. Als Nachfahre der Hugenotten muss ich mir derartige Vergleiche auf das Schärfste verbieten: Meine Vorfahren waren Christen und stammten aus demselben Kulturkreis wie die Deutschen. Das kann man daher keinesfalls vergleichen.

Natürlich befruchten Fremde eine Gesellschaft, die Frage ist nur, in welcher Richtung. Wollen wir es tatsächlich, dass der Islam sprunghaft zunimmt bei uns? Wohin sollen die vielen verschleierten Frauen unser Land verändern? Ich denke, wem hier und jetzt nicht etwas unwohl ist, kann eigentlich nicht mehr ganz bei Trost sein.

Mitte der Woche dachte ich, mir fällt morgens die Zeitung aus der Hand, die da mit der Schlagzeile auf der Titelseite aufwartet: „Bundestagspräsident: Berechtigte Sorgen, wie wir die Kontrolle über das eigene Land behaupten können." Wenn der das schon sagt.

Der britische Politologe Anthony Glees setzt hier noch einen drauf und meint, die Briten hätten den Eindruck, Deutschland habe den Verstand verloren. Weil wir stets auf das Einhalten von Regeln gepocht hätten, jetzt aber alle Tore aufmachen und keinerlei Ahnung mehr haben, wer alles ins Land strömt.

Und so etwas nennt sich bei uns nun Zukunftsplanung zur Auffüllung der demografischen Lücke. Ein Glück, dass ich schon so alt bin.

Anregungen oder Kritik bitte an Bernd Niquet.

****************** ACHTUNG! Neues Buch: **********************

Bernd Niquet, „Die bewusst herbeigeführte Naivität“, Engelsdorfer Verlag, Leipzig 2014, 265 Seiten, 14 Euro, ISBN 978-3-95744-306-9.

Am besten portofrei direkt beim Verlag bestellen: www.engelsdorfer-verlag.de/db/autorwerke.php

Der obige Text spiegelt die Meinung der jeweiligen Autoren wider. Instock übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche rechtliche oder sonstige Ansprüche aus.

 

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