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Können Sie mit Transparenz umgehen?

Donnerstag, 12. Mrz 2015 um 10:48

Von Thomas Grüner
Menschen neigen zu seltsamen und irrationalen Verhaltensweisen. Man möchte Transparenz. Kann damit aber nicht umgehen. Man will seine tatsächlichen Kosten offengelegt bekommen. Ärgert sich dann aber darüber. Wie vermeidet man diesen Ärger? Da ist doch ein schön komplexes Finanzprodukt – mit wunderbar versteckten Provisionen – die ideale Lösung. Da sieht man seine Kosten wenigstens nicht und muss sich auch nicht darüber ärgern. Oder? Natürlich war das Ironie. Entgehen Sie dieser Falle! Rechnen Sie nach! Geben Sie sich nicht mit oberflächlichen Aussagen zufrieden! Fordern Sie Transparenz und vermeiden Sie Interessenskonflikte!

Anleger stellen vor allem zwei Bedingungen an ihr Portfolio: Sicherheit und Transparenz. Sicherheit wird dabei durch Werthaltigkeit und „Schutz“ vor crashartigem Kursverfall definiert. Die Transparenz soll sicherstellen, dass das Portfolio den eigenen Anlagezielen genügt, sämtliche Kosten offengelegt sind und die exakte Zusammensetzung stets ersichtlich ist. Soviel zur reinen Theorie – wie verhalten sich Anleger in der Realität?

Ist Ihr Portfolio wirklich sicher?

Der traditionelle Begriff von Sicherheit: Sparbuch, Festgeld, Anleihen. Im aktuellen Niedrigzinsumfeld werfen Sparbücher und Festgelder keine Erträge mehr ab. Somit ist der reale Wertverlust das Einzige, was sicher ist. Wer Wertschwankungen vermeiden will, muss in diesen Zeiten einen teuren Preis bezahlen. Aktuell gilt: Wird der Emittent als „sicher“ angesehen, entfällt diese Prämie fast komplett. Nullzinsen.

Es ist längst an der Zeit, den Begriff von Sicherheit anders zu definieren. Wer den langfristigen realen Wertzuwachs als Sicherheit für die persönliche Vermögenssituation definiert – was in hohem Maße sinnvoll ist – der sollte seine Aktienquote im Portfolio überprüfen. Bei gegebenem Anlagehorizont sind Aktien ein unersetzlicher Baustein zum langfristigen Anlageerfolg. Sicherheit durch Wertzuwachs!

Ist Ihr Portfolio wirklich transparent?

Kennen Sie Ihre Gebühren? Haben Sie gemanagte Fonds, Anleihen und Zertifikate im Depot? Dann bedenken Sie, dass eine ganze Reihe von Personen und Gesellschaften in Ihrem Depot „mitverdient“. Das Fondsmanagement, die Emittenten der Zertifikate, die Depotbanken, Verwahrstellen, die Berater. Niemand arbeitet unentgeltlich für Sie! Einmalige Ausgabeaufschläge, danach keine laufenden Kosten mehr? Eine Illusion, der immer noch viele Anleger unterliegen. Viele Produktanbieter wie Banken und Versicherungen sind Meister im „tricksen, tarnen und täuschen“. Ihre effektiven Gebühren werden einfallsreich versteckt.

Welche laufenden Kosten stecken in Ihrem Portfolio, auf Fondsebene, Bank- und Beraterebene? Wer erhält die Bestandsprovisionen auf die enthaltenen Produkte? Warum will Ihre Hausbank, dass Sie lieber Fonds als Aktien oder Anleihen direkt in Ihrem Portfolio haben? Weil Sie daran hohe Bestandsprovisionen verdient, auch wenn Sie diese nicht sehen! Wie hoch ist Ihre Gesamtkostenquote und wer verdient wie viel daran? Aus unseren Depotchecks für Neukunden und Interessenten von Grüner Fisher Investments wissen wir: Wenn Sie all diese Fragen exakt beantworten können, dann sind Sie eher die Ausnahme.

Sind Ihr Verwalter und die Depotbank sauber getrennt?

Ein guter Vermögensverwalter sollte die bereits genannten Kriterien erfüllen. Transparenz und Sicherheit – dazu eine langfristige und nachhaltig erfolgreiche Strategie. Zudem ist es wichtig, dass der Verwahrer der Wertpapiere (die Depotbank) und der Entscheider (der Verwalter) sauber voneinander getrennt sind. Dies dient Ihrer Sicherheit und vermeidet Interessenskonflikte. Sie alle kennen sicher die Beispiele der Vergangenheit, in denen Banken ihre eigenen Schieflagen in den Depots der Kunden „entsorgt“ haben. Diesen Interessenskonflikt müssen Sie unbedingt vermeiden!

Gebühren-Illusion

„Was ich nicht sehe, bezahle ich nicht.“ Gemäß diesem Prinzip wird das eigene Portfolio oftmals über diverse Fonds- und Beratungskonstrukte zusammengestellt, die nicht selten den eigenen Prinzipien und Überzeugungen widersprechen. Anleger können letztendlich auch gar nicht mit der Transparenz umgehen, die sich eigentlich alle für das eigene Portfolio wünschen.

Eine paradoxe Situation: Anleger wollen keine Produktverkäufer, die intransparenten Produkte kaufen Sie trotzdem! Die Banken empfehlen und verkaufen Ihnen zudem fast immer überwiegend ihre hauseigenen Produkte. Das nennt man dann „Investment-Banking“. Wichtig ist jedoch vor allem, dass Ihr Portfolio zu Ihren Anlagezielen passt. Anlagehorizont, Renditeerwartung, Entnahmepläne, Ruhestandsplanung. Ohne Transparenz ist die Kontrolle, ob das aktuelle Portfolio Ihren Ansprüchen genügt, nicht möglich. Ihr Ansprechpartner in Finanzfragen sollte nicht nur die Märkte gut kennen, vor allem sollte er auch Sie gut kennen und in Ihrem besten Interesse handeln!

Haben Sie ein großes Wertpapierdepot?

Noch immer ist ein individuell zusammengestelltes Kunden-Portfolio in Deutschland selten und eher die Ausnahme. „Retail-Banking“ ist auch bei großen Depotvolumina weit verbreitet. Selbst deutlich sechs- und siebenstellige Beträge werden oft lediglich in Bankprodukten und Fonds angelegt. Eine differenzierte und auf Sie zugeschnittene Strategie ist damit kaum möglich. Kosteneffizient und transparent ist das schon gar nicht!

Die Frage bleibt: Warum geben sich viele deutsche Anleger mit diesen Retail-Angeboten – trotz eines hohen Depotvolumens – zufrieden? Warum nutzen Sie keinen institutionellen Service? Ist das Tradition, Unerfahrenheit, Bequemlichkeit, eine komische Angewohnheit oder kennen Sie einfach keinen unabhängigen Vermögensverwalter, der ein individuelles Portfolio für Sie betreuen kann? Schwer zu sagen. Fakt ist aber: Transparenz, eine günstige Kostenstruktur und ein auf Sie zugeschnittenes Depot sollte Ihre oberste Priorität sein.

Fazit: Sicherheit und Transparenz: Zwei wichtige Faktoren in Ihrem Portfolio, die sorgfältig überprüft werden sollten. Überdenken Sie Ihr Verständnis von Sicherheit! Und prüfen Sie einmal genau, wer alles an Ihrem Portfolio mitverdient. Sie werden überrascht sein. Prüfen Sie Ihre Alternativen abseits der klassischen Bank- und Fondsprodukte. Ihr Depot hat eine optimale Betreuung verdient!

Fragen zum Beitrag beantworte ich gerne per E-Mail an feedback@gruener-fisher.de.

Thomas Grüner
ist Firmengründer und Geschäftsführer der Vermögensverwaltung Grüner Fisher Investments GmbH. Weitere Informationen unter www.gruener-fisher.de.

Der obige Text spiegelt die Meinung der jeweiligen Autoren wider. Instock übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche rechtliche oder sonstige Ansprüche aus.

 

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