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Völlig unerwarteter Zins-Kollaps

Donnerstag, 4. Dezember 2014 um 08:27

Von Thomas Grüner
Negativzinsen wird zu einem der Unwörter des Jahres 2014. Die Jagd nach neuen Tiefstständen geht weiter! Deutsche Staatsanleihen mit einer Laufzeit von zehn Jahren rentieren aktuell bei 0,74 Prozent, französische Staatsanleihen bei 1,02 Prozent. Selbst Spanien und Italien fallen unaufhaltsam unter die Marke von 2 Prozent – mittlerweile fällt die Risikoprämie für die Käufer dieser Anleihen äußerst mager aus. Eine überraschende Entwicklung? Analysten und Medien sind sich zum Ende des Jahres einig: Das war absehbar! Schließlich ist die EZB weiterhin um ihr Preisstabilitätsmandat bemüht, das Inflationsziel von 2 Prozent immer noch weit entfernt, Leitzinssenkungen und „konjunkturstützende“ Maßnahmen für die schwächelnde Eurozone demnach die logische Konsequenz. Alles Unfug! Niemand hat das erwartet!

Ein Blick zurück zum Jahresbeginn 2014. Deutsche Staatsanleihen mit einer Laufzeit von zehn Jahren rentieren bei 1,96 Prozent. Die Umfrageergebnisse im Rahmen unserer Kapitalmarktprognose für das Jahr 2014 zeigen: Banken erwarten im Schnitt einen Anstieg auf 2,26 Prozent, Privatanleger einen Anstieg auf 2,17 Prozent. Die tatsächliche Zinsentwicklung im Jahr 2014 ist nicht mehr und nicht weniger als eine faustdicke Überraschung! So einfach die rückblickende Analyse ist, so schwer ist die Prognose zukünftiger Entwicklungen!

Weitere Überraschung am Aktienmarkt

Klarer Favorit im Jahr 2014: US-Aktien. Die Konjunktur zieht an, die Unternehmen verdienen prächtig, der starke US-Dollar verschafft europäischen Investoren eine ordentliche Zusatzrendite. Eine Übergewichtung deutscher Aktien im Portfolio ist nicht ratsam, gerade in diesem schwierigen europäischen Konjunkturumfeld. Die einleuchtende Analyse der Aktienmarktentwicklung 2014, sehr präzise zum Jahresende dargeboten von den Medien. Vorhersehbar?

Erneut der Blick zurück. Zu Beginn des Jahres 2014 war die Stimmung unter Aktienanlegern gegenüber den USA verhalten. Bereits im Mai 2013 hatte Ben Bernanke die schrittweise Rückführung der FED-Anleihekäufe angekündigt. Die Märkte gerieten kurzzeitig ins Wanken – und dies sollte nur der Vorgeschmack auf das sein, was den USA blüht, wenn das QE-Programm dann tatsächlich etappenweise beendet wird. Großes Unheil für die US-Märkte 2014, die an der Injektionsnadel der FED hängen! Und warum zusätzliches Währungsrisiko eingehen? Dann doch lieber in den deutschen Heimatmarkt investieren! Diese Meinung spiegelt die Überzeugung vieler deutscher Anleger zu Jahresbeginn wider. Nur wenige vermuteten, dass das QE-Programm tatsächlich so geräuschlos zu Ende geht, wie es im November 2014 geschehen ist – seit Mai 2013 haben die US-Märkte dabei um mehr als 30 Prozent zugelegt!

Mehr Optimismus?

Die Mauer der Angst ist immer noch robust, keine Frage. Sorgen um die Eurozone, China und Japan bleiben treue Begleiter. Die Korrektur im Oktober hat zudem schonungslos offengelegt, wie viel Skepsis noch immer im Markt vorhanden ist. Allerdings mehren sich Anzeichen, die für einen steigenden Optimismus sprechen. Moody´s stuft Japan herunter! Wen interessiert´s? Dax an der Grenze zu 10.000 Punkten! Das ist ok, da waren wir schon mal. Der Gewöhnungseffekt stellt sich ein, die Akzeptanz für höhere Kursniveaus wird größer. Ein wichtiger Hinweis für das kommende Jahr 2015: Es ist noch keine Euphorie erkennbar, lediglich die Unkenrufe werden etwas leiser. Für den Bullenmarkt läuft alles nach Plan.

Fazit: Das Jahr 2014 konnte einige Überraschungen aufbieten! Zins-Kollaps und starke US-Märkte! Auch wenn das in der Rückbetrachtung des bisherigen Jahres kaum ein Analyst wahrhaben will. Für 2015 gilt: Die Märkte werden selektiv bleiben. Und nichts ist so sicher wie weitere Überraschungen!

Fragen zum Beitrag beantworte ich gerne per E-Mail an feedback@gruener-fisher.de.

Thomas Grüner ist Firmengründer und Geschäftsführer der Vermögensverwaltung Grüner Fisher Investments GmbH. Weitere Informationen unter www.gruener-fisher.de.


Der obige Text spiegelt die Meinung der jeweiligen Autoren wider. Instock übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche rechtliche oder sonstige Ansprüche aus.

 

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