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Wer sich nicht kümmert

Samstag, 29. November 2014 um 09:33

Von Bernd Niquet

Mein innerer Seismograph zeigt es mir ganz genau. Da bricht etwas auf, da entsteht eine Spalte, da passen die Dinge nicht mehr zueinander. Es verändert sich etwas mit rapider Geschwindigkeit und niemand, mich eingeschlossen, besitzt eine tragfähige Idee, was jetzt zu tun ist.

Die Börse steht erneut knapp vor einem absoluten Höchststand. Seit dem Jahr 2008 haben sich die Aktien im Schnitt verdoppelt. In noch viel kürzerer Zeit verdoppelt haben sich auch die Asylantenzahlen. Und wenn ich an der Spree entlanggehe, sehe ich unter jeder Brücke eine Schlafstätte. An die Bettler, die die U- und S-Bahnen bevölkern und vor den Supermärkten lungern, habe ich mich sogar mittlerweile gewöhnt.

Wir in Europa sind die reichsten Menschen der Welt, jedenfalls im Durchschnitt und im oberen Bereich unserer Verteilungsskala. Dafür haben wir auch Mauern gebaut, die höher sind als die Berliner Mauer früher, und mit dem Mittelmeer gibt es eine Grenzsicherung, die breiter ist als der Todesstreifen. Der Unterschied ist nur, dass heute kein Schießbefehl existiert.

Was sollen wir tun?

Welche Teile unseres Wohlstandes sollen und müssen wir jetzt zur Hilfe notleidender Menschen einsetzen? Und wie gehen wir damit um, was das für unsere eigene Bevölkerung bedeutet? Ich habe nicht einmal den Ansatz einer Lösung parat.

Einfacher ist es schon bei den Drogen. In Berlin haben der Staat und die Polizei mittlerweile den Kampf gegen die Drogen aufgegeben. Jetzt bleibt wohl als einzige Möglichkeit nur noch, den Drogenkonsum zu legalisieren. Vielleicht wird ja auch bald der Wohnungseinbruch legalisiert, weil ja ohnehin von 100 Wohnungseinbrüchen nur bei einem einzigen der Täter gefasst und verurteilt wird.

Ich denke, hier ist die Entscheidung sehr einfach, was zu tun ist. Es wird freilich nichts passieren. Und so rutschen wir immer weiter ab.

Gerade habe ich einen Punkt aufgearbeitet, der mich immer schon beschäftigt hat: Wie kann es sein, dass wir ein riesiges soziales Netz haben, aber einem trotzdem überall Bettler begegnen, die behaupten, nichts zum Essen zu haben und über keinen Schlafplatz zu verfügen?

Die Antwort lautet: Weil sie selbst schuld sind, sich nicht gekümmert haben oder schlichtweg mehr Geld ausgegeben haben als ihnen zusteht. Denn es gibt wirklich alles, selbst für Extremfälle: Maßnahmen gegen Wohnungslosigkeit und gegen drohenden Wohnungsverlust. Wer sich kümmert, muss nicht auf der Straße leben oder Hunger schieben. Und er muss auch daher nicht betteln. Punkt.

Freilich gilt das nur für deutsche Staatsbürger. Bei Ausländern sieht es hingegen anders aus. Aber das ist natürlich ein ganz anderes und völlig neues Thema.

Ich wünsche eine schöne Adventszeit.

Anregungen oder Kritik bitte an Bernd Niquet.

****************** ACHTUNG! Neues Buch: **********************

Bernd Niquet, „Die bewusst herbeigeführte Naivität“, Engelsdorfer Verlag, Leipzig 2014, 265 Seiten, 14 Euro, ISBN 978-3-95744-306-9.

Am besten portofrei direkt beim Verlag bestellen: www.engelsdorfer-verlag.de/db/autorwerke.php

Der obige Text spiegelt die Meinung der jeweiligen Autoren wider. Instock übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche rechtliche oder sonstige Ansprüche aus.

 

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