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Für immer Sommer

Freitag, 24. Oktober 2014 um 22:57

Von Bernd Niquet

Ein bisschen stolz bin ich schon, dass ich unsere Leute, unser Land und unsere Gesellschaft mittlerweile anscheinend ganz gut verstehe. An diesem Wochenende wird ja die Zeit umgestellt. Da kam mir der Gedanke, dass jetzt doch eigentlich irgendwann einmal der Vorschlag kommen müsste, die Sommerzeit auch im Winter beizubehalten. Denn morgens ist doch eh alles egal und nachmittags wäre eine Stunde längere Helligkeit Gold wert. Dann könnte man nämlich viel besser einkaufen gehen – hell ist ja sowieso immer besser ist als dunkel und warm besser als kalt.

Und dann kommt doch am Mittwoch tatsächlich so eine Meldung in der Zeitung!!! „Deutsche wollen Sommerzeit behalten – Die meisten Deutschen lehnen die Zeitumstellung am Wochenende ab .... 60 Prozent der Umstellungsgegner hätten gerne das ganze Jahr über nicht die normale Winterzeit, sondern die Sommerzeit, bei der sie eine Stunde früher aufstehen müssen und es dafür abends länger hell ist.“

Eigentlich komisch, dass wir so geschlossen gegen den Klimawandel sind? Denn eigentlich fände der Deutsche es ganz sicher gut, wenn es nicht nur heller, sondern auch wärmer wird.

Aber das ist nicht das Einzige, was momentan nicht passt. Da sagt doch tatsächlich der Ko-Chef der Deutschen Bank, Jürgen Fitschen, in dieser Woche in einem Interview, nicht nur Reichen dürften von unserer guten Wirtschaftsentwicklung profitieren. Na, da bin ich aber neugierig, was er selbst dazu beitragen wird.

Das gesamte Interview ist wie ein einziger Schaumkuss. Fitschen sagt: „Viele Menschen haben in den vergangenen zehn Jahren keine Reallohnerhöhung gesehen. Dass sie das mitgetragen haben, muss gewürdigt werden. Aber irgendwann fragen sich die Menschen: Was hat uns das gebracht? Irgendwann könnte der Geduldfaden reißen … Es stellt sich daher die Frage, wie man ein Höchstmaß an Leistungsmotivation für alle, natürlich auch für die Leistungsträger, erzielen kann.“

Hier bin ich natürlich gespannt, welche Antworten Herr Fitschen da auf seine Frage liefern wird. Denn fragen kann ja jeder. Vielleicht will die Deutsche Bank auch hierzulande den Frauen den Kaviar abzapfen, damit sie besser arbeiten können, aber nein, darüber will ich lieber in der nächsten Woche ausführlicher schreiben.

Wunderbar ist auch, was Fitschen zum Thema Sparpolitik sagt: „Wir müssen einen intelligenten Weg finden, für notwendig erachtete Investitionen zu finanzieren, und dennoch das Ziel, mehr zu sparen, nicht aus den Augen zu verlieren. Aber das ist zugegebenermaßen sehr schwer.“

Ich würde sagen: Das ist unmöglich. Wenn der Staat spart, kann er nicht gleichzeitig investieren. Und wenn die Privaten sparen, kann zwar investiert, aber nicht gleichzeitig konsumiert werden. Aber das traut sich ja niemand zu sagen. Ich freue mich jetzt schon, welcher „intelligente Weg“ hier einmal gefunden wird. Vielleicht, dass am besten einfach immer Sommer ist?!

Aber nein, ich ahne es natürlich schon. Es wird leider PPP werden, Public-Private-Partnership. Das heißt: Die Privaten investieren und der Staat zahlt. Allerdings so, dass das alles nicht in den öffentlichen Budgets auftaucht. Vielleicht ist deshalb ja PPP bald das Investmentbanking der Zukunft.

Anregungen oder Kritik bitte an Bernd Niquet.

******************* Und vergessen Sie nie: ********************
**** Die wirkliche Wirklichkeit liegt stets Jenseits des Geldes! ****

Bernd Niquet, "Jenseits des Geldes, Dritter Teil", Leipzig 2013, 607 Seiten, 18 Euro, ISBN 978-3-95488-235-9.

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