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Menschenversuche

Freitag, 3. Oktober 2014 um 23:00

Von Bernd Niquet

Neulich bekomme ich von einem Freund einen Link geschickt, das wäre doch genau das, was ich in der vorangegangenen Kolumne geschrieben hätte, meint er. Denn hier ist jemand aufs Land gezogen und arbeitet jetzt vollständig via Internet.

Als ich auf die Seite klicke, erschrecke ich. Der Mann mag ja vielleicht auf dem Dorf wohnen, doch mich zieht er mitten in das Land von Big Brother hinein. Vielleicht ist die Totalüberwachung auf dem Dorf ja normal? Daran habe ich noch nie gedacht.

Doch hier geht es ja erst einmal um eine Internetseite. Und darauf finde ich überall Buttons, die ich anklicken soll: „Claim your name“, „Email me“, „Follow me“, „Share my Page“ und „Vergib ein ´Like`“.

Ich nehme sofort Reißaus. Ich fühle mich total unwohl. Was ist, wenn ich aus Versehen irgendwo draufklicke, bin ich dann gespeichert, erscheine ich daraufhin irgendwo? Nein, dieser Mann soll machen, was er will, ich möchte damit nichts, aber auch gar nichts zu tun haben.

Wahrscheinlich ist das heute aber alles normal. Nur wer über Likes und Follower verfügt, der zählt etwas. Und plötzlich merke ich, dass ich richtig alt geworden bin.

Das geht mir aber auch in vielen anderen Kontexten so. Meine Güte, was war das für eine ruhige Zeit, in der ich großgeworden bin. Da gab es Drogen nur am Bahnhof Zoo. Und Kriminalität auch. Da standen zwar wenige Kilometer weiter die Russen, doch in dieser starren Ordnung herrschte Ruhe.

Heute hingegen sind alle in Bewegungen, die Guten und die Bösen, die Reichen und die Armen. Derzeit sind weltweit so viele Menschen auf der Flucht wie niemals seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges, nämlich 51 Millionen.

Natürlich müssen wir als eines der reichsten Länder der Welt bei den großen Konflikten helfen und Flüchtlinge aufnehmen. Doch mir blutet gleichzeitig auch das Herz, wie uns das selbst aus dem Tritt bringt. Aber irgendwie sind wir auch selbst schuld daran.

Denn unsere Flüchtlingsregelungen sind so idiotisch, dass sie kaum von Leuten beschlossen worden sein können, die sich im Vollbesitz ihrer geistigen Kräfte befinden. Da kommen Menschen hierher, oft mit guter Ausbildung, in jedem Fall aber mit großem Antrieb und riesiger Motivation, ein besseres Leben führen zu wollen.

Doch was machen wir? Wir kasernieren sie, sperren sie in Heime, verbieten ihnen, zu arbeiten, und halten sie von der Bevölkerung fern. Wir müssen vollkommen verrückt sein. Warum können diese Menschen hier nicht arbeiten? Sie könnten doch Hilfsgüter für ihre Heimat herstellen.

So aber wird man zwangsläufig verrückt. Eingesperrt und ohne jegliche Aufgabe, zum Abwarten verdammt. Da zeigen schon Tierexperimente, dass so etwas nicht gutgehen kann. Am meisten daran frappiert mich, dass wir, die doch ansonsten ihr gesamtes Leben auf Tierversuchen aufgebaut haben, es hier ganz anders machen.

Und ich habe wirklich keine Idee, was das bedeuten könnte.

Anregungen oder Kritik bitte an Bernd Niquet.

******************* Und vergessen Sie nie: ********************
**** Die wirkliche Wirklichkeit liegt stets Jenseits des Geldes! ****

Bernd Niquet, "Jenseits des Geldes, Dritter Teil", Leipzig 2013, 607 Seiten, 18 Euro, ISBN 978-3-95488-235-9.

Am besten portofrei direkt beim Verlag bestellen: www.engelsdorfer-verlag.de/db/autorwerke.php

 

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