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Die Uhr tickt

Freitag, 3. Oktober 2014 um 08:51

Von Wolfgang Braun
Die Angst vor einer Rückkehr der Euro-Krise geht um. Konjunkturdaten aus dem Währungsgebiet verdüstern sich. So ist der Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe im September auf den tiefsten Stand seit Juli 2013 gefallen und signalisiert eine Stagnation. Etwas besser sieht es für den Service-Sektor aus, aber auch hier trübt sich die Stimmung ein. Die Probleme treffen zunehmend die Mitte der Euro-Zone: Zuletzt haben Frankreich und Italien ihre Wachstumsprognosen gesenkt, dafür soll die Neuverschuldung deutlich höher ausfallen als bislang befürchtet.

Neue Turbulenzen?

Müssen Anleger in Anbetracht dieser Entwicklung mit ähnlichen Turbulenzen rechnen wie während der Finanzkrise 2008? Vorerst wahrscheinlich nicht, denn EZB-Chef Mario Draghi hat unmissverständlich erklärt, dass er alles tun werde, um eine Destabilisierung des Währungsgebiets zu verhindern. Notfalls würde er wohl auch massiv Anleihen von Krisenstaaten aufkaufen. Bislang trauen ihm die Märkte zu, Schlimmeres zu verhindern: Trotz verschlechterter Schuldensituation verharren die Anleiherenditen von Frankreich und Italien auf Rekordtiefs. Hoffnung macht zudem der Einbruch des Euro. Auch wenn eine schwache Währung langfristig am Wohlstand von Nationen nagt, kurzfristig erhöht er die Wettbewerbsfähigkeit.

Lehren gezogen

Auch die Geldhäuser scheinen Lehren aus der Finanzkrise gezogen zu haben – zumindest in Deutschland. Altlasten wurden beseitigt, Bilanzsummen reduziert und gleichzeitig frisches Geld eingeworben. Die Eigenkapitalquoten der Deutschen Bank und der Commerzbank haben sich von ihrem Tief dadurch mehr als verdoppelt. Es gibt also Hoffnung, dass eine Rückkehr der Krise vorerst verhindert werden kann. Langfristig sind Strukturreformen in den Krisenländern aber unumgänglich – und die Uhr tickt.

Wolfgang Braun ist Chefredakteur des Börsenbriefs „Aktien-Strategie“. Weitere Informationen zum Börsenbrief finden sie hier.

Der obige Text spiegelt die Meinung der jeweiligen Autoren wider. Instock übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche rechtliche oder sonstige Ansprüche aus.

 

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