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Wie die antiseptische Gesellschaft Nähe zeigt

Freitag, 26. September 2014 um 22:44

Von Bernd Niquet

In der vergangenen Woche sind mir ein paar Puzzleteilchen aufgefallen, die perfekt zusammenpassen und beinahe ein kleines in sich stimmiges Bild ergeben.

Zunächst einmal ist da der Ärger in den Städten Berlin und Barcelona um den ausufernden Tourismus. Normale Wohnungen werden zu Ferienwohnungen und bringen den Besitzern enorme Gewinne ein, den sonstigen Bewohner der entsprechenden Häuser jedoch nur Verdruss. Touristen, junge Leute in Großstädten, wollen ja Party machen und müssen morgens nicht aufstehen.

Möglich ist das alles nur durch die neuen Medien und das Internet. Denn ohne das gäbe es weder den Flugtourismus, wie wir ihn heute kennen, noch die Möglichkeit, schnell und unkompliziert an Wohnungen heranzukommen.

Ich erinnere mich an den Beginn der Internetzeit und was ich damals gedacht habe, wie sie unser Leben ändern würde. Doch ich habe mich enorm geirrt und genau in die falsche Richtung gedacht. Ich dachte, es würde die Leute auf das Land ziehen. Ich dachte, wer kann, flieht der Hektik der großen Städte, lässt sich auf dem Land nieder und erledigt seine Arbeit von dort über das Internet.

Ich jedenfalls arbeite so – und ich liebe nichts mehr als das.

Doch die verrückte Masse macht genau das Gegenteil: Sie will gerade unter ihresgleichen, wie die Tiere im Stall, von morgens bis in die Nacht immer nur unter ihresgleichen sein. Sie ist total wild darauf, in die Innenstädte zu ziehen und macht sogar in den Innenstädten Urlaub.

Sollen sie ruhig, denke ich. Mir ist es recht, denn umso leerer ist es überall in der Natur. Aber eine merkwürdige Spezies ist das schon.

Auch dieser Trend zum Umarmen ist noch relativ neu. Früher haben die Menschen sich die Hand gegeben, heute jedoch muss man jemanden immer gleich umarmen. Wie lustig das aussieht, wenn man umarmt, ohne umarmen zu wollen, konnte man prima beim neuen HSV-Trainer sehen. Das waren wirklich grotesk-komische Bilder im Fernsehen. Die antiseptische Gesellschaft will plötzlich Nähe zeigen.

Und der Reporter bei der Fußballübertragung im Radio sagt: „Ich brauche sofort eine Dusche!“ Die Menschen sind heute allesamt so glattgewienert, dass jeder Schweißtropfen ihnen gleich wie ein Furunkel vorkommt. Apropos Fußball: Ein ehemaliger Spieler von Manchester United meinte in dieser Woche, der Club müsse bestimmt noch 100 Millionen Pfund in neue Spieler investieren, um wieder konkurrenzfähig zu sein. Kann man da nicht irgendwie fast verstehen, wenn frustrierte und desorientierte Jugendliche zu IS-Terroristen werden?

Anregungen oder Kritik bitte an Bernd Niquet.

******************* Und vergessen Sie nie: ********************
**** Die wirkliche Wirklichkeit liegt stets Jenseits des Geldes! ****

Bernd Niquet, "Jenseits des Geldes, Dritter Teil", Leipzig 2013, 607 Seiten, 18 Euro, ISBN 978-3-95488-235-9.

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