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Die Börsen in schwierigen Zeiten

Freitag, 29. August 2014 um 22:43

Von Bernd Niquet

In der vergangenen Woche schickte mir ein Bekannter eine kurze und wie ich finde kluge Abhandlung, die mich sehr beeindruckt hat. Sie lautet: „1954-66, nach bereits 5 Jahren Hausse mit +150% ritten US-Börsianer nochmals 12 Jahre den Bullen. Und dazu die damaligen Störfeuer: Kalter Krieg, Indochina, Suez Krise, Ungarn, Sputnik Schock (Dow -20%), Berliner Mauer, Kuba Krise, Vietnam, Kennedy Attentat … Die Welt brannte also immer schon …“

Das spielt mir momentan sehr in die Karten, sitze ich doch gerade an der Endkorrektur meines neuen Buches, das rechtzeitig vor Weihnachten herauskommen wird und in einem Teil ebenfalls von den Krisen der unmittelbaren Nachkriegszeit handelt.

Ich möchte den Ukraine-Konflikt sowie die Situation im Nahen Osten auf keinen Fall kleinreden, doch wer wie ich im eingemauerten West-Berlin großgeworden ist und ständig mit den russischen Panzern und Truppen um uns herum aufgewachsen ist, hat sicherlich einen anderen Blick auf die Geschichte als manch anderer.

Das war damals eine existentielle Bedrohung! Und trotzdem hat sich die Wirtschaft prächtig entwickelt und sind die Vermögenswerte enorm angestiegen. Wer in den 50er Jahren in Berlin Immobilien gekauft hat, hat bis zur Deutschen Einheit einen Zuwachs von mehr als 7.000 Prozent erzielt. Gegen die Russen zu wetten, war also durchaus lukrativ. Und auch die Aktienmärkte haben sich nicht schlecht entwickelt. Hier gab es von 1959 bis 1961 und von 1967 bis 1970 jeweils eine Verdoppelung der Kurse der deutschen Aktien, zwischenzeitlich jedoch auch beinahe eine Halbierung. In Amerika sah es freilich besser aus, aber auch dort waren die 70er Jahre, wie bei uns, dann eine Zeit der Stagnation. Doch mit Ausnahme dieser Phase ist es immer aufwärts gegangen, egal was in der Welt passiert ist.

Ist heute nun an ein Ende einer derartigen Entwicklung zu denken? Alles hängt an der Wirtschaft. Doch so lange die Menschen Bedürfnisse haben, die sich mit Gütern und Dienstleistungen befriedigen lassen, so lange wird die Wirtschaft wachsen. Man denke nur an die digitale Revolution, in der wir gerade stecken.

Modellhaft vor Augen geführt worden ist mir der Wandel der Zeiten in dieser Woche durch zwei Filme, die ich an aufeinanderfolgenden Tagen gesehen habe. Zuerst „Gaslicht“ aus dem Jahr 1960, psychologisch perfekt durchkomponiert, aber bieder und in schwarz-weiß, und dann nur einen Tag später das total verrückte, durchgedrehte und bunte „Dr. Gressmann zeigt Gefühle“.

Ob unsere Welt heute wirklich so ein Irrenhaus ist? Ich hoffe es nicht. Und doch würde selbst das an den ewigen Gesetzmäßigkeiten der Wirtschaft und der Vermögensgenerierung wenig ändern. Wir wollen immer mehr und wir kriegen deshalb auch immer mehr. Vielleicht wird es dann irgendwann knallen im Kopf, doch die Behandlungskosten dafür werden unseren Gesamtwohlstand dann nur noch weiter in die Höhe katapultieren.

Anregungen oder Kritik bitte an Bernd Niquet.

******************* Und vergessen Sie nie: ********************
**** Die wirkliche Wirklichkeit liegt stets Jenseits des Geldes! ****

Bernd Niquet, "Jenseits des Geldes, Dritter Teil", Leipzig 2013, 607 Seiten, 18 Euro, ISBN 978-3-95488-235-9.

Am besten portofrei direkt beim Verlag bestellen: www.engelsdorfer-verlag.de/db/autorwerke.php

 

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