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Wenn es ums Geld geht

Samstag, 16. August 2014 um 07:57

Von Bernd Niquet

Vielleicht ist es etwas übertrieben, zu behaupten, bei uns zähle Geld mehr als die Unversehrtheit von Menschenleben, aber in der Tendenz stimmt das sicherlich irgendwie schon. Es wird zwar immer andersherum behauptet, doch das hält wohl kaum den Tatsachen stand.

Gerade habe ich selbst einen zum Glück relativ harmlosen Fall erlebt, der jedoch genau in diese Richtung weist:

Erster Akt: Da bekommt jemand anonyme Drohmails zugeschickt, erkennt auch, wer dahintersteckt, macht eine Anzeige bei der Polizei, doch es tut sich rein gar nichts. Die Mails werden nicht nachverfolgt und das Verfahren wird eingestellt. Niemand interessiert sich dafür.

Zweiter Akt: Der der Tat Verdächtige macht daraufhin gegenüber demjenigen, der die Anzeige getätigt hat, eigene Rechtsanwaltskosten geltend und will diese im Zuge eines gerichtlichen Mahnverfahrens durchsetzen. In diesem Moment springt der Staatsapparat in perfekter Form an, es gibt nahezu wöchentliche Schriftsätze, Fristensetzungen und binnen Wochen die Ankündigung eines Verfahrens. Obwohl es sich nur um eine Forderung von wenigen hundert Euro handelt.

Quintessenz: So unterschiedlich wird in unserem Land die Bedrohung von Menschen und die Eintreibung von Geldforderungen behandelt.

Doch nicht nur bei uns läuft das so ab, auf der internationalen Bühne ist das erst recht der Fall. Doch hier könnte es sich durchaus als Segen entpuppen. Nehmen wir nur den Konflikt in der Ukraine und die damit verbundene Auseinandersetzung zwischen der EU und Russland. Für die Menschen ist hier ja wenig zu tun, die Opfer werden schnell unter Transaktionskosten abgebucht, und damit hat es sich dann auch.

Mit dem Hinweis auf Menschenleben kommt man gegen keinen Diktator an. Wohl auch nicht mit Handelssanktionen. Doch wenn es um die Verfügung über Geld geht, sieht alles plötzlich anders aus. Ein Blick auf die Kurse an der russischen Börse und den Abzug von Kapital aus dem Land weisen ja bereits klar die Richtung.

Doch richtig bedeutsam wird diese Sichtweise erst, wenn man berücksichtigt, dass jede Finanzierung der russischen Wirtschaft durch den russischen Staat sich westlicher Zahlungssysteme bemächtigen muss, weil nur so über die dortigen Währungsreserven verfügt werden kann. Und diese Zahlungssysteme unterliegen europäischem und amerikanischem Recht.

In den Geldbeziehungen können wir also ziemlich leicht all das erreichen, was wir ansonsten niemals schaffen würden. Und so wie es aussieht, geht der Westen das jetzt konsequent an. Mal sehen wie diese Geschichte ausgeht?

Anregungen oder Kritik bitte an Bernd Niquet.

******************* Und vergessen Sie nie: ********************
**** Die wirkliche Wirklichkeit liegt stets Jenseits des Geldes! ****

Bernd Niquet, "Jenseits des Geldes, Dritter Teil", Leipzig 2013, 607 Seiten, 18 Euro, ISBN 978-3-95488-235-9.

Am besten portofrei direkt beim Verlag bestellen: www.engelsdorfer-verlag.de/db/autorwerke.php

 

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