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Shangri-La und Schlaraffenland

Freitag, 8. August 2014 um 23:00

Von Bernd Niquet

Nur wenige Tage nach dem Schreiben meiner vorangegangenen Kolumne über Mallorca, die Russen und Konflikte, grabe ich bei mir die DVD des Films „In den Fesseln von Shangri-La“ aus. Ich weiß gar nicht, warum ich mir die einmal bestellt habe, wahrscheinlich aufgrund des einen oder anderen Popsongs und weil ich nicht wusste, was Shangri-La ist. Und dann hat mich wohl die Bedeutung dieses Begriffes angesprochen.

Und genauso ist es jetzt auch. Es handelt sich bei Shangri-La um einen fiktiven paradiesischen Ort, der dem 1933 erschienenen Bestsellerromans „Der verlorene Horizont“ von James Hilton entstammt, welcher 1937 schließlich verfilmt wurde. In dem Film wird beschrieben, wie eine Gruppe von Menschen, die aus dem westlichen Kulturkreis stammen, im Himalaya in einer frei gewählten Weltabkehr in einem Kloster am Shangri-Gebirgspass leben.

Ihre Lebensweise ist durch Selbstbestimmung und den weitgehenden Verzicht auf Hast, Konflikte und Unterdrückung gekennzeichnet. Sofort muss ich wieder an Mallorca denken, an diese beinahe unfassbare Realisationen eines Traumes, den die Menschheit seit jeher gehegt hat und der jetzt zumindest für uns Bürger der westlichen und langsam auch östlichen Industrieländer zur Realität geworden ist – das Schlaraffenland.

Zwei Wochen „All-inclusive“, das ist sogar noch mehr als das Schlaraffenland, denn hier fließen nicht nur rund um die Uhr Milch und Honig und fliegen einem die gebratenen Tauben in den Mund, ohne dass man etwas dafür tun muss, nein, man kann sich zudem auch ohne jeden Aufwand und Kosten in unbegrenzter Höhe Drogen beschaffen und alle Drinks frei konsumieren.

In dieser Welt einem Kind zu erklären, dass die wirkliche Welt eigentlich völlig anders aussieht und von Mangel, Hunger, Durst, Gewalt, Unterdrückung und Existenzkampf gekennzeichnet ist, ist völlig unmöglich. Ebenso unmöglich wie der Weg von Shangri-La nach unten ins Tal.

Doch hier enden dann die Parallelen und es beginnt eine völlig neue Art von Zusammenhang. Denn die Gruppe von Briten, die in dem Film ohne ihr eigenes Wollen nach Shangri-La kommen, sind keine Mallorca-Touristen, die bereits über ein Rückflugticket mit einem genauen Abreisedatum verfügen und für die so ein Urlaub nur eine Abwechslung von einem ganz anderen Leben darstellt.

Die Frage nach dem Bleiben in Shangri-La ist für sie vielmehr eine Frage von Endgültigkeit. Und hier zeigt sich, dass die Menschen, die es ohne eigene Intention hierher verschlagen hat, gar nicht durchweg zufrieden sind in diesem Paradies. Ein bisschen ist das genau wie auf Mallorca, denn auch hier zeigte sich ja sehr deutlich, dass selbst das Schlaraffenland die Menschen keinesfalls glücklich macht.

Denn irgendwie müssen wir immer wieder heraus, selbst wenn wir im ewigen Frieden leben. Wir müssen heraus, neue Grenzen erforschen und unser Ego durchsetzen. Ohne das geht es wohl nicht. Selbst im Schlaraffenland nicht.

Anregungen oder Kritik bitte an Bernd Niquet.

******************* Und vergessen Sie nie: ********************
**** Die wirkliche Wirklichkeit liegt stets Jenseits des Geldes! ****

Bernd Niquet, "Jenseits des Geldes, Dritter Teil", Leipzig 2013, 607 Seiten, 18 Euro, ISBN 978-3-95488-235-9.

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