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Der sture Bullenmarkt

Donnerstag, 17. Juli 2014 um 08:56

Von Thomas Grüner
Unzählige Krisenherde! Es herrschen Kriegszustände im Gazastreifen, in der Ukraine und im Irak. Das BIP in den USA steckt im ersten Quartal des Jahres 2014 einen herben Rückschlag ein und das Wachstum in der Eurozone verlangsamt sich. Dazu gesellt sich ein portugiesisches Bankendrama. Der Stoff, aus dem handfeste Korrekturen gemacht sind. Vorboten eines Bärenmarktes?

Die groß angekündigte Korrektur will einfach nicht kommen. Der Bulle bleibt stur, unbeeindruckt. Ärgerlich für Investoren, deren Erfolgsgeheimnis darin besteht, in „Korrekturphasen“ günstig in die Märkte einsteigen zu wollen. Was verbirgt sich also hinter diesem Bullenmarkt – fundamentale und permanent unterschätzte Stärke oder wird der große Knall umso heftiger, je länger der Bullenmarkt die „wahren Risiken“ ignoriert?

Es ist an dieser Stelle wichtig zu sehen, dass die Märkte keinesfalls losgelöst von der Realität sind. Der aktuelle Bullenmarkt durchläuft wirtschaftliche und marktspezifische Zyklen, die alles andere als außergewöhnlich sind – wie zum Beispiel eine gewisse KGV-Expansion. Die aktuell wahrgenommenen „Risiken“ sind ebenso typisch für die reifere Phase eines Bullenmarkts, die von Höhenangst geprägt ist. Eine Aufwärtsbewegung ohne Stolpersteine war noch nie da und wird es auch nicht geben. Die Märkte sind jedenfalls sehr geübt darin, diese Korrekturen immer wieder auszugleichen. Und sie bewegen sich vor allem dadurch, dass die Diskrepanz zwischen Erwartungen und Realität immer wieder angepasst wird. Aktuell kann weder von einer Überbewertung der Märkte noch von überzogenen Erwartungen die Rede sein.

Die Robustheit des Bullenmarktes hat die jahrelangen Skeptiker bisher keinesfalls eines Besseren belehrt. Die verzweifelte Suche nach dem bestimmten Faktor X, der den nächsten Bärenmarkt einleiten kann, geht weiter. Die Gewinnerwartungen der Unternehmen könnten nicht erfüllt werden! Ein willkürlich ausgewähltes Beispiel – weitere Themen stehen ausreichend zur Verfügung. Die Frage ist nur, inwieweit sich der Markt großartig um diese Themen kümmert – oder was weitaus wahrscheinlicher ist: Sie schon längst eingepreist hat.

Spiel mit Erwartungen

Die Märkte verhalten sich bekanntermaßen äußerst selten so, wie es die Mehrheit der Anleger prognostiziert. Immer das exakte Gegenteil von dem zu machen, was der Marktkonsens also erwartet, ist jedoch auch keine gewinnbringende Strategie. 2013 sollte gemäß den Prognosen der Banken und Privatanleger ein Jahr mit moderaten Zuwächsen werden. Weit gefehlt! Auch die Gegenposition einzunehmen („2013 wird negativ!“) war nicht von Erfolg gekrönt. Es gibt keine Liste von Regeln und Mustern, die als Vorlage für langfristig erfolgreiches Investieren dienen kann. Es ist vielmehr ein Spiel mit den Wahrscheinlichkeiten, bei dem es definitiv hilfreich ist, zu wissen, was die Masse denkt – aber man erhält eben auch keine Aussage darüber, was tatsächlich passieren wird. Es ist ein klarer Mehraufwand nötig, um die zukünftige Marktentwicklung antizipieren zu können. Im Update der Kapitalmarktprognose unseres Hauses für das Jahr 2014 werden wir uns diesem Thema detailliert widmen.

Fazit: Was können die Anleger noch vom Jahr 2014 erwarten? Geht die Jagd nach dem ominösen Auslöser für den nächsten Bärenmarkt weiter? Lesen Sie in unserem in Kürze erscheinenden Update der Kapitalmarktprognose 2014, was der Marktkonsens für den restlichen Jahresverlauf erwartet, und welche Faktoren für erfolgreiches Investieren im aktuellen Marktumfeld ausschlaggebend sind.

Fragen zum Beitrag beantworte ich gerne per E-Mail an feedback@gruener-fisher.de.

Thomas Grüner
ist Firmengründer und Geschäftsführer der Vermögensverwaltung Grüner Fisher Investments GmbH. Weitere Informationen unter www.gruener-fisher.de.


Der obige Text spiegelt die Meinung der jeweiligen Autoren wider. Instock übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche rechtliche oder sonstige Ansprüche aus.

 

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