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Volles Risiko?

Freitag, 13. Juni 2014 um 09:59

Von Wolfgang Braun
Der Dax hat die Marke von 10.000 Punkten geknackt und strebt fast täglich zu neuen Rekorden. Auch die US-Börsen bewegen sich in bislang nie gesehenem Terrain. Trotz der bereits deutlich gestiegenen Kurse gibt es weiter gute Argumente für einen Einstieg bei Aktien. So pumpen die Notenbanken unverändert reichlich Geld an die Märkte. Am vergangenen Donnerstag hat die EZB die Schleusen noch ein Stück weiter geöffnet. Die Geldschwemme hat bei Immobilien bereits zu erheblich steigenden Preisen gesorgt. Mit Anleihen lässt sich faktisch nichts mehr verdienen, obwohl die Schulden der Länder – und damit die Ausfallrisiken – in den vergangenen Jahren weiter geklettert sind. Der Anlagenotstand ist groß und Aktien bieten derzeit das attraktivste Chance-Risiko-Verhältnis. Das gilt besonders, weil sich die Konjunkturperspektiven in den westlichen Industrieländern aufhellen und damit die Hoffnung besteht, dass die Unternehmensgewinne den voraus gelaufenen Kursen nacheilen.

Luft wird dünner

Anleger sollten sich aber nicht einlullen lassen. Denn auch bei Aktien wird die Luft dünner. So liegt das Kurs-Buchwert-Verhältnis im Dax inzwischen rund 20 Prozent über dem historischen Mittel. Der TecDax bringt es für das laufende Jahr auf ein üppiges KGV von gut 30. Aktien schwanken grundsätzlich um ihren fairen Wert. Das spricht dafür, dass es irgendwann abwärts gehen muss. Aus technischer Sicht sind die wichtigen Indizes nach fünf Jahren Hausse inzwischen klar überhitzt. Eine Verschnaufpause täte dem Markt also auch aus dieser Sicht gut. Die derzeitige Sorglosigkeit der Anleger drückt sich in einer äußert niedrigen Volatilität aus. Oft wird fehlende Angst dann doch bestraft.

Korrektur oder Baisse?

Hohe Bewertungen, technische Überhitzung und geringe Volatilität können über längere Zeit bestehen bleiben. Für sich genommen sind die kritischen Punkte daher noch kein Verkaufssignal. Zusammen mit der ab Spätsommer ohnehin kritischen Börsenphase mahnen sie aber zu erhöhter Vorsicht. Mit einem Crash oder einer Baisse rechne ich nach wie vor nicht. Die Notenbanken werden dafür sorgen, dass an den Finanzmärkten nichts anbrennt. Eine Korrektur ist aber überfällig. Und die könnte die Indizes dieses Mal schon 15 bis 20 Prozent kosten, um eine Marktbereinigung zu schaffen. Volles Risiko sollten Anleger daher trotz Rekordständen derzeit nicht fahren.

Wolfgang Braun ist Chefredakteur des Börsenbriefs „Aktien-Strategie“. Weitere Informationen zum Börsenbrief finden sie hier.

Der obige Text spiegelt die Meinung der jeweiligen Autoren wider. Instock übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche rechtliche oder sonstige Ansprüche aus.

 

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