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Zinsen oder Dividenden?

Donnerstag, 12. Juni 2014 um 08:12

Von Thomas Grüner
Die Situation für Anleger, die Wertschwankungen vermeiden wollen und Wert auf laufende Erträge in vernünftiger Höhe legen, ist nicht einfacher geworden. Das Niedrigzinsumfeld hat – auch gemäß den Ankündigungen der jüngsten EZB-Sitzung – weiterhin Bestand und wird noch lange Zeit nachwirken.

Die Zinsentwicklung ist die – positive! – Überraschung im bisherigen Jahresverlauf 2014. Die Zinsen für italienische (2,73 Prozent) und spanische (2,61 Prozent) Staatsanleihen mit 10-jähriger Laufzeit notieren aktuell im Bereich von unter 3 Prozent – tiefer als vor dem Ausbruch der Eurokrise – sogar tiefer als jemals zuvor!

Spanien und Italien nehmen diese Möglichkeit gerne wahr, sich frisches Geld am Kapitalmarkt zu günstigen Konditionen zu besorgen. Überzeichnete Emissionen zeigen, dass die begebenen Anleihen bei Anlegern sehr beliebt sind – trotz einer Verzinsung von „lediglich“ 3 Prozent im Vergleich zu den „Spitzenwerten“ von rund 7 Prozent in den vergangenen Jahren.

Dividenden als Alternative

Wer laufende Erträge sucht, dabei langfristig denkt und Wertschwankungen akzeptiert, der wird den Aktienmarkt als äußerst attraktive Alternative identifizieren. Zusätzlich zur Dividende erhält man die Chance auf nachhaltige Kursgewinne. Historische Daten zeigen: Je länger der Anlagehorizont, desto besser die Chancen – während die Kursphantasie im Anleihemarkt zweifellos stark begrenzt ist. Für eine Ausschüttungsquote im Bereich von 3 Prozent muss man dabei nicht einmal besonders selektiv an die Aktienmärkte herangehen, es genügt beispielsweise der Blick auf den Dax. Allgemein betrachtet ist die Zahl der dividendenstarken Titel groß, die teilweise weit mehr als 5 Prozent ausschütten. Doch ähnlich wie bei Anleihecoupons gilt auch für Dividenden: Prüfen Sie das Etikett!

Es ist nicht ratsam, die Qualität einer Aktie auf die Höhe der Dividende zu reduzieren – nur ein Bewertungsmaßstab von vielen. In diesem Zusammenhang ist es zudem ausschlaggebend, welcher prozentuale Anteil des Gewinns für die Dividendenzahlung des Unternehmens verwendet wird. Greift das Unternehmen im Rahmen der Ausschüttungen tatsächlich die eigene „Substanz“ an, steigt das Risiko für Dividendenkürzungen oder komplette Ausfälle. Solide Unternehmen mit nachhaltig gesteigerter Dividendenrendite sind zu bevorzugen – auch wenn sie im Ranking der Dividendentitel nicht im obersten Bereich anzusiedeln sind. Benutzt man den MSCI World Index als Repräsentant für „Standardaktien“ und den MSCI World High Dividend Yield für sehr dividendenstarke Aktien, so hat sich der MSCI World Index in den vergangenen beiden Jahren tatsächlich besser entwickelt.

Wertentwicklung vor Dividende

Dividenden fallen nicht vom Himmel! Der Aktienkurs wird unmittelbar um die Dividendenzahlung bereinigt. Sie sind äußerst nützlich, um laufende Kosten oder Entnahmen abzudecken, letztendlich aber doch nur eine spezielle Form der Ausschüttung. Unternehmen, die ihre Gewinne erfolgreich reinvestieren, statt sie auszuschütten, belohnen ihre Anleger gleichermaßen – mit Kurszuwächsen. Und der langfristige und nachhaltige Anlageerfolg wird an den Aktienmärkten immer noch durch die Kurszuwächse sichergestellt. Addierte Dividendenzahlungen liefern einen zusätzlichen Bonus.

Fazit: Achten Sie mehr auf die Dividendenhistorie eines Unternehmens! Und prüfen Sie sorgfältig, ob das Unternehmen gesunde Gewinne erwirtschaftet – so dass die Höhe der Dividende gerechtfertigt ist. Dann ist die Dividendenrendite ein schöner Bonus – den langfristigen Anlageerfolg sichert aber vor allem die Aktie selbst. Erfolgreiche Unternehmen wissen ihre Gewinne sinnvoll einzusetzen – in welcher Form auch immer.

Fragen zum Beitrag beantworte ich gerne per E-Mail an feedback@gruener-fisher.de.

Thomas Grüner
ist Firmengründer und Geschäftsführer der Vermögensverwaltung Grüner Fisher Investments GmbH. Weitere Informationen unter www.gruener-fisher.de.


Der obige Text spiegelt die Meinung der jeweiligen Autoren wider. Instock übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche rechtliche oder sonstige Ansprüche aus.

 

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