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Wie aus 26 Euro 160 Milliarden werden

Freitag, 23. Mai 2014 um 22:34

Von Bernd Niquet

Manche Dinge sind nicht einfach zu verstehen – und für mich sogar gar nicht. Ich kann sie zwar mit dem Verstand erfassen, trotzdem jedoch innerlich nicht wirklich begreifen.

Schallplatten sind zum Beispiel so eine Sache. Natürlich kann ich nachvollziehen, dass hier ein Abtastgerät durch geprägte Rillen fährt und dabei ins Schwingen gerät, doch das dabei wirklich diese vielen wunderbaren Töne herauskommen, bleibt mir wohl für immer fremd. Wie natürlich die modernen Speichermedien ebenfalls.

Bei der jetzt beschlossenen Mütterrente und der Rente mit 63 ist das leider auch nicht anders. Das ist einer der größten Eingriffe in die Rente und wird pro Jahr zwischen 9 und 11 Milliarden Euro kosten. Damit jedoch nicht genug, rechnet man die Zusatzausgaben nämlich hoch, werden sie bis zum Jahr 2020 etwa 60 Milliarden Euro und bis 2030 sogar die unglaubliche Summe von 160 Milliarden Euro ausmachen.

Wer kann sich diese Zahl von 160 Milliarden vorstellen? Wohl nur derjenige, der sich vorher schon mit der Banken- und Griechenlandrettung beschäftigt hat. Ansonsten geht es ja bei uns glücklicherweise nur um Millionen, selbst bei großen Renommierprojekten, die beinahe einmal um die Welt herum für Aufmerksamkeit sorgen.

160 Milliarden, die den jetzigen Rentenbeziehern zu Gute kommen, fehlen natürlich nicht nur den künftigen Generationen, sondern müssen sogar zum großen Teil von diesen aufgebracht werden. Dabei ist es andererseits natürlich mehr als gerecht, dass Frauen, die nicht berufstätig waren, weil sie Kinder großgezogen haben, nämlich die Kinder, die das jetzt auch bezahlen, besser gestellt werden. Genauso wie diejenigen, die 45 Jahre lang gearbeitet haben.

So weit, so gut, doch jetzt kommt der eigentlich entscheidende Punkt: Über welche Summen reden wir denn hier? Der überwiegende Teil des Rentenpakets betrifft die Mütterrente, die sich dadurch in den neuen Bundesländern um 26 Euro und in den alten Bundesländern um 28 Euro im Monat erhöht. Mehr ist das nicht.

Aus 26 Euro Zusatzleistung für eine Mutter werden bis zum Jahr 2030 insgesamt 160 Milliarden. 26 Euro im Monat! Das zahlen die heute arbeitenden Menschen doch einfach so mal nebenbei für den Handy-Zweitvertrag im Monat. 26 Euro, das ist nicht einmal 1 Euro am Tag und damit weniger als die Parkgebühren, die viele Bundesbürger tagtäglich im Durchschnitt bezahlen.

Vielleicht aber sollten wir einfach vorsichtig sein, alle Zahlen bis zum Jahr 2030 hochzurechnen. Ich denke dabei nur an den Haufen Abfall, den ein einziger Mensch bis zum Jahr 2030 produzieren wird. Oder: Allein von den Lebensmitteln, die wir bis zum Jahr 2030 wegwerfen werden, könnten wir sicherlich ganz Afrika ein Jahr lang ernähren.

Lohnt sich daher also das ganze Tamtam um ein bisschen Rentengerechtigkeit?

Anregungen oder Kritik bitte an Bernd Niquet.

******************* Und vergessen Sie nie: ********************
**** Die wirkliche Wirklichkeit liegt stets Jenseits des Geldes! ****

Bernd Niquet, "Jenseits des Geldes, Dritter Teil", Leipzig 2013, 607 Seiten, 18 Euro, ISBN 978-3-95488-235-9.

Am besten portofrei direkt beim Verlag bestellen: www.engelsdorfer-verlag.de/db/autorwerke.php

 

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