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Nützliche Mauer der Angst

Donnerstag, 15. Mai 2014 um 10:29

Von Thomas Grüner
„Die Aktienmärkte benötigen eine Mauer der Angst, um an ihr emporzuklettern.“ Ein bildhaftes Sprichwort, das nichts von seiner Aktualität eingebüßt hat. Die Aktienmärkte entwickeln tendenziell gerade dann eine besondere Dynamik, wenn die Diskrepanz zwischen Realität und Anlegerstimmung sehr groß ist. Diese entsteht immer wieder dadurch, dass die diversen Sorgen und Ängste den Blick auf die fundamentale Realität trüben: Die Mauer der Angst entsteht. Wirtschaftliche Zusammenhänge, politische Entwicklungen und die Profitabilität der Unternehmen werden fehlinterpretiert oder ignoriert. Positives Überraschungspotential entsteht genau dann, wenn diese Faktoren nüchtern betrachtet werden und eine gewisse Rationalität zurückkehrt.

Die Mauer der Angst ist mittlerweile seit fünf Jahren ein treuer Begleiter des Bullenmarkts. Sie ist eine der wichtigsten Triebfedern für die nachhaltige Aufwärtsbewegung. Ihre Existenz ist der Nachweis dafür, dass die Realität in vielerlei Hinsicht negativer wahrgenommen wird, als sie tatsächlich ist. Diese Aussage ist auch im Mai des Jahres 2014 immer noch gültig!

Neue Sorgen, neue Chancen

Im Tief- und Schlusspunkt eines Bärenmarktes ist der Pessimismus am größten, die Diskrepanz zur Realität außerordentlich hoch. Gerade deshalb ist in der Startphase eines Bullenmarktes eine besondere Dynamik zu beobachten. Doch selbst in seinem fünften Jahr hat der laufende Bullenmarkt nichts von seiner Kraft eingebüßt: Die Mauer der Angst ist noch längst nicht abgebaut. Im Gegenteil: Stets kommen neue Sorgen zu den zahlreichen, seit Jahren existierenden Ängsten hinzu. Nur zaghaft auftretender Optimismus und ständige „Rückfälle“ zur Skepsis liefern immer wieder neuen Nährboden für positive Überraschungen.

Die Medien übernehmen üblicherweise den Part, die Alarmglocken zu läuten und Investoren vor allen möglichen Gefahren zu warnen. „Die Situation ist noch nicht überstanden!“ – ein permanent auftretender Ausspruch, der sich auf ständig wechselnde Sachverhalte bezieht. Es ist schwierig für Anleger, hier kühlen Kopf zu bewahren. Viele Sorgen und Ängste sind in den Medien omnipräsent und werden häufig nicht im korrekten Zusammenhang dargestellt. Ängstliche Investoren springen deshalb oftmals ab oder halten ihre Investitionen zurück, bis die Wogen geglättet sind. Doch was passiert dann?

Perfekte Welt

Stellen Sie sich vor, die Medien verkünden das Ende aller Probleme. Internationale Experten treten ans Mikrofon und verkünden das Zeitalter der risikolosen, schwankungsarmen Aktienanlage mit maximalen Renditechancen. Kein Zerbrechen der Eurozone, keine Schuldenproblematik, nie wieder politische Unruhen! Euphorie macht sich breit, Fundamentaldaten treten in den Hintergrund, irrationale Überbewertungen werden zum Standard. Sieht so das optimale Umfeld aus, um in den Aktienmarkt zu investieren? Keinesfalls, wie uns die Erfahrung lehrt. Euphorie bildet sich in der finalen Phase des Bullenmarkts aus. „Die Krise ist überstanden“ – diese Aussage allein impliziert, dass bereits ein Großteil der Aufwärtsbewegung verpasst wurde. Falsche Ängste sind dagegen ein Treiber des Bullenmarkts – solange die Mauer der Angst existiert, droht den Aktienmärkten keine wirkliche Gefahr!

Fazit: Der Bullenmarkt hat seit 2009 schon so manche schwierige Phase überstanden, doch die Mauer der Angst ist immer noch hoch. Permanente Ängste und neue Sorgen prägen noch immer die Anlegerstimmung. Ein gutes Zeichen! Denn ist die Euphorie fern, kann der laufende Bullenmarkt noch viele weitere kritische Phasen überstehen.

Fragen zum Beitrag beantworte ich gerne per E-Mail an feedback@gruener-fisher.de.

Thomas Grüner ist Firmengründer und Geschäftsführer der Vermögensverwaltung Grüner Fisher Investments GmbH. Weitere Informationen unter www.gruener-fisher.de.


Der obige Text spiegelt die Meinung der jeweiligen Autoren wider. Instock übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche rechtliche oder sonstige Ansprüche aus.

 

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