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Schreckliche Realität schlägt zu

Donnerstag, 24. April 2014 um 11:20

Von Thomas Grüner
Der „Chart of Doom“ in allen Varianten, technische Warnsignale, negative Faktoren und warnende Stimmen diverser Fondsmanager und Analysten in den Schlagzeilen: Es scheint, als ob derzeit alles versucht wird, um die eigene Skepsis zu rechtfertigen. Der Bullenmarkt ist mittlerweile fünf Jahre alt – und mit den Kursen steigt der Argwohn. Der Faktor Zeit wird negativ ausgelegt.

Das Grundproblem: Die fundamentalen Daten und Marktmechanismen werden nicht mit der nötigen Sachlichkeit, Emotionslosigkeit und Rationalität betrachtet. Die Marktanalyse wird lediglich auf die vorherrschende negative Grundstimmung angepasst. Das ist falschherum gedacht. Wer Negatives sucht, wird Negatives finden. Die Presse spricht in diesem Zusammenhang davon, dass die „Realität einkehrt“. Doch von welcher Realität ist hier überhaupt die Rede?

Läuft die Zeit ab?

Diese „Realität“, die die Märkte – nach Ansicht vieler Experten – in absehbarer Zeit einholen wird, ist nichts weiter als Pessimismus. Sorgen vor einem Kursrutsch, vor dem Ende von QE, vor dem Ende des Bullenmarktes aufgrund der „fortgeschrittenen Zeit“. Eine sachliche Analyse würde jedoch in den Vordergrund stellen, dass die fundamentalen Daten positiver sind, als sie derzeit von der Mehrheit wahrgenommen werden. Dass der Leading Economy Index (LEI) nach wie vor steigt, dass sich das Wirtschaftswachstum in wichtigen Teilen der Welt beschleunigt und dass Bullenmärkte niemals nur aufgrund des Faktors Zeit an ihr Ende gelangen. Viele positive Zahlen und Fakten, die in der gegenwärtigen Phase ins Negative umgedeutet – oder schlicht und einfach ignoriert – werden.

Nur weil sich die Anzahl der Unkenrufe häuft, bedeutet das nicht, dass das Risiko einer Abwärtsbewegung größer wird. Im Gegenteil: Der Marktkonsens liegt nur in den seltensten Fällen richtig. Eine Konzentration der allgemeinen Marktmeinung um das „Abwärtsszenario“ herum, erhöht das positive Überraschungspotential! Märkte haben schon immer den Weg gewählt, der die Mehrheit der Analysten und Anleger überrascht hat.

Fokus nach vorn

Es ist niemals ratsam, aus der Performance der Vergangenheit auf die Performance der Zukunft schließen zu wollen. In der Tat haben beispielsweise Small- und Mid-Caps im bisherigen Verlauf des Bullenmarkts eine überdurchschnittliche Rendite erwirtschaftet. Historische Daten belegen, dass dies in der ersten Hälfte des Bullenmarkts häufig der Fall ist. Doch die Zeit der Mega-Caps – der Werte mit sehr großer Marktkapitalisierung – bricht eher in der zweiten Hälfte des Bullenmarkts an. Eine Tendenz, die sich erst im bisherigen Jahresverlauf ansatzweise gezeigt hat – und die darauf schließen lässt, dass noch jede Menge „Zeit“ für eine fortgesetzte Aufwärtsbewegung vorhanden ist.

Große Korrekturen der vergangenen fünf Jahre werden dabei „vergessen“: Im Jahr 2011 verlor der Dax vom Hoch zum Tief rund 35 Prozent und kürte zahlreiche Crashpropheten zu den Helden des Augenblicks. Doch davon spricht jetzt keiner mehr. Man spricht nur noch davon, dass der Bullenmarkt schon fünf Jahre nach oben läuft: Viel zu lange für den Geschmack zahlreicher Experten. Man zählt hunderte von vermeintlichen Indikatoren auf, die belegen sollen, dass die Aufwärtsbewegung bald zu Ende ist. Zeit für mehr Sachlichkeit!

Fazit: Die Aktienmärkte werden keinesfalls von der Realität eingeholt, was in den Augen vieler Experten und Analysten gleichbedeutend mit einer deutlichen Abwärtsbewegung wäre. Wenn man schon von „Realität“ spricht, sollte man auf eine sachliche, emotionslose und fundamental begründete Analyse Wert legen.

Fragen zum Beitrag beantworte ich gerne per E-Mail an feedback@gruener-fisher.de.

Thomas Grüner ist Firmengründer und Geschäftsführer der Vermögensverwaltung Grüner Fisher Investments GmbH. Weitere Informationen unter www.gruener-fisher.de.


Der obige Text spiegelt die Meinung der jeweiligen Autoren wider. Instock übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche rechtliche oder sonstige Ansprüche aus.

 

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