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Opferlamm zahlt auch noch die Zeche selbst

Donnerstag, 17. April 2014 um 22:46

Von Bernd Niquet

In einer meiner vorangegangenen Kolumnen habe ich eher beiläufig und etwas flapsig den folgenden Satz über Opfer von Gewalttaten hingeworfen: „Die Opfer werden letztlich also sicherlich froh sein können, wenn sie nur ihre Wunden und nicht noch eine Verurteilung davontragen werden.“

Erst später habe ich gemerkt, dass das haargenau den Punkt trifft. Und dass das auch mich betrifft. Mein Fall ist harmlos, dient jedoch als Rahmenhandlung für mein neues Buch, weil es unheimlich lehrreich ist, einmal zumindest ansatzweise in die Mühlen von Polizei, Staatsanwaltschaft und Gerichte zu geraten.

Ich will noch nichts vorwegnehmen und daher ganz allgemein sprechen: Wer heutzutage jemanden anzeigt oder sich auch nur als Zeuge zur Verfügung stellt, wird, wenn er auf die „richtige“ Klientel trifft, zunächst einmal selbst angezeigt wegen falscher Verdächtigung und anschließend mit daraus resultierenden Schadensersatzforderungen konfrontiert.

Im Fernsehen ist das Thema der Asymmetrie von Tätern und Opfern in der öffentlichen Behandlung zuletzt oft thematisiert worden. Ich habe viel davon gesehen und bin jedes Mal staunend und mit offenem Mund zurückgeblieben. Denn es ist wirklich so: Um die Täter wird sich intensiv gekümmert, denn man will sie resozialisieren und nicht bestrafen, um die Opfer schert sich hingegen kaum jemand.

Ich kann und will dieses Thema an dieser Stelle nicht umfassend diskutieren und will daher nur ein paar Punkte nennen, die mir besonders aufgestoßen sind. Zuerst ist da das Verhalten der sogenannten „Clans“, Familien mit Migrationshintergrund (oh je, darf ich das überhaupt sagen?), bei denen viele Mitglieder extrem kriminell sind, denen aber in der Regel kaum etwas passiert, weil sie, wie ein Experte es genannt hat, ganze „Rechtsabteilungen“ für sich beschäftigen.

Ich bin ein großer Fan unserer Gewaltenteilung, doch wenn ich sagen sollte, dass ich unser Rechtssystem gut finde, wäre das sicherlich nur ein Lippenbekenntnis. Ich finde es gut, weil es besser ist als in Ländern wie Russland. Dennoch kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass diejenigen, die viel Dreck am Stecken haben und denen das Thema „Rechtssystem“ folglich besonders wichtig ist, auch deutliche Vorteile für sich erzielen.

Und warum ist das so? Der folgende Abschnitt ist ein echter Ausschnitt aus dem Protokoll eines Elternabends eines Gymnasiums in Berlin. Wer wissen möchte, warum wir in Deutschland heute alles tolerieren, alles dulden und selbst noch den letzten Terroristen lieber verstehen wollen als ihn zu bestrafen, lese diese paar Sätze:

„Ziel der Schule ist es, durch ein Miteinander von Lehrer/-innen, Eltern und Schüler/-innen die unbefriedigende Lernatmosphäre in der Klasse zu verbessern. Dabei werden die Lehrer/innen angehalten, die Klasse nicht allgemein als laut und schwierig zu stigmatisieren. Den wenigen störenden Schüler/innen sollte nicht unangemessen viel Aufmerksamkeit zuteil werden. Andererseits müssen die in ihrem Verhalten unauffälligeren Kinder bestärkt werden, "Nein" zu sagen, um den störenden Mitschüler/innen zu zeigen, dass sie deren Verhalten nicht gutheißen. Fatal wäre es, wenn die lernwilligen Schüler/innen entnervt die Schule verließen.“

Und jetzt verabschiede ich mich ins Osterfest mit einem weiteren Gustostückerl. In einem Prozess wird den Opfern einer Gewalttat Schmerzensgeld und Schadensersatz zugesprochen. Da die Täter jedoch mittellos sind, müssen die Opfer schließlich auch noch für die Kosten ihres Schmerzensgeld- und Schadenersatzprozesses selbst aufkommen.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein frohes Osterfest. Vielleicht gibt es ja irgendwo da draußen sogar Osterlämmer, die für ihr eigenes Abschlachten auch noch bezahlen.

Anregungen oder Kritik bitte an Bernd Niquet.

******************* Und vergessen Sie nie: ********************
**** Die wirkliche Wirklichkeit liegt stets Jenseits des Geldes! ****

Bernd Niquet, "Jenseits des Geldes, Dritter Teil", Leipzig 2013, 607 Seiten, 18 Euro, ISBN 978-3-95488-235-9.

Am besten portofrei direkt beim Verlag bestellen: www.engelsdorfer-verlag.de/db/autorwerke.php

 

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