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Familiengeschichten in der heutigen Diktatur

Freitag, 4. April 2014 um 22:38

Von Bernd Niquet

Zur Zeit stehen etwa 40.000 russische Soldaten eingriffsbereit an der Ostgrenze der Ukraine. Für einen alten West-Berliner wie mich ist das ein leider sehr vertrautes Szenario. Viele Kommentare, die ich in diesen Tage so lese, sind daher für mich schlichtweg unverständlich. Deswegen will ich mich heute auch lieber den Familien und unserem Deutschland widmen.

Zuerst einmal Uli Hoeneß: Die ganze Zeit lang laufe ich jetzt schon mit der Frage herum, wie das eigentlich zusammenpasst, sich für einen Familienmenschen zu halten und immer wieder das Glück der Familie zu preisen, andererseits aber die eigene Befriedigung anscheinend ganz woanders zu suchen. Doch ich bin keiner guten Hoffnung, das je einmal zu verstehen.

Im Berlin gibt es da ganz andere Familien. Da hat neulich ein 12-jähriges Mädchen eine erwachsene Frau auf einem S-Bahnhof verprügelt. Als die Polizei sie schließlich stellte, hat sie auch noch einen Polizisten krankenhausreif geschlagen. Und was ist passiert? Raten Sie einmal! Und denken Sie daran: Berlin ist Berlin.

Als der Vater seine Tochter vom Polizeirevier abgeholt hat, hat er erst einmal den im Krankenhaus liegenden Polizisten sowie die von seiner Tochter zusammengeschlagene Frau angezeigt. Wir haben ja schließlich einen Rechtsstaat. Und Familie ist Familie. Die Opfer werden letztlich also sicherlich froh sein können, wenn sie nur ihre Wunden und nicht noch eine Verurteilung davontragen werden.

Derweil wird in Berlin der erste deutsche Lesbenfriedhof eröffnet – bald wird man wahrscheinlich in Berlin sowieso nicht mehr begraben, wenn man nicht entweder schwul oder lesbisch ist. Beim Heiraten ist das ja heute schon fast so. Wahrscheinlich wird man aber vorher noch ein Opfer öffentlicher Gewalt und dafür auch noch rechtskräftig verurteilt.

Es traut sich ja auch niemand mehr etwas zu sagen. Außer Thilo Sarrazin. Und vielleicht Wladimir Putin noch. Aber der ist zum Glück kein Deutscher. Noch jedenfalls nicht.

Wie diese Gedankendiktatur heute bereits aussieht, in der sich niemand mehr traut, zu widersprechen, konnte man trefflich in dieser Woche bei Günter Jauchs Millionärsspiel erleben. Da ging es um die Frage, ob Pfifferlinge nach Pfeffer schmecken, wobei natürlich jeder weiß, dass das nicht so ist. Das behauptete dann auch die Kandidatin, wurde von Jauch anschließend jedoch dahin gebracht, um zu gewinnen zu sagen, dass Pfifferlinge nach Pfeffer schmecken, was schließlich auch als richtig gewertet wurde.

Ich empfand das als gespenstisch. Da wurde plötzlich etwas, was jeder für Quatsch hielt, per Deklamation zur Wahrheit erklärt. Irre! Das lief wie bei George Orwell. Und es hat auch keiner gemault. Es hieß: „Das ist eben so“ – und fertig! Ein besseres Beispiel kann es gar nicht geben. So geht das bei uns heute! Warum sollen wir deshalb nicht auch Putin verstehen?!

Anregungen oder Kritik bitte an Bernd Niquet.

******************* Und vergessen Sie nie: ********************
**** Die wirkliche Wirklichkeit liegt stets Jenseits des Geldes! ****

Bernd Niquet, "Jenseits des Geldes, Dritter Teil", Leipzig 2013, 607 Seiten, 18 Euro, ISBN 978-3-95488-235-9.

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