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Dax 12.000?

Donnerstag, 3. April 2014 um 13:16

Von Wolfgang Braun
In der vergangenen Woche habe ich erläutert, dass die Zinspolitik der Notenbanken wohl noch eine Weile stützend für die Börsen bleiben dürfte. Allerdings müssen beim Aktienkauf immer mehrere Faktoren beachtet werden. Vor allem die Bewertungen spielen eine wichtige Rolle. Haben wir hier bereits das Ende der Fahnenstange erreicht, nachdem der Dax seit Anfang 2009 rund 150 Prozent gewonnen hat?

Noch Platz nach oben

Ich kalkuliere bei der Bewertung des Dax grundsätzlich mit dem Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV). Im Vergleich zu den Gewinnen fluktuieren die Buchwerte weit weniger, so dass die Berechnung deutlich stabilere Ergebnisse bringt. Historisch gesehen bewegt sich das KBV im Schnitt bei 1,5. In Krisenzeiten wie 2002 oder 2008 fällt die Kennziffer schon einmal unter 1. Notieren die Blue Chips unter ihrer Substanz, war das in der Vergangenheit aber immer ein gutes Signal für einen Einstieg. Nach oben hin ist die Lage nicht ganz so klar. Im Aufschwung 2007 bezahlten die Anleger vorübergehend etwas mehr als das zweifache der ausgewiesenen Buchwerte. Im Hype um den Jahrtausendwechsel war es noch deutlich mehr. Damals schnellte das KBV für den Dax zeitweise sogar auf rund 3,5. Allerdings waren die Bilanzregeln damals nicht so lax wie heute. Statt einer Vielzahl an (wackeligen) immateriellen Werten schlummerten damals hohe stille Reserven in den Bilanzen vieler Konzerne. Insofern bezweifele ich, dass ein solch hohes KBV noch einmal möglich ist.

Wo ist Schluss?

Nimmt man ein KBV von 2 als mögliches Ziel der laufenden Aufwärtsbewegung, so hätte der Dax aktuell Platz bis 10.800 Punkte. Allerdings sind auch die Buchwerte keine starre Größe. Seit 2002 legten sie im Schnitt jedes Jahr um 5,2 Prozent zu. Addiert man die Dividende hinzu (der Dax ist ein Performance-Index, in dessen Entwicklung die Ausschüttungen an die Anleger einfließen) ergibt sich ein jährlicher Zuwachs von rund 7 Prozent. Das entspricht auch etwa dem historischen jährlichen Anstieg des Dax. Bei dieser Berechnung wäre ein KBV von 2 bis Ende 2015 erst bei circa 11.400 Punkten im deutschen Leitindex erreicht. Nimmt man noch eine Prise Euphorie hinzu, die traditionell am Ende einer Aufwärtsbewegung auftritt, erscheinen selbst 12.000 Punkte nicht völlig unrealistisch. Aber klar ist auch: Die Bewertungen liegen bereits über dem Durchschnitt, die Risiken bei Aktien sind daher deutlich höher als noch vor einem Jahr.

Wolfgang Braun ist Chefredakteur des Börsenbriefs „Aktien-Strategie“. Weitere Informationen zum Börsenbrief finden sie hier.

Der obige Text spiegelt die Meinung der jeweiligen Autoren wider. Instock übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche rechtliche oder sonstige Ansprüche aus.

 

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