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Vorteil Europa

Donnerstag, 13. Februar 2014 um 13:46

Von Wolfgang Braun
Seit der Finanzkrise haben die Börsen eine atemberaubende Rallye aufs Parkett gezaubert. Der Dax schaffte vom Tief ein Plus von rund 140 Prozent. Ein Grund dafür war die krasse Unterbewertung, die im Zuge der Krise aufgetreten war. Hauptantrieb für den Aufschwung waren aber die Notenbanken, die mit aller Macht und reichlich Liquidität an einer Wiederbelebung der Konjunktur und gegen einen Zusammenbruch des Finanzsystems arbeiteten. Ein großer Teil des Geldes wurde in der Wirtschaft nicht gebraucht und floss an die Finanzmärkte. Auch in den nächsten Monaten dürften die Notenbanken ein entscheidender Faktor bei der Entwicklung der Börsen sein. Dabei ist Europa im Vorteil.

Die US-Notenbank Federal Reserve macht inzwischen Ernst und fährt ihr Anleihekaufprogramm zurück. Bis Ende 2013 wurden monatlich Wertpapiere von 85 Milliarden Dollar aufgekauft. Im Februar soll die Summe auf 65 Milliarden Dollar sinken. Analysten gehen davon aus, dass es anschließend zu weiteren Reduzierungen um 10 Milliarden Dollar im Monat kommt. Nach gut 1 Billion Dollar im vergangenen Jahr dürfte sich die Aufkaufsumme daher 2014 auf weniger als die Hälfte reduzieren.

An eine Zinsanhebung ist vorerst dagegen nicht zu denken. Die Erwartungen an das Wirtschaftswachstum liegen inzwischen aber bei rund 3 Prozent, am Arbeitsmarkt sind deutliche Verbesserungen erkennbar.

Bei einer anhaltenden Stabilisierung könnte Lohndruck entstehen und die bislang kaum nennenswerte Inflation anfachen. Dann dürften am Markt zumindest Befürchtungen über erste Zinsschritte aufkommen.

Weiter im Krisenmodus

In der Euro-Zone zeichnet sich zwar auch ein Ende der Rezession ab, die Arbeitslosenzahlen liegen aber in vielen Krisenländern noch über 20 Prozent. Unter solchen Umständen ist an Lohnerhöhungen mit entsprechendem Preisdruck nicht zu denken. Zuletzt gab es eher Befürchtungen, dass es in Europa zu einer breit angelegten Inflation kommen könnte. Selbst in Deutschland, wo die Konjunktur vergleichsweise gut läuft, zogen die Verbraucherpreise im Januar lediglich um 1,3 Prozent an. Die EZB strebt eine Inflationsrate von rund 2 Prozent an.

Entsprechend gab es auch Spekulationen, dass die Europäische Zentralbank weitere Maßnahmen einleiten könnte, um die Geldversorgung zu verbessern. Die anhaltend weit geöffneten Geldschleusen im Euro-Raum dürften der Grund sein, dass sich der Dax seit Jahresbeginn besser gehalten hat als der Dow Jones.

Wolfgang Braun ist Chefredakteur des Börsenbriefs „Aktien-Strategie“. Weitere Informationen zum Börsenbrief finden sie hier.

Der obige Text spiegelt die Meinung der jeweiligen Autoren wider. Instock übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche rechtliche oder sonstige Ansprüche aus.

 

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