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Keine Inflation mehr

Freitag, 3. Januar 2014 um 22:39

Von Bernd Niquet

Ich fange das neue Jahr einfach einmal mit einem Selbstlob an. Ab Ende der 80er Jahre befand ich mich in engem Kontakt mit vielen Börsianern und Volkswirten, die sich gegen den Mainstream stellten. Doch er ist zerbrochen, in der Hauptsache, weil alle meine Inflationsthese stets inakzeptabel fanden.

Denn ich habe damals gesagt und sage das noch heute: Die Inflation ist kein monetäres Phänomen. Inflation ist eine realwirtschaftliche Sache und unabhängig von der Höhe der Geldmenge und ihrer Steigerungsrate.

Ich habe daher bereits kurz nach dem Mauerfall gesagt – und das auch in allen Rettungskrisen seitdem wiederholt: Es wird in den nächsten Jahrzehnten keine Inflation geben! Wir befinden uns seit dem Fall der Mauer zwischen Ost und West in einem deflationären Szenario.

Auch heute bleibe ich dabei: Der internationale Konkurrenzkampf drückt auf die Löhne und Preise, so dass es auch in absehbarer Zeit keine Inflation geben wird. Egal, wie sehr die Geldmenge in die Höhe getrieben wird, Inflation selbstverständlich verstanden als Steigerung der Preise für Güter und Dienstleistungen, also die Erhaltung der Kaufkraft unseres Geldes zum Leben.

Bezieht man den Geldwert jedoch auf die Immobilienpreise und den Aktienmarkt, sieht es natürlich völlig anders aus. Hier sind die Preise heftig gestiegen – und das ist durchaus ein Resultat der Geldmengenexpansionen der Vergangenheit.

Hier kann es also kritisch werden. Kann, muss aber nicht. Denn eigentlich sind Aktien in deflationären Zeiten problematisch. Eigentlich. Doch die aktuelle Nullzinspolitik konterkariert das und hilft den Banken und Unternehmen. Und daher auch den Aktionären.

Aus meiner Sicht wird der deflationäre Druck zukünftig eher noch stärker werden. Denn es passiert derzeit gerade etwas, was so recht noch keiner mitbekommen zu haben scheint: Die USA setzen massiv auf Fracking. Und egal, was man aus Umweltsicht von dieser Ölfördermethode hält, nichts führt an der Tatsache vorbei: Die USA werden bald wohl nicht mehr auf Ölimporte angewiesen sein.

Das ist so gravierend, dass ich es wiederhole: Die USA werden energieautonom! Wer hätte das je gedacht? Und was daraus folgt, ist heute noch unabsehbar. Doch mit einiger Sicherheit wird es einen dauerhaften Druck auf die Ölpreise geben. Und einen Rückzug der USA aus dem Nahen Osten, jede Wette.

Damit verändert sich die gesamte Welt. Und da der Handel immer noch weiter liberalisiert wird, ist an ein Ende des enormen Konkurrenzdruckes nicht zu denken. Auch der Mindestlohn hierzulande wird daran nichts ändern, sondern höchstens unsere Position am Weltmarkt marginal verschlechtert.

Denn andere werden sofort in die Bresche springen, wenn wir teurer werden, und noch williger und noch billiger ihre Arbeit und ihre Produkte anbieten. Der Wert des Geldes in Hinsicht auf Güterkäufe wird also stabil bleiben. Doch wer mit seinem Geld in Immobilien oder Aktien will, für den wird es langsam schwierig. Und heiß.

Ich wünsche Ihnen auf jeden Fall viel Erfolg im neuen Jahr!

Anregungen oder Kritik bitte an Bernd Niquet.

***********************ENDLICH DAS ENDE !!!*****************
*******DER DRITTE UND LETZTE BAND GERADE ERSCHIENEN******

Bernd Niquet, "Jenseits des Geldes, Dritter Teil", Leipzig 2013, 607 Seiten, 18 Euro, ISBN 978-3-95488-235-9.

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