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Es ist alles wieder gut

Samstag, 28. Dezember 2013 um 09:36

Von Bernd Niquet

Erinnern Sie sich noch an die Finanzkrise der Jahre 2007 und 2008? Mir ist diese Zeit noch sehr präsent und ich habe das Gefühl, dadurch zum ersten Mal wirklich mitbekommen zu haben, wie Geschichtsschreibung funktioniert. Und ich denke immer an diese Zeit, wenn ich heute die Zeitung lese. Denn da kommt man ja aus dem Staunen nicht mehr heraus.

Doch zuerst zur Geschichtsschreibung: Viele Sachen sind da auf den ersten Blick so klar und schlüssig. Da haben Könige Schlösser erbaut, obwohl sie Zeit ihres Lebens niemals einen Mauerstein in die Hand genommen haben, und überall wurden Schlachten wie Machtwechsel durch wundersame singuläre Ereignisse entschieden, die jedoch dann, wenn man sich richtig tief in eine Zeit hineinwühlt, einer Überprüfung nicht standhalten.

Genauso ist es bei der Finanzkrise. Unsere Kinder werden einmal lernen, dass der Zusammenbruch von Lehman Brothers dafür verantwortlich gewesen ist. Doch jeder, der dabei war, weiß, dass hier ganz andere Mechanismen eine Rolle gespielt haben, dass es hier in der Hauptsache um neue Wertpapiere ging, die keiner wirklich verstand und für die plötzlich keine Preise mehr existierten.

Das alles wurde damals als „Giftmüll“ bezeichnet und als wertlos betrachtet, dabei sind vielfach nur die Berechnungsmodelle wertlos gewesen. Denn anderweitig könnte das niemals sein, was jetzt in allen Zeitungen berichtet wird, nämlich dass es an dieser Front eigentlich wieder ganz gut aussieht.

Wenn ich mir dazu die neuesten Zahlen aus den USA anschaue, traue ich meinen Augen nicht. Hier gab es das TARP-Programm zur Rettung notleidender Kredite. Dabei sollten für 700 Milliarden Dollar entsprechende Papiere aufgekauft werden, diese Summe ist jedoch anschließend auf 456 Milliarden ermäßigt worden, wovon schließlich 421 Milliarden tatsächlich verausgabt wurden.

Bis heute sind davon 367 Milliarden zurückgezahlt worden und noch 12 Milliarden ausstehend. 31 Milliarden mussten hingegen tatsächlich abgeschrieben werden. Das ist zwar kein Pappenstil, aber weniger als 5 Prozent der ursprünglich zugesagten Summe und weniger als 10 Prozent des damals kalkulierten Verlustes.

Und auch bei uns in Deutschland sind die Zahlen hervorragend: Hier hatte der Rettungsfonds Soffin insgesamt 168 Milliarden Euro Garantien für notleidende Papiere herausgelegt. Darauf wurden bis Ende 2010 insgesamt 23 Milliarden Verlust eingefahren. Es bleiben jedoch weiterhin Beteiligungen an vier Banken im Volumen von 17 Milliarden im Feuer, davon 9,8 bei der Hypo Real Estate und 5,1 bei der Commerzbank.

Im Vergleich zu den Weltuntergangszahlen von 2008 sieht das richtig moderat aus, finde ich. Gespannt kann man nun darauf sein, wie sich das nach Abschluss der Operationen auf unsere Staatsschulden auswirken wird, in die ja, so wie ich das sehe, im Jahr 2008 der maximal mögliche Wert aufgenommen wurde.

Es gibt also viele Gründe, ein frohes Neues Jahr zu wünschen, was ich hiermit auch gerne tue!

Anregungen oder Kritik bitte an Bernd Niquet.

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Bernd Niquet, "Jenseits des Geldes, Dritter Teil", Leipzig 2013, 607 Seiten, 18 Euro, ISBN 978-3-95488-235-9.

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