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The trend is your friend

Donnerstag, 24. Oktober 2013 um 13:42

Von Wolfgang Braun
Die Börsen kennen derzeit kein Halten. Fast täglich markiert der Dax neue Rekordhochs. Noch stärker entwickeln sich die Hightechs aus dem TecDax, die seit Jahresbeginn mehr als 30 Prozent zugelegt haben. Normalerweise erklären sich solche Kurszuwächse mit guten Geschäftszahlen oder zumindest der Aussicht darauf. Dieses Mal ist das aber nur teilweise der Fall. So konnten die deutschen Blue Chips ihre Erlöse im ersten Halbjahr nur um rund 1 Prozent steigern, die operativen Gewinne gingen sogar um 6 Prozent zurück. Ähnlich sieht das beim TecDax aus, nur dass hier der Gewinrückgang noch stärker ausfällt. Immerhin soll die deutsche Wirtschaft in 2014 anziehen. Nach einem schmalen Zuwachs von 0,4 Prozent im laufenden Jahr sagen die führenden Institute in ihrem Herbstgutachten dann einen BIP-Anstieg von 1,8 Prozent voraus. Davon dürften die Unternehmen mit steigenden Gewinnen profitieren. Da von einem Wirtschaftsboom aber auch 2014 nicht auszugehen ist, dürften die Ergebniszuwächse nicht ausreichen, um die stark gestiegenen Kurse zu kompensieren. Stattdessen schlägt sich der Börsenaufschwung in höheren Bewertungen nieder. Das KGV sieht für den Dax mit 13 zwar noch überschaubar aus, liegt aber über dem Niveau Ende 2007, bevor die Finanzkrise ausbrach und dem Dax einen schweren Absturz bescherte. Beim Kurs-Buchwert-Verhältnis liegen die Blue Chips bereits rund 15 Prozent über ihrem historischen Schnitt. Beim TecDax liegt das KGV für 2014 mit 23 so hoch wie seit Jahren nicht mehr.

Liquidität treibt

Ein Grund für die steigenden Kurse dürfte die nachlassende Angst vor der Euro-Krise sein, die lange Zeit auf den Aktienmärkten gelastet hatte. Dabei hat sich nach den jüngsten Daten von Eurostat das öffentliche Defizit im Euroraum 2012 zwar auf 3,7 (2011: 4,2) Prozent verringert, wegen des nur minimalen BIP-Zuwachses kletterte die Schuldenquote aber auf 90,6 (87,3) Prozent. Mit der tendenziell eher links orientierten Politik, die sich für die Bundesrepublik abzeichnet, dürfte der eingeschlagene Sparkurs abgemildert und stattdessen weitere Schulden aufgetürmt werden. Die Krise ist also nicht gelöst, sie wird derzeit nur von der Geldflut, die die Notenbanken bereitstellen, übertüncht. Die hohen liquiden Mittel und der Mangel an attraktiven Alternativen sind auch der Hauptgrund für die Börsenhausse. Vorerst dürfte die Liquiditätsschwemme anhalten. Kursrückschläge, die wegen der deutlichen Überhitzung immer wahrscheinlicher werden, wären daher Einstiegskurse.

Wolfgang Braun ist Chefredakteur des Börsenbriefs „Aktien-Strategie“. Weitere Informationen zum Börsenbrief finden sie hier.

Der obige Text spiegelt die Meinung der jeweiligen Autoren wider. Instock übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche rechtliche oder sonstige Ansprüche aus.

 

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